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Richtig loben will gelernt sein: So bewirken Sie am meisten bei Ihrem Kind

Lob und Anerkennung, mit Worten oder Gesten, sind für Kinder fast ebenso wichtig wie Essen und Trinken. Ein ehrliches Lob zum richtigen Zeitpunkt im Sinne einer positiven Verstärkung bewirkt mehr als die meisten anderen Erziehungsmethode. Wie Sie diese Kunst des Lobens richtig anwenden und welche Fehler Sie vermeiden sollten, lesen Sie heute in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Eine gute Lobkultur stärkt die Familie insgesamt

Schon 2009 zeigte die Studie „Generationen Barometer“ deutlich, dass elterliche Anerkennung und ehrliches Lob in der Kindheit extrem positive Auswirkungen haben und das Verhältnis innerhalb der Familie auf lange Zeit beeinflussen. Insgesamt wird der Zusammenhalt der Familien gestärkt, alle Mitglieder fühlen sich glücklicher. Sich gegenseitig zu loben, etwas Nettes zu sagen, Leistungen anzuerkennen und Kinder mit positiven Worten stark zu machen,wirkt wie Balsam für die seelische Gesundheit.Allerdings ist nicht jedes Lob wirksam, es kommt vielmehr auf die feinen Zwischentöne an.

Verpacken Sie Kritik nicht als Lob

„Heute hast du ja mal ganz gut Klavier gespielt“, ist eher eine Kritik an der grundsätzlichen Spielweise des Kindes als ein Lob. Solch eine Äußerung bewirkt bei einem Kind keine Stärkung des  Selbstbewusstseins, es motiviert nicht und tut nicht gut, im Gegenteil. „Prima, aber das kannst du noch besser“, ist ebenfalls mehr Kritik als Anerkennung, denn hier ist der Vorwurf versteckt, dass das Kind nicht intensiv genug geübt hat. Es hätte sich ja mehr anstrengen können. Auf solche Formen des Lobes können Sie auch verzichten, denn sie sind vollkommen überflüssig. Wenn Sie der Ansicht sind, Ihr Kind hätte etwas besser machen können, sollten Sie das deutlich sagen und nicht hinter einem falschen Lob verstecken.

Nur ein echtes Lob ist wirksam

Damit ein Lob seine geballte positive Wirkung entfalten kann, muss es punktgenau sein und darf keine versteckten Vorwürfe oder Tadel beinhalten. Fragen Sie sich also vor jedem Lob, ob Sie es wirklich ernst meinen. Machen Sie sich auch klar, was Ihnen ganz genau an dem Verhalten Ihres Kindes gefallen hat. Je exakter Sie das benennen, desto besser kommt das Lob an.Vermeiden Sie  Allgemeinplätze wie „Das hast du gut gemacht“, sondern präzisieren Sie Ihre Aussage „Toll, dass du ganz pünktlich gewesen bist!“ Im Folgenden haben wir ein paar Beispiele zusammengestellt, bei denen das gute und das ineffektive Lob zur Verdeutlichung gegenübergestellt werden.

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