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Richtig loben will gelernt sein: So bewirken Sie am meisten bei Ihrem Kind

Lob und Anerkennung, mit Worten oder Gesten, sind für Kinder fast ebenso wichtig wie Essen und Trinken. Ein ehrliches Lob zum richtigen Zeitpunkt im Sinne einer positiven Verstärkung bewirkt mehr als die meisten anderen Erziehungsmethode. Wie Sie diese Kunst des Lobens richtig anwenden und welche Fehler Sie vermeiden sollten, lesen Sie heute in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Falsches Lob kaschiert eine Unzufriedenheit

In unseren sieben Beispielen drücken die vermeintlichen Lobsätze stets eine Unzufriedenheit des Erwachsenen aus. Unbewusst wird dem Kind signalisiert, dass das gelobte Verhalten eigentlich das erwartete Normalverhalten ist. Dass dieses Normalverhalten nur punktuell zum Vorschein kommt, ist eine massive Kritik am Kind. Solches Lob verunsichert, macht klein und frustriert. Besser wäre es, die Kritik oder Wünsche offen zu formulieren. „Ich möchte, dass du mich jeden Nachmittag von 3 bis 4 Uhr etwas ausruhen lässt. Danach können wir etwas zusammen spielen.“ Erst dann kann auch das Lob wirken.„Vielen Dank, dass du mich heute eine Stunde lang hast ausruhen lassen. Ich fühle mich jetzt frisch und ausgeruht.“

Gutes und schlechtes Lob im Vergleich

Die Situationunwirksames Lob/versteckter Vorwurfsinnvolles Lob/Punktlandung
Ihr Kind hat ohne Aufforderung den Esstisch gedeckt und sich pünktlich zum Essen eingefunden.… „Wenigstens einmal hat es geklappt, dass ich nicht auch noch den Tisch decken muss.“… „Ich bin ganz stolz auf deine Pünktlichkeit und den gedeckten Tisch. Das hat mir viel Zeit gespart. So koche ich gerne für dich/euch.“
Die viele Lernerei hat sich gelohnt, Ihr Kind bringt eine gute Note mit nach Hause.… „Wenn wir noch etwas mehr gelernt hätten, wäre das Ergebnis noch besser gewesen.“… „Toll,wie sich das Lernen ausgezahlt hat. Ich bin stolz darauf,wie du das durchgehalten hast.“
Ihr Kind gönnt Ihnen nachmittags eine Stunde Ruhe und spielt in seinem Zimmer.… „Noch besser wäre es, wenn du mich jeden Tag eine Stunde in Ruhe lassen könntest.“… „ Ich finde es prima, dass du dich eine ganze Stunde lang ruhig allein beschäftigst hast.Daran merke ich, dass du immer reifer wirst.“
Ihr Kind hat seine Furcht überwunden und zum ersten Mal bei einem Freund übernachtet.… „Endlich hast du auch mal eine Nacht woanders geschlafen. Jetzt kannst du das ja öfter mal machen, damit wir auch mal abends weggehen können.“… „Das finde ich echt mutig, dass du bei deinem Freund geschlafen hast.Wenn es dir gefallen hat, möchtest du das vielleicht bald einmal wieder machen.“
Beim Besuch der Großeltern hat Ihr Kind während des gesamten Kaffeetrinkens nicht gestört.… „Wenn du immer so friedlich wärst, würden Oma und Opa uns sicher öfter besuchen.“… „Das war sicher etwas langweilig für dich. Super, dass du uns die ganze Zeit nicht gestört hast.“
Kind hat die Hausaufgaben ganz allein gemacht, ohne ständig nach Ihnen zu rufen.… „Heute konnte ich ja endlich mal in Ruhe arbeiten, ohne dass du dauernd angerannt gekommen bist.“… „Eine tolle Leistung, dass du die ganzen Hausaufgaben allein geschafft hast.“
Ihr Kind zieht die schmutzigen Schuhe bereits vor der Wohnungstür aus und bringt den Dreck nicht mit in den Flur.… „Schön, dass du endlich machst,was ich dir schon ewig predige.“… „Prima, dass du deine dreckigen Schuhe vor der Tür ausziehst. Dadurch spare ich mir das mühsame Putzen.“
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