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In 5 Schritten gegen das Chaos

Unerledigte Hausaufgaben, verschmierte Hefte, zerrissene Buchseiten und vergessene Lehrerbriefe kennen alle Eltern, deren Kinder keine Ordnungsfanatiker sind – und das sind die wenigsten. Ein bisschen Chaos ist nämlich ganz normal, wenn Kinder in die Schule kommen und langsam lernen, sich zu organisieren und selbstständig zu arbeiten. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Ein Foto hilft Ihrem Kind, Ordnung zu halten

Viele Kinder haben große Probleme damit, in ihren Zimmern selber eine Grundordnung herzustellen und aufrechtzuerhalten. Immer wieder sitzen genervte Eltern stundenlang im Zimmerchaos und räumen mit den Kindern auf, weil die nicht wissen, was sie genau tun sollen. Abhilfe verspricht das Foto-System. Fotografieren Sie das Kinderzimmer im aufgeräumten Zustand, sodass der Inhalt der Regale gut sichtbar ist.

Laminieren Sie das Foto, und hängen Sie es am Regal auf. Nun kann Ihr Kind selbst versuchen, seine Spielsachen entsprechend der Vorlage wegzuräumen. Eine große Kiste in der Zimmerecke sammelt Übriggebliebenes und sollte alle zwei Wochen gemeinsam durchgesehen werden.

Diese 5 Schritte helfen Ihrem Kind, Lernchaos zu vermeiden

 Schritt 1: Üben Sie mit Ihrem Kind regelmäßig aufräumen und sortieren

Je unordentlicher ein Zimmer oder ein Schreibtisch ist, desto leichter lässt sich Ihr Kind vom Arbeiten ablenken. Beim Lesen fällt sein Blick vielleicht auf den lang gesuchten Kopfhörer oder anstatt sich den Rechenaufgaben zu widmen, malt es nebenbei ein angefangenes Bild fertig. Um solche ablenkenden Reize zu reduzieren, sollte zumindest der Arbeitsplatz Ihres Kindes weitgehend aufgeräumt und leer sein. Ein Schreibtisch mit Schubladen sorgt schnell für die gewünschte Ordnung, Regale und farbige Sortiersysteme erleichtern das Wegräumen.

 Schritt 2: Führen Sie direkt ein Hausaufgabenheft ein

Je früher sich ein Kind daran gewöhnt, schulische Aufträge zu notieren, desto besser. Ihr Kind muss damit nicht so lange warten, bis es richtig schreiben kann. Vereinbaren Sie mit der Lehrerin Symbole für die einzelnen Fächer, die Ihr Kind einfach abmalt. Sobald es Ziffern oder Buchstaben gelernt hat, kann es dann die Hausaufgaben, aber auch andere Aufträge noch besser notieren. Hilfreich sind auch bunte Klebezettel, die an die entsprechenden Stellen in die Schulbücher geklebt werden können.

Mein Tipp
Wenn Ihr Kind besonders große Schwierigkeiten mit dem Notieren der Hausaufgaben hat, geben Sie ihm doch anfangs einen kleinen digitalen Fotoapparat mit. Damit soll es täglich die Tafel fotografieren, an der die Arbeitsaufträge stehen. Hat es sich daran gewöhnt, kann das Foto langsam von eigenen Einträgen ins Heft abgelöst werden.

 Schritt 3: Legen Sie Arbeits- und Lernzeiten für Ihr Kind fest

Je chaotischer ein Kind ist, desto wichtiger ist es, Regelmäßigkeit einzuüben. Legen Sie bei sehr unstrukturier-ten, impulsiven und chaotischen Kindern also großen Wert darauf, jeden Tag zur selben Zeit mit den Hausaufgaben zu beginnen. In einer festgelegten Zeitspanne (30 bis 60 Minuten) werden die Hausaufgaben gemacht. Ist Ihr Kind früher damit fertig, nutzen Sie diese Zeit dazu, etwas zu lesen oder zu wiederholen. Passen Sie die Lernzeiträume den Jahreszeiten an. Im Herbst und Winter wird es schnell dunkel, dann fällt das Lernen schon ab 17 Uhr unter Umständen schwer.

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Als Leser von "Lernen und Fördern mit Spaß", finden Sie hier noch die 2 verbleibenden Schritte, sowie ein Ordnungsquiz, mit dem Sie Ihr Kind sensibilisieren können.

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