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Mutter hält ihr Kind auf dem Arm
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Beruflicher Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Fördermöglichkeiten – Weiterbildung - Trainingsmaßnahmen

Von allen Frauen, die Kinder großziehen, sind es rund 33 Prozent, bei den Männern hingegen nur ca. zwei Prozent, die für die Betreuung ihres Kindes eine berufliche Auszeit nehmen. Nach Beendigung der Elternzeit folgt dann die Rückkehr in den Arbeitsalltag. Diese kann jedoch schwierig werden. Leichter geht es, wenn einige grundlegende Regeln dabei beachtet werden. 

Expertenrat von 

Planen Sie die Rückkehr in den Beruf, bevor Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen

Kein Unternehmen wird insolvent, nur weil Kolleginnen oder Kollegen in Elternzeit gehen. Bereits nach wenigen Wochen hat sich das Team in der Firma auf die neue Situation eingestellt und der Verlust der Kollegen ist bei der Bewältigung der Arbeit nicht oder kaum mehr spürbar. Genau diese Entwicklung kann einer Rückkehr in den alten Job im Wege stehen. Hier ist Eigeninitiative wichtig. Am besten bespricht man seine Rückkehr an den Arbeitsplatz mit dem Arbeitgeber, noch zwar bevor die Elternzeit angetreten wird.

Halten Sie die Jobzusage schriftlich fest

Der Vorteil liegt darin, dass sich zu diesem Zeitpunkt noch niemand vorstellen kann, wer die Lücke schließen soll, die man hinterlässt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man seinem Chef eine Zusage abringen kann. Denn eine persönlich gemachte Zusage, den alten Job betreffend, hat in der Regel großes Gewicht. Schließlich steht der Chef damit bei der betreffenden Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter im Wort. Ideal wäre es, wenn die Zusage vertraglich festgehalten wird – also schriftlich.

Halten Sie den Kontakt und zeigen Sie Interesse z. B. durch eine Weiterbildung

Wer nicht in Vergessenheit geraten möchte, muss Präsenz zeigen. Nur wer im Bürofunk anwesend ist und von sich reden macht, lebt im Unternehmen weiter. Wie das geht? Regelmäßige Besuche bei den ehemaligen Kollegen sind Pflicht. Bei der Gelegenheit sollte man auch den Chef besuchen. Günstig ist es, diesen zum richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Hier sollte man nichts dem Zufall überlassen. Es muss kein förmlich vereinbarter Termin sein, aber eine telefonische Ankündigung ist in jedem Fall ratsam. Die Neuigkeit über eine laufende Weiterbildung dabei zu erwähnen, sammelt meistens viele Punkte.

Weiterbildung oder Training während der Elternzeit absolvieren

Das Treffen mit dem Chef sollte gut vorbereitet sein. Sich nach dessen Wohlbefinden zu erkundigen ist höflich, nach der Situation des Unternehmens zu fragen beweist Interesse. Noch besser ist es, die Möglichkeiten einer Teilnahme an Schulungen, Weiterbildungen und Kursen im Unternehmen zu besprechen. Auf diese Weise bleibt der Wissenstand rund um die Vorgänge im Unternehmen aktuell. Auch der Wiedereinstieg fällt leichter. Die Elternzeit lässt sich auch für Weiterbildungskurse nutzen, die allgemein als sehr hilfreich angesehen werden. Förderungen gibt es dafür zudem.

Weiterbildung steigert Ihre Jobchancen nach der Elternzeit

Das Thema Weiterbildung betrifft alle Arbeiter und Angestellten, ob sie nun in Voll- oder Teilzeit tätig oder vorübergehend mit der Kinderbetreuung beschäftigt sind. Gerade wer Elternzeit konsumiert, kann die Zeit für einen Weiterbildungskurs nutzen. Unterstützung bietet das Amt für Arbeit. Bevor ein Kurs belegt wird, sollte man sich mit seinem Chef besprechen und anhören, was er darüber denkt. Damit verrät er nicht nur, welche Qualifikationen im Unternehmen fehlen, er gibt auch Einblicke in die Entwicklung der Firma.

Förderung von Weiterbildungen während der Elternzeit: Vermittlungsgutscheine

Das Amt für Arbeit hilft beim Thema Weiterbildung mit umfangreichen Beratungen weiter. Wenn die Voraussetzungen stimmen, darf man auch mit finanzieller Unterstützung rechnen. Dazu werden u. a. Fördermöglichkeiten sogenannte Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine (AVGS) angeboten. Was genau gefördert wird, wie sich Kinderbetreuung und Kurse vereinbaren lassen erfahren Interessierte in einem kostenlosen Beratungsgespräch. Wer sich über seine Möglichkeiten informieren möchte, sollte sich in jedem Fall mit den Beratern vom Amt für Arbeit zusammensetzen. 

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