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Wieder arbeiten zu gehen, ist für die meisten Eltern eine Selbstverständlichkeit. Aber die derzeitige Betreuungssituation in Deutschland macht es nicht einfach.
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Betreuung: Welche Option ist die richtige für Ihr Kind?

Zuverlässige Kinderbetreuung für Berufstätige Eltern

Wieder arbeiten zu gehen, ist für die meisten Eltern eine Selbstverständlichkeit. Auch Sie haben sich bestimmt schon Gedanken darüber gemacht, wann Ihre Rückkehr in das Berufsleben anstehen soll. Ganz einfach aber macht es die derzeitige Betreuungssituation in Deutschland nicht, ein Kind während des Arbeitstages in guten Händen zu wissen. Plätze nämlich sind knapp und Eltern müssen nicht selten improvisieren.  

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Unter drei Jahren: Betreuung in der Krippe

Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird in vielen deutschen Gemeinden mit Hilfe von Kinderkrippen gewährleistet. Grundsätzlich ist das eine gute Idee, denn so können die Kleinen unter sich spielen und sind angesichts des Trubels in Gruppen mit älteren Kindern nicht überfordert. Ein Problem aber ist es vielerorts, überhaupt einen solchen Krippenplatz zu bekommen. Wer dort anruft, wird unter Umständen abgewiesen oder muss sich in eine lange Warteliste eintragen lassen. Die Krippen selbst können nichts dafür. Sie müssen sich an Betreuungsschlüssel halten und sind meist räumlich eingeschränkt. Die Eröffnung zusätzlicher Gruppen ist mit einem hohen Verwaltungs-Aufwand verbunden und oft fehlt es an baulichen Voraussetzungen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kennt indes den hohen Bedarf an Krippenplätzen genau. In einer Veröffentlichung berichtet das Ministerium von rund 762.361 Kindern, die in Deutschland 2017 schon vor dem dritten Geburtstag betreut werden. Zehn Jahre zuvor lag dieser Wert bei gerade einmal 320.217. Somit hat sich die Anzahl der betreuten Kinder binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dass es zusätzlich viele Familien gibt, die vergeblich nach freien Kita-Plätzen suchen, zeigt: Es herrscht große Knappheit. Etwa 300.000 Plätze fehlen laut offizieller Stimmen. Diese Tatsache kann Ihren beruflichen Einstieg erschweren, weswegen frühzeitiges Handeln unverzichtbar ist.

Viele Eltern gehen aus diesem Grund dazu über, ihre Kinder schon dann in Kindertagesstätten vormerken zu lassen, wenn diese noch gar nicht auf der Welt sind. Ein verrückter Gedanke, der jedoch plausibel erscheint. Garantiert werden kann diesen Eltern jedoch ebenfalls nicht, dass ihre Kinder rechtzeitig einen Platz bekommen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass Sie vor der Geburt möglicherweise noch gar nicht wissen, wann Sie wieder arbeiten wollen.

Ab drei Jahren: Der Kindergarten

Sobald auf dem Geburtstagskuchen drei Kerzen brennen, können Kinder in Deutschland einen regulären Kindergarten besuchen. Diese Einrichtungen werden entweder durch die jeweilige Gemeinde verwaltet oder von christlichen sowie privaten Trägen finanziert. Der Kindergarten als letzte Station vor der Schule muss nicht nur für eine zuverlässige Betreuung sorgen, sondern auch die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung aller betreuten Kinder im Auge behalten und fördern. Eine sinnvolle Einrichtung also, bei der es trotz der besseren Versorgung mit Plätzen dennoch zu Engpässen kommen kann.

Kindergärten in ländlichen Regionen machen dabei weniger Probleme. Hier ist die Anzahl der aufzunehmenden Kinder kleiner und den Einrichtungen fällt es leicht, Neuaufnahmen zu gestalten. In Großstädten und deren „Speckgürtel“ aber kann das genau wie in Ballungsgebieten anders aussehen. Hier kann es durchaus passieren, dass Sie auch im Hinblick auf Kindergartenplätze eine Knappheit erleben, die zu Verzögerungen bei der Aufnahme führt. Da die Elternzeit allerdings nach spätestens drei Jahren endet, ist hier der Bedarf nach Betreuungsplätzen besonders groß.

 

Tagesmütter und -väter als Alternative

Wenn Sie keinen Betreuungsplatz für Ihr Kind finden, bedeutet dieses Problem stets Stress und Ärger. Möglicherweise rechnet Ihr alter Arbeitgeber bereits fest mit Ihnen und die Sicherheit Ihrer Arbeitsstelle steht auf dem Spiel. Zeitgleich kann es auch passieren, dass Ihnen ein Betreuungsplatz für Ihr Kind angeboten wird, dieser jedoch nicht mit Ihren künftigen Arbeitszeiten vereinbar ist. Das gilt insbesondere für Angestellte im Gesundheitswesen, im Einzelhandel und anderweitige Tätigkeiten mit Schichtmodell. Scheitert die Aufnahme an zu kurzen oder unflexiblen Zeiten oder gibt es schlicht keinen Platz, müssen Sie die Flinte dennoch nicht ins Korn werfen.

Eine sinnvolle Alternative, die flexiblere Betreuungszeiten als auch die Betreuung jüngerer und älterer Kinder ermöglicht, ist die Beauftragung einer Tagesmutter. Die Betreuung erfolgt entweder bei der Tagesmutter oder auch im Zuhause des Kindes. Auch von der Norm abweichende Zeiten wie sehr früh morgens oder spät nachmittags können im Rahmen einer Tagesbetreuung individuell abgedeckt werden.

Portale wie Yoopies helfen bei der Suche nach einer Tagesmutter. Eltern können Tagesmütter umsonst kontaktieren und alle Tagesmütter werden auf eine Pflegeerlaubnis hin überprüft, damit wirklich die passende Tagesmutter gefunden werden kann. Nach der Kontaktaufnahme erfolgt die Abstimmung mit der Tagesmutter bequem online und auch die Abrechnung wird automatisch erledigt. Hier muss allerdings differenziert werden: Während es bei privaten Tagesmüttern möglich ist, über die Vermittlungsportale zu bezahlen, werden 97% der Tagesmütter über das Jugendamt bezahlt.

Auch bei einer Tagesmutter werden Ihre Kinder behutsam an die Abläufe während der Betreuungszeit herangeführt. Die Eingewöhnung erfolgt daher in enger Ansprache mit den Eltern. Bei besonders kleinen Kindern ist es wichtig, dass sich die Ablösung von den Eltern Schritt für Schritt vollzieht, sodass das Vertrauen zur Betreuungsperson wachsen kann. Auf diese Weise ist es Ihnen möglich, nach einer individuellen Startphase beruhigt arbeiten zu gehen.

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