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Wenn Ihr Kind Bauchschmerzen hat und das „große Geschäft“ auf sich warten lässt oder sogar Schmerzen bereitet, können diese Tipps und Hausmittel Ihnen helfen.
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Geht doch! Die besten Hausmittel gegen Verstopfung für Ihr Kind

Die besten Tipps gegen Verstopfung bei Kindern!

Wenn Ihr Kind über Bauchweh klagt und das „große Geschäft“ auf sich warten lässt oder sogar Schmerzen bereitet, leidet Ihr Kind wahrscheinlich unter einer Verstopfung. Probleme mit dem Stuhlgang sind bei Kindern keine Seltenheit, doch in den meisten Fällen sind die Ursachen harmlos. Dennoch ist eine Verstopfung keine Lappalie, und Sie sollten frühzeitig eingreifen, um Ihrem Kind unnötige Qualen zu ersparen. 

Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin
Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Wie viel Stuhlgang ist normal?

Etwa jedes zehnte Kind leidet gelegentlich so stark an Verstopfung (Obstipation), dass es vom Kinderarzt behandelt werden muss. Von chronischer Verstopfung sprechen Ärzte, wenn die Beschwerden mindestens drei Monate anhalten. Dabei kommt es weniger darauf an, wie oft die Kinder auf Toilette gehen, sondern welche Begleiterscheinungen dabei auftreten.

Wie oft ein Kind Stuhlgang hat, ist abhängig von seinem Alter, seiner Ernährung und seiner individuellen Veranlagung. Bei gestillten Säuglingen kann die Häufigkeit des Stuhlgangs von mehrmals pro Tag bis zu einmal in der Woche schwanken, auch noch längere Intervalle (bis maximal 14 Tage) sind möglich. Wenn der Stuhl dabei weich ist und das Baby keine sonstigen Beschwerden hat, ist das kein Grund zur Sorge. Säuglinge, die Flaschennahrung erhalten, haben normalerweise eine Stuhlfrequenz von im Mittel zwei Stuhlentleerungen pro Tag. Nach dem ersten Lebensjahr sollte ein Kind mindestens an drei Tagen pro Woche Stuhlgang haben.

An diesen Anzeichen erkennen Sie eine Verstopfung bei Ihrem Kind

Eine Verstopfung kann von einer leichten gelegentlichen „Unpässlichkeit“ bis zu einer über Wochen und Monate anhaltenden schweren chronischen Obstipation reichen. Nicht selten wird aus einer leichten Verstopfung schnell ein großes Problem, wenn das Kind aus Angst vor Schmerzen den Stuhl so lange wie möglich einhält. Dieses (verständliche) Rückhaltemanöver macht den nächsten Stuhlgang noch schmerzhafter – und nicht selten entsteht daraus ein Teufelskreis, der die ganze Familie in Atem hält.

Diese Anzeichen sprechen für eine Verstopfung:

  • Ihr Kind hat im Regelfall weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang.
  • Der Stuhl Ihres Kindes ist trocken und hart.
  • Ihr Kind hat Schmerzen beim Stuhlgang und muss dabei stark pressen.
  • Ihr Kind schiebt den Gang zur Toilette immer mehr hinaus.
  • Es klagt öfter über Bauchschmerzen, Krämpfe oder ein geblähtes Gefühl im Bauch.
  • Nach dem Stuhlgang hat Ihr Kind das Gefühl, immer noch zu „müssen“.
  • Ihr Kind hat unangenehm riechende Blähungen.
  • Sie bemerken bei Ihrem Kind braune Schlieren in der Unterwäsche.
  • Ihr Kind muss häufiger als sonst zum „Pipimachen“ auf Toilette oder nässt wieder ein.

 

Verstopfung bei Kindern: Was steckt dahinter?

Die meisten Kinder, die unter Verstopfung leiden, sind körperlich völlig gesund. Nur in seltenen Fällen steckt eine ernsthafte körperliche Erkrankung dahinter. Eine Obstipation kann bei Kindern ganz unterschiedliche Gründe haben.

Die häufigsten Ursachen sind:
ballaststoffarme ErnährungKuhmilchunverträglichkeit
Flüssigkeitsmangelzu wenig Bewegung
Entzündungen und Risse im AnalbereichStress und Hektik im Alltag
Schlafmangelseltene körperliche Erkrankungen
neue Situationen, z. B. die Geburt eines Geschwisterkindes oder die EinschulungVeränderung der Umgebung durch Reise oder Umzug
Medikamente, z. B. Hustenstiller mit Codein, Antihistaminika und EisenpräparateÄngste, vor allem Verlustängste, Schulstress und Prüfungsangst

 

Was Sie tun können, wenn Ihr Kind unter Verstopfung leidet

Wenn Ihr Kind unter Verstopfung leidet, sollte neben der Anwendung von stuhlfördernden Hausmitteln immer auch die Ursache behandelt werden. Oft sind eine Ernährungsumstellung, der Abbau von Stress und/oder mehr sportliche Betätigung im Alltag des Kindes notwendig. Wichtig ist, die Behandlung ausreichend lange durchzuführen, bis sich das Kind wieder an eine normale, schmerzfreie Darmentleerung gewöhnt hat. Eltern und Kind brauchen hierbei Geduld; besonders bei einer länger bestehenden Verstopfung kann die Behandlung durchaus mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern.

Sie sollten mit Ihrem Kind zum Arzt gehen ...

  • wenn die Verstopfung erstmalig auftritt, das gilt vor allem für Babys,
  • wenn sich die Beschwerden nach 14 Tagen nicht gebessert haben,
  • wenn Ihr Kind starke Schmerzen beim Stuhlgang oder starkes Bauchweh hat,
  • wenn Sie Schleim oder Blut im Stuhl Ihres Kindes entdecken,
  • wenn sich Ihr Kind insgesamt schlecht fühlt,
  • wenn Sie merken, dass sich in Ihrer Familie alles nur noch um den Toilettengang Ihres Kindes dreht.

Achtung, Darmverschluss!

Bei diesen Warnzeichen müssen Sie mit Ihrem Kind sofort zum Arzt: Die in den Nervenkeksen enthaltene Muskatnuss und auch der Zimt können in größeren Mengen schädliche Nebenwirkungen haben. Setzen Sie die Kekse daher nur gezielt ein, und lassen Sie Ihr Kind nicht mehr als zwei bis drei davon pro Tag essen!

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