Kommentare:
Jugendliche loslassen
© auremar - Fotolia.com

Freiraum geben und trotzdem präsent bleiben

Viele Eltern hadern mit der Vorstellung, ihr Kind irgendwann „loslassen“ zu müssen. Sie verbinden damit oft Abschied und Verlust. Dabei geht es beim Loslassen weniger darum, den Kontakt einzuschränken, sondern vielmehr darum eine Beziehung auf Augenhöhe entstehen zu lassen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind auf dem Weg ins Erwachsenenalter am besten begleiten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

So entwickeln Sie langsam eine Beziehung auf Augenhöhe

Beim Prozess des Erwachsenwerdens geht es nicht darum, dass sich das Kind von den Eltern komplett ablöst. Vielmehr geht es um eine differenzierte Umgestaltung der Eltern-Kind-Beziehung: Das Ziel ist eine erwachsene Beziehung auf Augenhöhe, in der das Kind auf typisch kindliches und Eltern auf typisches elterliches Verhalten verzichten können.

Als typisches kindliches Verhalten könnte man etwa bezeichnen:

  • sich bedienen lassen zu wollen,
  • materiell versorgt werden zu wollen,
  • zu erwarten, dass Mama und Papa das schon „richten“ werden (z. B. Probleme in der Schule etc.), rundum versorgt werden zu wollen („Ich habe Hunger!“, soll heißen: „Koch mal was!“),
  • keine eigene Meinung zu haben oder immer „contra“ zu geben etc.

Manchmal legen Teenager solche Verhaltensweisen wieder verstärkt an den Tag, nachdem sie vorher eigentlich schon recht eigenständig waren. Das kann ein Zeichen von entwicklungsbedingter Verunsicherung, manchmal aber auch einfach von Bequemlichkeit sein. Bedienen Sie diese kindlichen Verhaltensweisen und Forderungen immer unkritisch, tun Sie Ihrem Kind und sich selbst allerdings keinen Gefallen. Schrauben Sie die Dosis „mütterliches Rundum-Versorgungsprogramm“ dann bewusst langsam herunter!

Typisch elterliches Verhalten könnte etwa sein:

  • Kontrolle haben zu wollen („Ich muss wissen, was du machst!“),
  • Macht ausüben zu wollen („Ich sag dir, was du machen musst!“),
  • das Gefühl zu haben, den jungen Menschen versorgen zu müssen („Ich muss mich um dich kümmern!“), Überlegenheitsgefühle zu zeigen („Ich weiß es besser als du!“) usw.
Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Als Abonnent des "Pubertäts-Überlebensbriefs" können Sie hier einmal testen, wie gut Sie Ihr Kind loslassen können!

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten
Kommentare zu "Freiraum geben und trotzdem präsent bleiben"
Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden. Datenschutz-Hinweis
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?