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Gefahren von Online-Spielsucht
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Teenager sicher im Netz: Das sollten Eltern wissen!

Das Internet ist für Kinder – insbesondere für Pubertierende – zu einem alltäglichen Medium geworden. Mittlerweile sind Schüler, Eltern und Lehrer kompetenter im Umgang geworden, und daher werden nun die Chancen der Nutzung – gerade auch im Hinblick auf Schule und Lernen – hervorgehoben. Dennoch gibt es im Internet weiterhin etliche Gefahrenpotenziale für Kinder in der Pubertät, über die Sie dieser Beitrag informieren soll. 

Expertenrat von 

7 Tipps für Eltern rund um das Thema „Sicherheit im Internet“

1. Surfen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind und sprechen Sie mit ihm über seine Internetaktivitäten!

Lassen Sie sich die Internetwelten Ihres Kindes zeigen. So erhalten Sie einen Einblick in seine Surfgewohnheiten und Interessen. Seien Sie offen auch neuen Dingen gegenüber, und begründen Sie Ihre Entscheidung, wenn Sie bestimmte Seiten im Netz verurteilen und Ihrem Kind untersagen möchten. Ihr Kind wird in der Regel Verständnis dafür haben, dass Sie sich sorgen (auch wenn es das vielleicht nicht sofort zeigt). Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Online-Aktivitäten und Internetfreundschaften, so wie Sie auch über „reale“ Interessen und Freundschaften reden. Verbieten Sie Ihrem Kind, sich mit fremden Internet-Bekanntschaften zu treffen.

2. Nutzen Sie solange wie möglich den Familien-Computer und verlassen Sie sich nicht auf technischen Schutz!

Ihr Kind sollte frühestens zum zwölften Geburtstag einen eigenen Computer bekommen und nicht vor dem 14. Lebensjahr einen eigenen Internetzugang besitzen. Stellen Sie lieber – so lange es geht – einen Familien-Computer im Wohn- oder Esszimmer zur Verfügung. Ein solcher öffentlicher Computer macht konkrete Absprachen erforderlich und erleichtert damit die Kontrolle der Internetnutzung. Auf eine Kindersicherung am PC und Filterfunktionen sollten Sie sich nicht verlassen. Wichtiger ist es, dass Sie mit Ihrem Kind über die Gefahren des Internets reden und Nutzungsregeln festlegen. Signalisieren Sie ihm auch, dass es jederzeit zu Ihnen kommen kann und soll, wenn es beim Surfen auf problematische Seiten stößt.

3. Achten Sie auf Kostenfallen!

Klären Sie Ihr Kind auf, welche möglichen Kosten entstehen können und welche finanziellen Risiken im Internet lauern. Sprechen Sie mit ihm auch darüber, dass es bei Internet-Bestellungen und der damit verbundenen Eingabe seiner persönlichen Daten vorsichtig sein muss. Am besten führen Sie jeden kostenpflichtigen Bestellvorgang persönlich aus, so lange Ihr Kind noch nicht volljährig ist. Vereinbaren Sie je nach Alter klare Regeln, wie beispielsweise, dass Ihr Kind bei jedem Download und bei vermeintlich kostenlosen Bestellungen vorher fragen muss. Auch sogenannte Schnupper-Abos – gerade im schulischen Bereich auf Lernseiten –, bei denen man sich erst registrieren muss, um auf Inhalte zu gelangen, sind oft sehr undurchschaubar. Nicht selten schließen Sie dabei ein teures Abo ab, wenn Sie innerhalb einer bestimmten Frist nicht widersprechen.

Unser Rat:
Erklären Sie Ihrem Kind diese Zusammenhänge, und vereinbaren Sie, dass es sich stets mit Ihnen berät, bevor es in einem Club Mitglied wird, sich Geschenke schicken lässt oder etwas abonniert. Stehen Sie finanziellen Forderungen für angeblich kostenlose Dienste kritisch gegenüber. Legen Sie immer schriftlich Widerspruch ein (nachweisbar per Einschreiben mit Rückschein), wenn Ihnen oder Ihrem Kind ein Vertrag aufgedrängt worden ist. Verweigern Sie die Zahlung, und kontaktieren Sie eine Verbraucherzentrale.

4. Achten Sie auf Suchtverhalten!

Ihr Kind kann vom Internet abhängig werden, z. B. von Online-Spielen. Experten sprechen inzwischen von der Internet-Sucht. Besonders gefährdet sind hier übrigens die Jungen, wenn sie mit mehreren Spielern online zusammen oder gegeneinander agieren. Spannende Abenteuer, schnelle Erfolgserlebnisse, Kontakte mit Gleichgesinnten und die Möglichkeit, den eigenen Charakter nach Belieben zu definieren, lassen manchen Pubertierenden die virtuelle Welt interessanter erscheinen als die reale Welt. So verbringen immer mehr Jugendliche täglich viele Stunden im Internet und geraten dabei nicht selten in den Sog der Abhängigkeit.

 

Unser Tipp:
Beobachten Sie daher Ihr Kind genau! Werden Sie aufmerksam, wenn es sich aus der realen Welt der Gleichaltrigen immer mehr zurückzieht und stattdessen das Internet zum besten Freund wird. Sprechen Sie mit Ihrem Kind und versuchen Sie, klare Regeln aufzustellen und einzuhalten. Suchen Sie bei steigendem Suchtverhalten Rat bei Fachleuten. In einigen Städten gibt es bereits Anlaufstellen für Spielsucht.
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