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Markenklamotten bei Jugendlichen
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Mein Kind ist im Konsumrausch: Warum Smartphones, Markenjeans & Co. jetzt so wichtig sind

„Cool“ und „in“ sein zu wollen ist unter Jugendlichen besonders wichtig. Dazu gehört es, gut auszusehen, „stylish“ angezogen zu sein, locker drauf zu sein etc. Aber auch Statussymbole erhöhen oft den eigenen „Marktwert“, man hofft das zumindest. Lesen Sie hier, warum Markenartikel für Jugendliche einen besonderen Stellenwert haben und wie Sie einen Weg finden, damit angemessen umzugehen. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

5 Tipps, wie Sie am besten mit dem „Konsumrausch“ Ihres Kindes umgehen

1. Reden Sie in der Familie offen und kritisch über Konsum und Kapitalismus: Was ist gut daran, was problematisch? Welche Marken arbeiten „fair“? Welche sollte man keinesfalls unterstützen? Durch solche Diskussionen kommt Ihr Jugendlicher auf neue Gedanken und kann sich eine eigene Meinung zu dem Thema bilden.

2. Gehen Sie in die Selbstreflexion: Wie gehen Sie mit materiellen Gütern um? Was ist Ihnen wichtig, was weniger? Was leben Sie Ihrem Kind vor? Sind Sie selbst ein Markenfan? Oder gönnen Sie sich selbst wenig und finden es dann „unverschämt“ von Ihrem Kind, wie viele materielle Güter es für selbstverständlich hält?

3. Versuchen Sie, Kompromisse zu finden, wenn eine bestimmte Anschaffung Ihrem Kind sehr wichtig ist. Bleiben Sie bei der Finanzierung realistisch, kaufen Sie ihm nie etwas auf Pump! Eine gute Lösung kann sein, ein bestimmtes Kontingent zur Verfügung zu stellen und den Jugendlichen den Rest dazuverdienen zu lassen – oder etwas gebraucht zu kaufen.

4. Äußern Sie Verständnis für die Wünsche Ihres Kindes, aber setzen Sie klare Grenzen, wenn Ihr Geldbeutel oder/und Ihre Überzeugung Sie daran hindern, etwas zu kaufen, was Ihr Kind unbedingt haben will. Manchmal kann es auch wichtig sein, sich in Verzicht zu üben – auch wenn das in unserer Gesellschaft nicht gerade verbreitet ist.

5. Vermitteln Sie Ihrem Kind immer wieder, dass es nicht darauf ankommt, was man besitzt, sondern darauf, wer man ist. Mädchen mögen schließlich Jungen mit Charakter – und umgekehrt. Es ist die Persönlichkeit, die zählt. Markenartikel machen auf Dauer ja doch nicht glücklich.

 

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