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Selbstbewusst erziehen: So gehts!

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, sind Eltern mental und emotional stark gefordert. Oft werden Eltern nun ordentlich kritisiert, provoziert und in Frage gestellt. Hier ist elterliches Selbstbewusstsein gefragt. Lesen Sie in diesem Beitrag, was Selbstbewusstsein überhaupt ist und was Ihnen helfen kann, Ihrem Kind offen und selbstbewusst zu begegnen. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

3. Machen Sie sich klar, was Ihnen besonders wichtig ist: Welche Werte bedeuten Ihnen viel und welche weniger?

Setzen Sie klare Prioritäten. Wenn Sie mögen, schreiben Sie diese auf. Etwa so: „Mir ist am wichtigsten, dass wir ein möglichst ehrliches Verhältnis miteinander haben – weniger wichtig sind mir gute Noten“ – „Mir ist wichtig, dass mein Kind Spaß an einem Hobby hat und den Kontakt zu seinen Freunden pflegt. Relativ unwichtig ist mir, wie mein Kind sich kleidet …“

4. Lassen Sie neue Gedanken und Ideen zu

Wenn man zum dritten Mal mit derselben Erziehungs-Methode gescheitert ist, ist es an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Hier sind prinzipiell alle Maßnahmen hilfreich, die eine gewisse Leichtigkeit und Humor ins Spiel bringen und/oder bei dem Jugendlichen einen Überraschungseffekt hervorrufen (Angstmacherei oder Schockieren sind natürlich tabu!), etwa:

  • Statt über die viele Computerspielerei zu schimpfen, sich daneben zu setzen und sich das Spiel erklären zu lassen – oder mitspielen!
  • Statt sich über liegengelassene Socken zu ärgern, diese einfach dem Teenager fröhlich zuwerfen etc.

5. Üben Sie sich immer wieder in Gelassenheit!

Atmen Sie, wenn es stressig ist, einfach mal ganz tief aus, bevor Sie etwas sagen. Auch wenn im Zusammenleben mit Jugendlichen sicher nicht alles einfach ist: Nehmen Sie das Chaos mit Humor!

Sorgen Sie gut für sich, treiben Sie Sport, machen Sie Achtsamkeits-Yoga oder gehen Sie hin und wieder in die Sauna: Alles, was Sie entspannt und Ihnen guttut, ist jetzt hilfreich!

Warum Sie nicht immer stark sein müssen

Der Begriff „Selbstbewusstsein“ wird immer wieder mit „Stärke“ verwechselt: Wer selbstbewusst wirkt, dem wird quasi unterstellt, immer zu wissen, wo es langgeht. Das stimmt so aber nicht. Selbstbewusste Menschen können sehr gut zu ihren Schwächen oder Unzulänglichkeiten stehen und strahlen genau deshalb eine besondere Souveränität aus. Das heißt aber nicht, dass Sie nicht irritierbar oder manchmal unsicher sind. Besonders im engen Kontakt zu unseren pubertierenden Kindern ist es nahezu unmöglich, immer stark, souverän und „weise“ zu sein. Viel wichtiger, als immer der symbolische Fels in der Brandung sein zu müssen, ist der ehrliche und authentische Kontakt zu den Kindern. Selbstbewusste Eltern sagen auch schon mal „Du, ich weiß jetzt grad auch nicht weiter, da muss ich erst mal drüber nachdenken“ oder „Ich habe keine Ahnung, wie wir jetzt aus dieser vertrackten Situation herauskommen, du vielleicht?“. Eltern sollten sich nicht schämen oder schlecht fühlen, wenn sie mal nicht weiterwissen, an ihre Grenzen stoßen oder selbst Hilfe brauchen: Schließlich sind sie auch nur Menschen mit einer eigenen Biografie, eigenen wunden Punkten sowie ganz normalen menschlichen Fehlern und Schwächen!

Mein Tipp
Überfordern Sie sich nicht mit dem überzogenen Anspruch, immer selbstbewusst, klar und souverän auftreten zu wollen. Ihre Kinder beobachten Sie kritisch und erspüren jede noch so kleine „Unaufrichtigkeit“ in Ihrem Verhalten. Gehen Sie also offen damit um, wenn Sie mal nicht weiter wissen oder einfach eine Pause brauchen. Je klarer Sie sich in solchen Fällen ausdrücken, desto besser ist das für das Verhältnis zu Ihrem Kind. Denn dann weiß es, woran es ist
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