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So kommunizieren Sie richtig mit Ihrem pubertierenden Kind

Es ist eine paradoxe Situation: Oft bemühen sich Eltern mit ihrem Kind, gerade während der Pubertät, eine partnerschaftliche Beziehung zu pflegen, und versuchen, die Bedürfnisse und Wünsche der Heranwachsenden zu respektieren. Gleichzeitig nehmen aber Kommunikationsstörungen zwischen Eltern und Kindern in der Pubertät stark zu. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den Kontakt zu Ihrem Kind (wieder) herstellen und richtig mit ihm kommunizieren.  

Jan-Uwe Rogge Portrait
Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Fallbeispiel Christian

Hans Holler, Vater von Christian, 12 Jahre, ist – wie er selbst sagt – „ein Erklärungsvater“. „Ich möchte, dass mein Sohn Einsicht zeigt und deshalb abends früher schlafen geht. Nicht, weil ich es sage!“ „Und?“, frage ich. „Er zeigt keine Einsicht und macht, was er will! Ich möchte, dass er um 21 Uhr einschläft. Er braucht viel Schlaf, zehn Stunden, denn er muss um 7 Uhr wieder aufstehen!“ „Und wie sieht nun der abendliche Stress aus?“ Ich bin neugierig. „Na ja, er geht einfach nicht ins Bett. Er fragt: Warum muss ich zehn Stunden schlafen?“ Ich sehe Christian an, er nickt bestätigend: „Stimmt!“ Ich hake bei Christian nach: „Und wie geht’s weiter?“ „Ich frage einfach weiter. Warum muss ich zehn Stunden schlafen?“ Christian grinst mich an. „... und ich Depp antworte geduldig!“, ergänzt ein sichtlich genervter Vater. „Und wie lange reden Sie?“ Ich schaue den Vater neugierig an. „Na, so bis elf, dann schleicht sich Christian entnervt davon. Ohne Einsicht!“ „Um elf? Jeden Tag?“ Christian nickt breit grinsend. „Herr Rogge, und so schlaf ich jeden Tag nur acht Stunden!“

Das Fallbeispiel zeigt: Heranwachsende wissen zu unterscheiden, ob man sie ständig manipulieren will oder ob man ihnen Zeit lässt, sich mit den Überzeugungen ihrer Eltern auseinanderzusetzen. Christian beschäftigt seinen Vater so lange mit überflüssigen Erklärungen, bis er sein Ziel erreicht hat. Besser wäre hier, der Vater würde seinem Sohn eindeutig mitteilen, wann er schlafen gehen soll, und ihm dann Zeit lassen, diese Anweisung für sich anzunehmen. Hin und wieder ist Ihr  Kind nämlich auch für solche klaren Anweisungen dankbar, wenn ihm dabei nicht der Wille gebrochen wird oder Befehle aufgezwungen werden.

Unterlassen Sie „Verhöre“
Das „Verhör“ ist leider eine häufige Gesprächsvariante zwischen Eltern und heranwachsendem Kind. Hier ein Ausschnitt aus einem solchen Gespräch:

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