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Jugendliche vor der Alkoholgefahr in der Pubertät schützen
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Pubertärer Leichtsinn: Wie schütze ich mein Kind vor Alkohol?

Spätestens wenn Ihr Kind in die Pubertät kommt, wird es mit dem Thema „Alkohol“ konfrontiert. Doch wie Ihr Kind nun mit der neuen „Verlockung“ umgeht, ob es Nein sagen kann oder zum „Komasäufer“ wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.  

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Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Pubertierende und Alkohol: So schützen Sie Ihr Kind!

So verhalten Sie sich richtig Folgende Grundsätze sollten Sie als Eltern beherzigen:

  • Verzichten Sie auf Schuldzuweisungen als Präventionsmaßnahme. Verallgemeinerungen und Übertreibungen machen hilflos, schaffen Blockaden und schädigen die Beziehung zu Ihrem Kind. Die Auseinandersetzung mit Drogen ist ein lebenslanger Prozess.
  • Begleiten Sie den gesetzlich erlaubten Weg des Alkoholkonsum. Spätestens ab dem 16. Lebensjahr erreichen Sie durch ein völliges Verbot oft das Gegenteil. Üben Sie mit Ihrem Kind besser den bewussten Umgang mit Alkohol.
  • Stellen Sie Regeln auf und setzen Sie Grenzen, um Ihr Kind vor Alkohol zu schützen. Gesetze unterstützen Ihre Erziehungsarbeit, Sie ersetzen Sie allerdings nicht. Ihr Kind muss wissen, wie häufig und in welchem Umfang Sie den Alkoholkonsum Ihres Kindes billigen bzw. welche Konsequenzen es zu erwarten hat, wenn es diese Grenzen missachtet.
  • Seien Sie Vorbild. Was kann Ihr Kind von Ihnen lernen? Wann trinken Sie Alkohol? Zu besonderen Anlässen, regelmäßig jeden Abend, als Seelentröster?
  • Schicken Sie Ihr Kind nicht los, um Alkohol zu kaufen. Die Hemmschwelle, auch Alkohol für den eigenen Bedarf zu kaufen, sinkt.
  • Melden Sie Läden, die Alkohol an Minderjährige abgeben. Signalisieren Sie Ihrem Kind auf diese Weise Ihr Verantwortungsbewusstsein und dass echte Gefahren mit zu frühem Alkoholkonsum verbunden sind.
  • Lassen Sie Ihr Kind an Projekten teilnehmen, die über die Gefahren von Alkohol informieren. Je früher es durch solche Präventionsmaßnahmen über die Gefahren con Alkohol aufgeklärt wird, umso besser.
  • Kontaktieren Sie eine Beratungsstelle. Wenn Ihr Kind in der Pubertät häufig an regelrechten Besäufnissen teilnimmt oder regelmäßig Alkohol trinkt, um Stress abzubauen, sollten Sie eine solche Beratungsstelle anrufen oder aufsuchen.

Präventionsmaßnahme: Stärken Sie die Persönlichkeit Ihres heranwachsenden Kindes!

Das ist meiner Meinung nach die beste Form der Suchtprävention. Dazu gehört unbedingt …

  • Ihre elterliche Präsenz und Anteilnahme an der Entwicklung Ihres jugendlichen Kindes. Nicht selten erleben Polizisten und Mitarbeiter des Jugendamtes, dass Vater und Mutter nicht anwesend sind, wenn der volltrunkene Jugendliche zu Hause abgegeben wird. Oder sie sind nicht erreichbar, wenn das Klinikpersonal bei den Eltern anruft. Erzieherische und emotionale Gleichgültigkeit können die Flucht in den Alkoholkonsum verstärken.
  • Ihre Erziehung zu einem produktiven Umgang mit Frust und Krisen. So werden Eigenaktivitäten an die Stelle des Konsums gesetzt, und so stärken Sie die Konfliktfähigkeit. Ihr Kind kann dann Nein sagen, wenn es unter Gruppendruck gerät.

Und noch ein letzter Tipp: Ein ernstes Gespräch über Alkohol können Sie auch an eine dem Jugendlichen vertraute Person delegieren.

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Kommentare zu "Pubertärer Leichtsinn: Wie schütze ich mein Kind vor Alkohol?"
  • Sascha schreibt am 26.07.2013

    Die oben erwähnte Seite ist gut (http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/kinder-jugendliche-und-alkohol-die-rolle-der-eltern/) da wird unterschieden nach Alter der Kinder. Rauschtrinken ist ja Gott sei Dank nicht mehr so "in". Problematisch ist, (tut mir leid, wenn ich das so sagen muss)dass durch die Öffnung der Grenzen in Europa ziemlich viele schlechte Beispiele und falsche Vorbilder in den Stadtparks, Innenstädten, auf Kinderspielplätzen, etc.herumsitzen (nein nein NATÜRLICH gibt es auch jede Menge betrunkene Deutsche die nicht als Vorbild taugen! Ich meine lediglich, dass es unter anderem aus diesem besagten Grund einfach immer schlimmer wird).
  • Jammy schreibt am 27.06.2013

    oh mann.... jetzt sehe ich gerade dass die seite schon vorgeschlagen wurde :-( bestimmt gibt es noch wirklich wirklich gute weitere seiten. ich bin nur gerade zu faul weitere hier zu posten. im kopf hab ich die adressen nämlich leider nicht. wie dem auch sei - DANKE für den artikel hier!!

    J
  • Svenja schreibt am 12.03.2013

    die bzga hat diesbezüglich noch zwei gute seiten im netz, die noch einiges an tipps haben. schlussendlich gl... nein bin ich mir sicher, dass es nicht DIE lösung gibt (leider):

    www.null-alkohol-voll-power.de &
    www.kenn-dein-limit.de
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