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Lernen trotz Pubertät
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Wie viel Lernen ist in der Pubertät sinnvoll?

Spätestens wenn die Noten schlechter werden, fragen sich viele Eltern, ob ihr Teenager zusätzlich zum Lernen in der Schule nicht auch zu Hause noch mehr büffeln sollte – und vor allem wie viel Lernen sinnvoll ist? Dennoch gibt es gerade in der Pubertät keine einfache Antwort darauf. Mit dem folgenden Artikel wollen wir Ihnen einige gedankliche Anregungen vorstellen, wo ein vernünftiges Maß an zusätzlichem Lernen beginnt. 

Expertenrat von 

Das "klassische“ Gymnasium übt auf Pubertierende weniger Druck beim Lernen aus!

Nicht ohne Grund kehren einige Bundesländer auf Druck der Eltern wieder von G8 zu G9 zurück. Der vermehrte Nachmittagsunterricht in der Mittelstufe, bis zu drei Fremdsprachen, dazu viele Tests und Klassenarbeiten etc. überfordern nicht nur die meisten Jugendlichen in der Pubertät, sondern führen auch dazu, dass sich nachmittags, abends und am Wochenende das ganze Familienleben oft nur noch um die Schule dreht. Trotzdem: Dass Mittelstufenschüler zusätzlich zu Hause ihre Haus- und andere Lernaufgaben erledigen, wird von diesen Schulen selbstverständlich erwartet. Doch auch hier ist hinsichtlich Lernaufwand und Arbeitsumfang ein kritischer Blick angebracht:

  • Zur Orientierung: Schüler der Klassen 5 und 6 sollten nicht mehr als 90 Minuten, Schüler der Klassen 7 bis 10 nicht mehr als 120 Minuten Hausaufgaben für einen einzelnen Tag machen. An Tagen mit Nachmittagsunterricht sollten keine Aufgaben für den darauffolgenden Tag erteilt werden. Von Freitag auf Montag dürfen Hausaufgaben gegeben werden, wenn Freitag kein Nachmittagsunterricht und am Samstag keine Schule ist.
  • Überschreitet Ihr Kind regelmäßig diese Zeiten, und muss es dann zusätzlich auch noch viel z. B. für Tests, Referate etc. arbeiten, dann ist das eindeutig zu viel. Überlegen Sie – zusammen mit Ihrem Kind - woran das liegen könnte: Trödelt Ihr Kind, hat es Konzentrationsprobleme (z. B. weil es oft zu laut ist), passt es im Unterricht nicht auf?
  • Trifft das alles nicht zu, erkundigen Sie sich bei anderen Eltern der Klasse, ob deren Kinder ähnlich lange Hausaufgaben machen. Ist das der Fall, sollten Sie unbedingt ein Gespräch mit den zuständigen Lehrern suchen. Oft sind zu viele Hausaufgaben nicht „böse“ gemeint, die Kollegen können aber manchmal untereinander nicht abschätzen, wer wie viel aufgegeben hat bzw. wie lange Schüler für die einzelnen Aufgaben brauchen. Ihre ehrliche Rückmeldung – am besten von vielen Eltern der Klasse – ist hier also wichtig.
  • Ähnliches gilt für das zusätzliche Lernen: Der wesentliche Teil der Lerninhalte eines Fachs sollte in der Schule und nicht zu Hause erarbeitet werden. Spüren Sie hier ein Ungleichgewicht, suchen Sie das Gespräch mit anderen Eltern und den Lehrern.

Zwischen diesen beiden extremen Beispielen – Ganztagsschule und verkürztes Gymnasium – gibt es natürlich viele Varianten. Wenn Sie unsicher sind, welchen zusätzlichen Lernaufwand die Schule von Ihrem Kind erwartet, erkundigen Sie sich am besten direkt bei den Lehrern.

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