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Hilfe, mein Kind lügt!

Warum Kinder lügen

Wenn ein kleines Kind lügt und offensichtliche Lügen erzählt, nimmt ihm das niemand übel. Bei Schulkindern sieht das schon anders aus, und die Ursachen für Lügen können unterschiedlicher Natur sein. Lesen Sie, warum Kinder lügen und wie Sie darauf richtig reagieren. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Ungefähr mit Eintritt der Schulreife, also mit sechs bis sieben Jahren, können Kinder unterscheiden, wann Lügen in Ordnung und wann sie unangemessen sind. Eine familiäre Atmosphäre des Vertrauens ist dabei die wichtigste Grundlage für Offenheit und Ehrlichkeit und verhindert, dass Ihr Kind lügt. Wenn sich Ihr Kind vorbehaltlos geliebt fühlt, dann kann es auch Fehler eingestehen und hat keine Ursache für Lügen. Das gilt ebenso für den Umgang mit Freunden und Lehrkräften. Lügt Ihr Kind immer wieder, geschieht das meist ganz bewusst. Es kann also ganz verschiedene Ursachen haben, warum Kinder lügen. Angst vor Strafe oder der Wunsch nach Anerkennung stehen beim Lügen an erster Stelle.

Ursachen für Lügen: Kinder wollen ehrlich sein

Die Wahrheit ist Kindern wichtig, trotzdem kommen sie immer wieder in Situationen, wo sie lügen. Grund dafür ist, dass sie meistens über die Folgen des Lügens nicht nachdenken und nur die direkte Reaktion sehen: Wenn ich die schlechte Note verheimliche, bekomme ich keinen Ärger. Langfristig ist dieses Verhalten keine Lösung des Problems. Doch das Verständnis von Ehrlichkeit und den Umgang mit der Wahrheit müssen Kinder erst einmal lernen.

Kind lügt: So lernt es, ehrlich zu sein

Je öfter Kinder positive Reaktionen auf ihre eigene Ehrlichkeit und Offenheit und nicht auf ihr Lügen erleben, desto eher hören sie mit dem Lügen auf. Tatsache ist: Ältere Kinder fühlen sich in der Regel sehr unwohl beim Lügen. Sie haben schnell ein schlechtes Gewissen und möchten statt dem Lügen lieber ehrlich sein. Voraussetzung ist eine Atmosphäre des Vertrauens in der Familie. Kinder brauchen das Gefühl, ohne Vorbehalt geliebt zu werden – besonders wenn ihnen etwas misslungen ist oder sie etwas ausgefressen haben. So haben sie keine Ursache für Lügen und sind ehrlicher. 

5 Ursachen für Lügen

1. Lügen aus Angst vor Strafe

Obwohl es in den meisten Familien heutzutage für kleine Vergehen wie einen zerbrochenen Teller, verschwiegene Hausaufgaben oder unerlaubtes Fernsehen kaum noch Strafen gibt, trauen sich trotzdem viele Kinder nicht, ihre Tat zuzugeben und Lügen deshalb. Weil sie sich der elterlichen Reaktion nicht sicher sind, verheimlichen sie durch Lügen lieber ihre Tat oder schieben die Schuld, aus Angst vor Konsequenzen, auf andere. Diese Furcht, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen, haben sie nicht nur zu Hause, sondern auch bei Freunden und Bekannten und lügen deshalb auch dort. Ihre Lügen sind jedoch meist schnell durchschaubar, denn die Kinder verlieren leicht den Überblick und verstricken sich in ein Geflecht aus Lügen, aus dem sie bald keinen Ausweg mehr finden.

Das können Sie tun:

Helfen Sie Ihrem Kind, die Wahrheit zuzugeben, indem Sie Verständnis zeigen und es nicht gleich bestrafen, so können Sie das Lügen in Zukunft verhindern. Reagieren Sie anders, als Ihr Kind erwartet, und nehmen Sie ihm vor künftigen Fehlern die Angst. Geht es nicht ohne Strafe, so sind logische Konsequenzen für Kinder am besten nachzuvollziehen und wirken dem Lügen entgegen. Lassen Sie sich das Hausaufgabenheft täglich zeigen, reduzieren Sie für eine Weile die Fernsehzeit oder behalten Sie für den zerbrochenen Teller ein wenig Taschengeld ein.

2. Lügen aus Angeberei und dem Wunsch nach Anerkennung

Ein wenig Fantasie ist ganz in Ordnung, aber wenn Kinder ständig übertreiben und die wildesten Märchen erzählen, sollten sie aufhorchen. Häufig ist ein schwaches Selbstbewusstsein der Grund für die erfundenen Geschichten. Wenn die Mama zum Shoppen nach New York verfrachtet wird, der Papa angeblich einen Rolls Royce fährt oder als Haustier ein Löwe herhalten muss, buhlen Kinder meistens um die Anerkennung anderer. Diese Hirngespinste werden jedoch schnell durchschaut, und das Kind gibt sich umso mehr der Lächerlichkeit preis.

Das können Sie tun:

Heben Sie die Stärken und Talente Ihres Kindes häufiger hervor und verhelfen Sie ihm zu Erfolgserlebnissen. Das gelingt gut durch ein Hobby, in dem Ihr Kind seine Fähigkeiten zeigen kann und Erfolgserlebnisse hat. Fühlt ein Kind sich stark und selbstbewusst, braucht es auch keine Lügengeschichten mehr zu erfinden.

3. Lügen aus Überforderung

Für einige Kinder sind die Anforderungen des Alltags und der Schule zu hoch, sodass sie sich in Traumwelten und Ausreden flüchten. Sie behaupten dann, ihre Aufgaben bereits erledigt zu haben, das Zimmer schon aufgeräumt und die Katze schon gefüttert zu haben, obwohl nichts davon stimmt. Lieber liegen sie verträumt auf dem Bett, hören Musik oder kleben am Fernseher fest, als sich um ihre „anstrengenden“ Aufgaben zu kümmern. Häufig benutzen sie auch Lügen, um Konflikten oder Streitereien aus dem Weg zu gehen. Solche Kinder lügen nicht bewusst oder aus böser Absicht, sondern wählen aus Überforderung den leichteren Weg. Sie sind ohne Hilfe einfach nicht in der Lage, sich mit der Wahrheit auseinander zu setzen.

Das können Sie tun:

Fragen Sie sensibel und verständnisvoll nach, warum Ihr Kind bestimmte Aufgaben nicht erledigt und lieber zu einer Lüge greift. Braucht es Ihre Hilfe oder einfach mehr Zeit für sich? Geben Sie Ihrem Kind mehr Freiraum und beschränken Sie die Anforderungen auf das Nötigste. Es braucht längere Ruhephasen als andere und mehr Zeit für seine Entwicklung zur Selbstständigkeit – dann sollte das Lügen aufhören.

4. Lügen aus Höflichkeit und Rücksichtnahme (Notlügen)

Notlügen wenden alle Menschen nahezu täglich an, und Kinder bekommen das natürlich mit. Umso wichtiger ist es, dass sie begreifen, wann eine Unwahrheit aus Höflichkeit angebracht ist und wann nicht. Signalisiert Ihr Sohn also Freude über das Geschenk seines Großvaters, obwohl er Eisenbahnen überhaupt nicht interessant findet, sollten Sie mit ihm über seine Notlüge sprechen. Zeigen Sie ihm, dass die Lüge durchschaut und akzeptiert ist.

Das können Sie tun:

Lassen Sie Ihr Kind bei Notlügen gewähren, denn in seinem späteren Leben braucht es diese auch. Da ist es gut, wenn es früh damit umzugehen lernt.

5. Lügen aus Scham

Schamlügen sind fast schon Heldenlügen, denn ihnen liegt die Absicht zu Grunde, den Belogenen nicht enttäuschen zu wollen. Die Kinder wollen ihre Eltern schützen und daher keine Fehler eingestehen. Ihr eigenes Versagen, zum Beispiel in der Schule, ist für sie so eine große Belastung, dass sie ihren Eltern diese Scham nicht antun wollen und lieber schwindeln. Das passiert bei schlechten Noten in Klassenarbeiten, einer misslungenen Bastelhausaufgabe, bei der Mama geholfen hat, oder auch wenn Elternabende verschwiegen werden, weil es um ihr Fehlverhalten in der Klasse gehen könnte.

Das können Sie tun:

Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Fehler normal sind und bei allen Menschen vorkommen. Suchen Sie anschauliche Beispiele: Papa hat früher immer verschwiegen, dass sein Vater auf der Mülldeponie beschäftigt war, weil er sich geschämt hat. Später stellte sich heraus, dass die Klasse die Arbeit so interessant fand, dass ein Klassenausflug dorthin organisiert wurde.

10 Tipps für den richtigen Umgang mit Lügen

  1. Eltern haben Vorbildfunktion. Überlegen Sie, wie Ihr eigenes Verhalten in Bezug auf das Lügen aussieht. Bemühen Sie sich um Ehrlichkeit und Offenheit und lügen Sie Ihr Kind nicht an.  Das gilt auch bei peinlichen Fragen und schmerzhaften Wahrheiten.
  2. Helfen Sie Ihrem Kind, Alternativen zur Lüge zu finden. Wie kann es in einer ähnlichen Situation ohne Lüge bestehen?
  3. Bestrafen Sie Lügen nicht zu hart. Zieht das Verhalten Ihres Kindes Konsequenzen nach sich, begründen Sie diese.
  4. Beschämen Sie Ihr Kind nicht durch das strikte Einfordern von Schuldgeständnissen. Geben Sie ihm die Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren.
  5. Leugnet Ihr Kind einen offensichtlichen Punkt hartnäckig, lassen Sie sich erzählen, vor was Ihr Kind sich fürchtet, wenn die Sache ans Licht käme. Diese Angst können Sie ihm dann durch entsprechende Unterstützung nehmen.
  6. Behandeln Sie Ihr Kind gerecht und stellen Sie ihm keine Falle. Es ist immer geschickter, das Thema direkt anzusprechen.
  7. Ist die Situation für Ihr Kind völlig verfahren, schaffen Sie die Sache gemeinsam aus der Welt. Ihr Kind lernt so Lösungswege kennen und dass es mit der Wahrheit weiter kommt als mit einer Lüge.
  8. Blamieren Sie Ihr Kind nicht vor anderen, indem Sie seine Lüge bloßstellen. Klären Sie die Situation unter vier Augen.
  9. Belohnen und loben Sie Ihr Kind häufiger, wenn es mutig die Wahrheit sagt.
  10. Haben Sie selbst einmal geschwindelt, müssen Sie Ihrem Kind erklären, warum. Es soll verstehen, dass Lügen vorkommen können, aber nicht in Ordnung sind.

Moralisch weiterentwickelt

Eine Studie aus Wien untersuchte 1920 das Verhalten von Kindern beim Lügen. Demnach hielt ein Viertel der Kinder Lügen zur Verheimlichung von Schäden für gerechtfertigt. Das hat sich im Laufe der Zeit stark verändert: Das Unrechtsbewusstsein ist gewachsen. Insgesamt gibt es die Tendenz, dass die heutigen Kinder bessere und moralischere Gründe dafür anführen, wann eine Lüge vertretbar ist. Früher standen bei den Lügen das Vertuschen von Naschhaftigkeit (unerlaubt Süßigkeiten nehmen) und die Nichterfüllung häuslicher Pflichten an erster Stelle – diese Gründe sind mittlerweile fast bedeutungslos. Trotzdem lügen Kinder heute noch genauso viel oder wenig wie vor 80 Jahren.

Dauerlügen

Lügt Ihr Kind immer wieder, versuchen Sie der Sache mit Hilfe von Freunden oder auch Fachleuten auf den Grund zu gehen. Wiederholtes Lügen in erheblichem Umfang offenbart ein tiefes Misstrauen des Kindes in seine Umwelt. Manche Kinder lügen, um sich vor Schmerzen zu schützen (bei Gewalt) oder um das Vertrauen der Belogenen zu testen. Wird die „schlimme“ Lüge geglaubt, dann traut sich das Kind, auch die Wahrheit zu erzählen.

Mein Tipp
Lügen sollten Sie nicht dramatisieren, denn in gewissem Umfang ist Schummeln normal, weil alle es hin und wieder tun. Tun Sie deshalb Ihrem Kind gegenüber nicht, als wäre es das Schlimmste auf der Welt. So erreichen Sie mit der Zeit, dass Ihr Kind Ihnen vertraut und auch in schwierigen Situationen mit der Wahrheit herausrückt. Dieser Lernprozess kann bis in die Pubertät hinein anhalten.

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Kommentare zu "Hilfe, mein Kind lügt!"

  • DerDa schreibt am 08.12.2015

    Auch wenn manche es ungern wahrhaben möchten, so ist das Thema Lügen doch weit komplexer als es in diesem Artikel dargestellt.
    Hier werden ja einige Sachen in den Kommentaren genannt, leider möchte wohl von Seiten der Redaktion kein "Dialog" mit den Lesern geführt werden.

    Ich selbst erlebe es gerade bei meiner fast 7 Jahre alten Tochter.
    Diese ist jetzt schon fast das was man wohl eine notorische Dauerlügnerin nennen könnte.
    Dabei bringt mich allerdings dieses Schubladendenken, mit seinen "Schubladenlösungen" nicht weiter...
    Sie lügt aus wesentlich mehr (Nicht-)Gründen und wesentlich vielschichtiger, als es hier dargestellt wird.

    Da wird hier gelogen um der Schwester eins reinzuwürgen, da um sich zu profilieren (und ggf. eine Belohnung zu bekommen), dort wird mal gelogen weil man einfach mal sehen will wie der/die Andere reagiert - völlig Grundlos und bei absoluten Unwichtigkeiten.

    Ganz vorne im Trend liegt im Moment das Lügen um keine Strafe zu bekommen.
    Der Witz dabei ist das es bei uns keine Strafen im eigentlichen Sinne gibt.
    Das höchste der Gefühle waren bisher 5-10 Minuten mit dem Teddy in der "Motzecke" um sich abzureagieren.

    Ich erkläre dem Kind bei Fehltritten warum ich das nicht gut finde bzw. was mir daran nicht gepasst hat und sage ihr wie es "besser" geht (soweit zutreffend und/oder möglich). Hierbei rede ich mir seit Monaten den Mund fusselig und das Kind lügt mich dabei bzw. davor oder danach fröhlich an.

    Die Folge?
    Das Kind scheint mich immer mehr für einen labernden Tollkopf zu halten, bei dem es keinerlei Konsequenzen gibt und den man nach Strich und Faden für dumm verkaufen kann.

    Ist eine Lüge aufgedeckt und das Kind sieht (wie es hier ja als Wunderheilmittel propagiert wird) das es hierfür keinen Ärger gibt und man fragt ob etwas ähnliches bzw. zusammenhängendes passiert sei, wird mit Unschuldsmiene die nächste Lüge ausgepackt und sich gefreut das man voerst nur bei der einen Lüge erwischt wurde.
  • Andrea schreibt am 18.08.2015

    Was man aber niemals tun sollte, ist seine Kinder aufgeben. Man bleibt immer Eltern, uch wenn eure Kinder 30 sind.
    Das irgendwann uch mal das größte Verständniss flöten geht ist normal, aber die Liebe muss und sollte bleiben. Kinder suchen sich auch ihre Eltern nicht aus. Ick für mich habe die Erfahrung gemacht, dass auch Abstand beiden gut tut und man wieder weiß was man aneinander hat. Ne Woche bei der Oma, der Tante oder so bietet da ne gute Alternative, dass beide zu Ruhe kommen und mal abschalten.
  • Andrea schreibt am 18.08.2015

    Ich habe 2Kinder. Eins ist 10, das andere 13!
    Meine Tochter (13) is ein richtig harter Fall. Da fing es schon mit 8 Jahren an, von Bäcker um de Ecke zurück und kein WechselGeld. Unterschlagen. Dann mit 10 das erste mal mich beklaut. Sie wurde erwischt und erst als ick den 20iger rausholte aus ihrem Versteck, war sie geständig. Sie ist bei Whatsapp und mailt mit 19jährigen, da ick da auch bin habe ich's ihr untersagt und ihr erklärt was da alles passieren kann. Ordentlich im ruhigen Ton. Sie geht raus wann sie lustig is, ohne sie zu verabschieden. Beklaut ihre Freundin auf ner Geburtstagsfeier, wo ick ne Anzeige der Mutter verhindern konnte. Bleibt einfach länger draußen wie sie darf, wobei ick immer sagte, sie soll sich dann immer via Handy melden wo sie ist. Schläft bei anderen Leuten wie ausgemacht. Beklaut ihren Bruder. Ick verstecke seit Jahren meine Geldbörse vor ihr. Und jetzt bin ick nachts los sie suchen, weil sie halb zehn noch nicht da war, mit 13wohl gemerkt.
    Ick frage sie immer,warum?
    Sie kann es nie wirklich begründen.
    Rede mit ihr und habe viel Verständniss für sie, ick war auch mal jung und Dummheiten haben wir alle gemacht.
    Aber egal wie oft, lange und ruhig ick mit ihr rede und mit ihr weine aus Hilflosigkeit. Es kommt wieder was. Sie grenzt mich total aus, will nichts hören und ich sehe nur wie gelangweilt sie ist, habe inzwischen uch keene 2Stunden mehr auf sie eingeredet, sondern es auf's nötigste beschränkt. Bin nie sauer, bin nur enttäuscht. Weil ick ihr egal bin, zumindest benimmt sie sich so. Wir leben aneinander vorbei. Jedes Kind muss seine Flügel ausbreiten. Und das soll und darf sie auch, aber dann muss Verlass sein auf sie. Sie belügt ja auch ihre Oma und fragt nicht wegen übernachten sondern lügt und sagt sie schläft bei Oma! Sie soll in Therapie, weil ick denke sie kann mit mir einfach nicht reden. Obwohl ick sie wirklich verstehe in vielen Sachen, aber sie soll ehrlich fragen, mehr will ick nicht. Von 100 mal fragen, bekommt sie 99 mal ja. Ein eventuelles nein kann sie nicht akzeptieren. Ick nehme sie von mir aus oft in den Arm. Ick suche von mir aus oft ihre Nähe, biete ihr immer an mit mir über alles zu reden. LiebesKummer etc.
    Sie blockt aber und redet nur über andere. Ganz selten mal von sich. Sie lügt halt so selbstverständlich, wie andre atmen. Nur blöd das ick sie immer durchschaue und es ihr immer ansehe. Sie bereut nur erwischt worden zu sein, aber ihre Taten nicht. Denn sie lügt schnell wieder. Sie ist mir sehr, sehr wichtig. Möchte nur nicht, dass sie so weitermacht und wir mit 16 bei der Polizei stehen oder ick mit ihnen sie nachts suchen muss.
  • VaterVomSohn schreibt am 17.06.2015

    Das Thema Lügen ist gerade bei uns aktuell. Mein Sohn (11) hat die letzten 6 Jahre bei seiner Mutter gelebt und dort waren Lügen eine Art Überlebungstaktik, um Ärger und Streit aus dem Weg zu gehen. Leider hat sich das mitlerweile so verfestigt, dass die Märchen schon zur Normalität geworden sind und so haben wir, meine Frau und ich als sein Vater, Probleme damit. Dabei sind Märchen teilweise so ausgefeilt, dass es nicht immer einfach ist sie als solche zu entlarven. Erst gestern gab es wieder mit ihm Diskussionen wegen einem Informationsblatt aus der Schule, was er sehr abenteuerlich erzählte wieso er es nicht hatte und einer schlechten Note im Englischtest, die er mir verschwiegen hatte. Wir haben bestimmt eine ganze Stunde dabei verbracht mit ihm darüber zu reden. Über die Enttäuschung, dass man angelogen wird, die Wichtigkeit, dass man glaubwürdig ist und die Auswirkungen von Lügen.

    Ich denke, dass er noch einige Zeit brauchen wird bis er richtig erkennen kann wie falsch das ist und das Gespräch von gestern wird nicht das Letzte darüber gewesen sein. Als wir ihm Stück für Stück seine Märchen aufgedeckt und zerlegt haben, merkte er, dass es keinen Sinn mehr machte an dem Märchen weiterzumachen. Und so kam die Wahrheit an das Tageslicht. Auf die Frage wieso er die schlechte Note verheimlicht hat antwortete er, dass er in letzter Zeit viel gelobt wurde und das mit der schlechten Note nicht kaputt machen wollte. Ich kann es verstehen. Dennoch muss er bei der Wahrheit bleiben, denn bei all den guten Noten ist die eine schlechte Note nicht so schlimm wie er denkt, wie wir das denken könnten. Habe ihn bestärkt solche Sachen ehrlich zu sagen und ihm verständlich gemacht, dass wir nicht sauer auf die schlechte Note sind sondern sauer darüber sind, dass er uns belogen hat.

    Ich muss sagen, dass ich meine Ex und ihren Macker erwürgen könnte, denn dort hat er sich das Lügern erst angeeignet. Ja, das klingt jetzt wieder klischeehaft. Der Ex mault über seine Ex, müsste man meinen. Das ist aber nicht das Problem. Viel mehr die Tatsache, dass Sohnemann drüben ein recht schweres Leben hatte und sich für alles ständig rechtfertigen musste. Ein "habe ich vergessen" galt dort nicht auch wenn es die Wahrheit war. Und so entwickelte er Taktiken den Ärger möglichst klein zu halten. Es bestand aus Anhören des Vorwurfs, Analyse, Abschätzung der möglichen Konsequenzen und Auswahl einer Antwort, die zufriedenstellend war, um die Konsequenzen möglichst zu minimieren. Genau die Muster erkenne ich hier wieder und wieder.

    Und darum sage ich jetzt:

    Liebe Eltern,

    bitte achten Sie darauf, dass Sie nicht so viel Druck aufbauen, dass Ihr Kind genötigt ist Ausreden zu entwickeln. Geben sie ihm/ihr die Möglichkeit die Wahrheit sagen zu können ohne gleich ein Theater loszutreten. Ehrlich zu sein muss sich lohnen. Davon profitieren Sie beide: Sie und Ihr Kind. Genau das bringe ich gerade meinem Sohn bei.

    Danke und Gruß
    VaterVomSohn
  • Theresa schreibt am 04.11.2013

    'Am besten Sie machen eine Deutschkurs. Ihr unkonmtolliertes Durcheinander mit 1000 Rechtschreibfehleren irritiert. wie wollen Sie so ihrem Kind helfen?
  • Evelin schreibt am 21.03.2013

    Liebe Silvia
    Mir Fällt auf dass Du schreibst sie ist leider noch so dumm .....und dass du sie auf ihren Wunsch hin zu euch genommen hast und das der Vater sie total aufgegeben hat. Ich kenne die weiteren Umstaende nicht bei euch aber ich kann mich leider noch sehr gut an meine damalige Situation mit meiner Stiefmutter erinnern. Geht es bei euchnicht eher ums Thema bedingungslose Liebe ? Versucht sie wirklich vorbehaltlos zu lieben !!! Im grunde ist es doch wirklich egal ob sie schwimmen oder eislaufen war. Du merkst das ja also hast du ja ein Super gutes Gespür was stimmt und was nicht. Da würde ich nicht darauf eingehen und es zu einem solchen Thema werden lassen. Versucht aber unbedingt euch zu entlasten damit ihr wieder Energie habt und sie nicht aufgebt.
  • Silvia schreibt am 13.02.2013

    Ich habe eine Stieftochter mit 12Jahren bei der an der tagesordnung Lügen steht.
    Auf Ihren Wunsch hin haben wir sie vor 4 jahren zu uns genommen.
    Es funktionierte total gut doch sie ist ein notorische Lügnerin.
    Lügen was keinen Sinn ergeben warum und wieso. Sie geht sogar so weit wenn die Wahrheit ans Tageslicht kommt das sie andere Personen schlecht da stehen lässt obwohl sie weiß das sie Lügt.
    Wir wissen nicht mehr weiter. wir waren auch schon bei einer Psychologien jedoch auch diese kann nicht verstehen warum und wieso sie lügt. Sie weiß aber genau wenn sie die Wahrheit sagt das es weniger Konsitquenzen gibt als wenn sie lügt. ihr ist es egal sie ist 12 jahre und lügt dir ins gesicht ohne das sie dabei rot wird oder verlegen nichts wirklich nichts. sie ist leider noch so dumm wenn man nachfragt das sie immer wieder etwas anders erzählt und dann kommt man auf die Lügen.
    Ich als Stiefmutter verzweifelt wirklich schon, das Problem ist das ich mit Ihr nichts mnehr tun möchte. Eine Lügen z.B. Wenn ich frage hast su heute schwimmen oder eislaufen sagt sie immer das was nicht hat. frage ich nach sagt sie ich habe ihr nicht genau zu gehört sie hat mir ja e das richtige gesagt auch wenn noch der vater oder irgend eine person neben ist besteht sie auf das. Eine Lügen warum???? Sie könnte eislaufen gehen sowohl auch schwimmen wir bringen sie auf wunsch sogar dort hin. Hilfe warum ist das so diese Lügen gibt es im tag mit sicherhheit 3 -4 mal im Tag. Lange will und kann ich mit diesen Kind nicht mehr unter einen Dach leben der vater hat sie schon total aufgeben. Er sagt er will sich nicht runieren lassen. Sie zeigt keine besserung an. Vielleicht weiß wer rat???
    Danke
  • Anonym schreibt am 25.03.2012

    Mein Sohn 8,5 Jahre alt hat in letzter Zeit angefangen zu lügen. Ich habe ihm verboten bei facebook sich einzutragen und spiele zu spielen, weil es nicht richtig ist (1.wegen seinem alter, 2. kann es ihm wenn er gross geworden ist peinlich sein was er alles geschrieben hat da nichts gelöscht werden kann. ich habe ihm aber dafür erlaubt andere spiele zu spielen. Obwohl er auch weiss dass ich sehen kann wo er im internet immer ist. hat er sich bei facebook eingetragen und dann als ich das sah und ihn daraufhin fragte sagte er ach was ist das denn das kenne ich nicht, ich war da nicht...daraufhin habe ich ihm gesagt das er mein ganzes vertrauen an ihm zerstört hat. Das sah so aus als das es bei ihm ins linke ohr rein und aus dem rechten ohr wieder rausgegangen ist. und dazu kommt noch dass er angefangen hat über hausaufgaben zu lügen. was soll ich machen, wie soll ich reagieren???Ist es normal in dem alter dass er zu allem nein sagt, langeweile hat zu nichts lust hat??? vielen dank im voraus für ihre hilfe.
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