

So reagieren Sie richtig auf Ihren kleinen Trotzkopf
So reagieren Sie richtig auf Ihren kleinen Trotzkopf
» Erziehungs-Tipps: Die Trotzphase
Kindererziehung ist kein 8-Stunden-Job mit Wochenende und Ferien, sondern zieht sich über die gesamte Entwicklungsphase vom Säugling bis zum volljährigen Jugendlichen hin, manchmal auch noch darüber hinaus. Im Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern gibt es immer wieder mal Phasen, in denen alle an ihre Grenzen stoßen und Wutanfälle bei Kindern an der Tagesordnung sind. Doch ein Trotzkopf ist normal und kein Grund zur Beunruhigung. Oft hilft es, sich bei den Reaktionen auf den Wutanfall des Kindes auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Eltern wissen häufig ganz genau, was die Ursache für den Wutanfall bei Ihrem kleinen Trotzkopf ist. Versuchen Sie also, in einer Trotzphase nicht gleich emotional zu reagieren, sondern schauen Sie erst mal hinter die Reaktion Ihres Kindes beim Wutanfall. Welche Ursache könnte der Wutanfall haben?
- Ist Ihr kleiner Trotzkopf enttäuscht, weil ein Versprechen nicht eingehalten wurde?
- Ist Ihr kleiner Trotzkopf wütend, weil es von einem anderen Kind oder Erwachsenen geärgert wurde?
- Ist Ihr kleiner Trotzkopf gekränkt, weil seine Anstrengungen nicht beachtet wurden?
- Fühlt Ihr kleiner Trotzkopf sich schlecht, weil es kränkelt oder müde und unausgeschlafen ist?
- Ist Ihr kleiner Trotzkopf traurig?
- Hat Ihr kleiner Trotzkopf Angst?
- Möchte Ihr kleiner Trotzkopf herumalbern, obwohl dafür nicht der richtige Zeitpunkt ist?
- Fühlt Ihr kleiner Trotzkopf sich missverstanden und ungeliebt, weil niemand Zeit hat?
- Fühlt Ihr kleiner Trotzkopf sich unter- oder überfordert?
Hinter jeder Reaktion bei einem Wutanfall eines Kindes steckt auch ein Grund, warum es sich gerade jetzt so verhält. In den meisten Fällen gelingt es Eltern ohne große Schwierigkeiten, auf eine Trotzphase Ihres Kindes zu reagieren, wenn Sie sich über die Ursachen des Wutanfalls im Klaren sind. Sie müssen dann entscheiden, ob sie auf die Befindlichkeiten Ihres Kindes eingehen oder eine klare Entscheidung treffen, die dann auch umgesetzt werden muss.
Tief durchatmen und dann genau hinsehen
Vergessen Sie bei den Wutanfällen Ihres Kindes nicht, dass die Gefühle in diesem Alter noch sehr dicht unter der Oberfläche schlummern und immer recht schnell bei einem Wutanfall in der Trotzphase gezeigt werden möchten. Die nötige Distanz, die Sie sich im Laufe vieler Jahre antrainiert haben, ist bei Grundschuldkindern noch nicht vorhanden. Das bedeutet aber auch, dass Reaktionen auf unerwünschte Verhaltensweisen oder Wutanfälle nicht Zeit bis zum nächsten Tag haben. Kinder brauchen eindeutige und schnelle Rückmeldungen, damit sie aus der Abwärtsspirale von Wut, Angst und Frustration ausbrechen können.
Vermeiden Sie ein verbales Gefecht
Auf keinen Fall sollten Sie wütende Beschimpfungen, Anschuldigungen oder Vorwürfe Ihres Kindes mit gleicher Münze bei einem Wutanfall heimzahlen. Obwohl es sicherlich schmerzt, wenn Ihr kleiner Trotzkopf Sie im Eifer des Wutanfalls beschimpft, sollten Sie bei dieser Trotzphase möglichst ruhig und gelassen bleiben. Versuchen Sie unbedingt herauszubekommen, welches Ereignis hinter der Trotzphase steckt. Fragen Sie nach und bleiben Sie bei Ihrem Trotzkopf hartnäckig dabei, bis er sich auf ein ehrliches Gespräch einlässt. Die Reaktionen und verbalen Attacken bei einem Wutanfall Ihres Kindes können ganz unterschiedliche Gründe haben, im Abonnenten-Teil geben wir Ihnen ein paar Beispiele.















