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Kind in der Trotzphase
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Trotzphase: So reagieren Sie richtig auf Ihr trotziges Kleinkind!

Erziehungs-Tipps für Kleinkinder in der Trotzphase

Nicht nur in der typischen Trotzphase von 3 Jahren oder in der Pubertät können Kinder ihre Eltern durch Wutanfälle richtig herausfordern. Lesen Sie hier, wie Sie bei einem Wutanfall mit Ihrem KInd in der Trotzphase richtig umgehen, damit der Familienfrieden erhalten bleibt. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Kindererziehung ist kein 8-Stunden-Job mit Wochenende und Ferien, sondern zieht sich über die gesamte Entwicklungsphase vom Säugling bis zum volljährigen Jugendlichen hin, manchmal auch noch darüber hinaus. Im Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern gibt es immer wieder mal Trotzphasen, in denen alle an ihre Grenzen stoßen und Wutanfälle bei Kindern an der Tagesordnung sind. Doch so eine Trotzphase ist normal und kein Grund zur Beunruhigung. Oft hilft es, sich bei den Reaktionen auf den Wutanfall des Kindes auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Eltern wissen häufig ganz genau, was die Ursache für den Wutanfall bei Ihrem kleinen Trotzkopf ist. Versuchen Sie also, in einer Trotzphase nicht gleich emotional zu reagieren, sondern schauen Sie erst mal hinter die Reaktion Ihres Kindes beim Wutanfall. Welche Ursache könnte der Wutanfall haben?

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  1. Ist Ihr kleiner Trotzkopf enttäuscht, weil ein Versprechen nicht eingehalten wurde?
  2. Ist Ihr kleiner Trotzkopf wütend, weil es von einem anderen Kind oder Erwachsenen geärgert wurde?
  3. Ist Ihr kleiner Trotzkopf gekränkt, weil seine Anstrengungen nicht beachtet wurden?
  4. Fühlt Ihr kleiner Trotzkopf sich schlecht, weil es kränkelt oder müde und unausgeschlafen ist?
  5. Ist Ihr kleiner Trotzkopf traurig?
  6. Hat Ihr kleiner Trotzkopf Angst?
  7. Möchte Ihr kleiner Trotzkopf herumalbern, obwohl dafür nicht der richtige Zeitpunkt ist?
  8. Fühlt Ihr kleiner Trotzkopf sich missverstanden und ungeliebt, weil niemand Zeit hat?
  9. Fühlt Ihr kleiner Trotzkopf sich unter- oder überfordert?

Hinter jeder Reaktion bei einem Wutanfall eines Kindes steckt auch ein Grund, warum es sich gerade jetzt so verhält. In den meisten Fällen gelingt es Eltern ohne große Schwierigkeiten, auf eine Trotzphase Ihres Kindes zu reagieren, wenn Sie sich über die Ursachen des Wutanfalls im Klaren sind. Sie müssen dann entscheiden, ob sie auf die Befindlichkeiten Ihres Kindes eingehen oder eine klare Entscheidung treffen, die dann auch umgesetzt werden muss.

Tipps für die Trotzphase bei Kleinkindern: Tief durchatmen und dann genau hinsehen

Vergessen Sie bei den Wutanfällen Ihres Kindes nicht, dass die Gefühle in diesem Alter noch sehr dicht unter der Oberfläche schlummern und immer recht schnell bei einem Wutanfall in der Trotzphase gezeigt werden möchten. Die nötige Distanz, die Sie sich im Laufe vieler Jahre antrainiert haben, ist bei Grundschuldkindern noch nicht vorhanden. Das bedeutet aber auch, dass Reaktionen auf unerwünschte Verhaltensweisen oder Wutanfälle nicht Zeit bis zum nächsten Tag haben. Kinder brauchen eindeutige und schnelle Rückmeldungen, damit sie aus der Abwärtsspirale von Wut, Angst und Frustration ausbrechen können.

Vermeiden Sie ein verbales Gefecht mit Ihrem trotzigen Kleinkind

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Auf keinen Fall sollten Sie wütende Beschimpfungen, Anschuldigungen oder Vorwürfe Ihres Kindes mit gleicher Münze bei einem Wutanfall heimzahlen. Obwohl es sicherlich schmerzt, wenn Ihr kleiner Trotzkopf Sie im Eifer des Wutanfalls beschimpft, sollten Sie bei dieser Trotzphase möglichst ruhig und gelassen bleiben. Versuchen Sie unbedingt herauszubekommen, welches Ereignis hinter der Trotzphase steckt. Fragen Sie nach und bleiben Sie bei Ihrem Trotzkopf hartnäckig dabei, bis er sich auf ein ehrliches Gespräch einlässt. Die Reaktionen und verbalen Attacken bei einem Wutanfall Ihres Kindes können ganz unterschiedliche Gründe haben, im Abonnenten-Teil geben wir Ihnen ein paar Beispiele.

So reagieren Sie richtig auf ängstliche Kinder

Manchen Kindern fällt es sehr schwer, ihre Ängste offen einzugestehen und die Eltern um Hilfe zu bitten. Viel leichter gelingt es ihnen, sich hinter einer ruppigen Fassade zu verstecken und der Angst einflößenden Situation so aus dem Weg zu gehen. Eltern brauchen in solchen Fällen viel Fingerspitzengefühl, um wirklich zu erkennen, was hinter dem Verhalten ihres Kindes steht. Angst ist nichts Schlimmes, und sie vor den eigenen Eltern einzugestehen, sollten Kinder nicht verlernen. Haken Sie nach, warum Ihrem Kind das nicht gelungen ist. Außerdem sollten Sie den Ursachen der Angst auf die Schliche kommen, damit Ihr Kind sich nicht mehr fürchten muss.

So reagieren Sie richtig auf müde, erschöpfte und kränkelnde Kleinkinder

Wenn Kinder sich aus Müdigkeit oder Erschöpfung in eine Dauerquengelphase hineingesteigert haben, hilft Reden oft nicht mehr weiter. Hier müssen Sie Ihre Erziehungsautorität aufwenden und klare Ansagen machen. Müde und erschöpfte Kinder gehören ohne viele Diskussionen ins Bett, das Einschlafen kann mit leiser Musik, einer Kinderkassette oder einer Gute-Nacht-Geschichte erleichtert werden. Ist es noch nicht Abend, so schaffen Sie Ihrem Kind einen ruhigen Platz auf dem Sofa. Seien Sie liebevoll, aber konsequent, denn in solch einer Situation können Kinder nicht einschätzen, was das Beste für sie ist. Im Falle einer sich ankündigenden Krankheit müssen Sie entscheiden, ob der Besuch beim Kinderarzt bis zum nächsten Tag Zeit hat.

So reagieren Sie richtig auf über- oder unterforderte Kinder in der Trotzphase

Sowohl Langeweile und Eintönigkeit als auch extremer Leistungsdruck oder ständige Überforderung können ein Kind an seine Grenzen bringen. Auch hier ist Ihrem Kind mit ständigem Reden nicht viel geholfen, sondern es muss ein Ausweg aus der belastenden Situation gefunden werden. Stellen Sie durch einfühlsame Fragen erst einmal fest, worunter Ihr Kind besonders leidet. Entscheiden Sie dann je nach Alter des Kindes, was die Situation verbessern könnte. Vielleicht hat es die falschen Freunde, bei denen es sich nicht entfalten kann? Möglicherweise fehlt ihm ein interessantes Hobby? Aber auch anhaltender Schulstress und kontinuierlich schlechte Noten können zu Trotzreaktionen, Wutanfällen oder auch emotionalem Rückzug führen.

Grenzen helfen trotzigen Kleinkindern, sich angemessen zu verhalten

Auch wenn Ihr Kind einen guten Grund hat, sich wütend und trotzig zu verhalten, ist es nicht in Ordnung, andere Menschen zu beschimpfen oder mit Worten zu verletzen. Das lernt Ihr Kind am besten, indem Sie es ihm beibringen. Zeigen Sie also immer deutlich, dass Sie Beschimpfungen und persönliche Angriffe nicht gutheißen. Es ist durchaus in Ordnung, nach dem Abklingen der akuten Krisensituation, von Ihrem Kind eine Entschuldigung für Beleidigungen oder Beschimpfungen zu verlangen. Immerhin geben Sie ja auch Ihre Fehler uneingeschränkt zu – ein gutes Vorbild für angemessenes Verhalten

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