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Ein kleiner Angeber
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Kleine Angeber: Wenn Kinder angeben und prahlen!

Erziehungstipps zum Thema Angeben

Viele Kinder lassen keinen Zweifel daran und wollen gerne ein bisschen angeben: Sie können alles am besten, wissen genau, wie’s geht, sind die Hübschesten oder die Stärksten. Das kann einem als Eltern auch schon mal peinlich sein. Doch keine Sorge: Dieses Verhalten ist ganz normal!  

Expertenrat von 

Schon ab dem Kleinkindalter mit etwa zwei Jahren  bis hin in die Pubertät bemühen sich die Kleinen, Geltung zu erlangen bei den Menschen, die ihnen wichtig sind. Sie möchten geliebt und beachtet, wenn möglich auch bewundert werden. Manchmal tragen sie dabei für unseren Geschmack etwas zu dick auf.

Ein wenig Angeben ist wichtig für das Selbstbewusstsein Ihres Kindes

Kinder lieben es, sich mit Gleichaltrigen zu vergleichen, denn sie wollen etwas darstellen, sich von anderen abheben, aber auch die eigenen Leistungen einschätzen. Zwar tun das auch Erwachsene, doch sind Kinder dabei viel offener und ungenierter. Sätze wie: „Ich hab aber viel mehr Barbies als du!“ oder „Ich kann schneller rennen als du. Wetten, dass ich als Erster da vorne bin?“ sind hierfür ganz typisch. Dass Kinder sich über ein besonders tolles Spielzeug freuen und damit auch gerne ein wenig vor ihren Freunden angeben, ist völlig normal. Allerdings sollte es nicht so weit gehen, dass Freunde schließlich nur noch am Spielzeug oder anderem Besitz gemessen werden!

Das kindliche Streben nach Anerkennung und Geltung hat seinen Sinn. Kinder brauchen Vergleiche, um sich in bestimmten Entwicklungsphasen zu orientieren und ihren Platz innerhalb der Gruppe zu definieren. Gerade wenn sie neu in einer Gruppe sind, etwa im Kindergarten oder später in der Schule, ist es für sie wichtig herauszufinden, wo sie im Gemeinschaftsgefüge stehen. So testen sie ihre Fähigkeiten aus, was ihnen beim Aufbau eines gesunden Selbstwertgefühls hilft. Außerdem wollen sie ihren Aktionsradius in diesem Alter immer mehr erweitern und sich schrittweise von den Eltern ablösen, indem sie sich in einer Gruppe von Gleichaltrigen integrieren.

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Kommentare zu "Kleine Angeber: Wenn Kinder angeben und prahlen!"

  • Linda schreibt am 21.08.2014

    Ich bin froh das ich auf diesen Beitrag gestoßen bin.
    Ich hatte schon Angst das mein Sohn zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und er sich durch das Angeben und Prahlen die Aufmerksamkeit woanders holen möchte. So kann ich wenn es nochmal vorkommt viel lockerer damit umgehen. Danke
  • Anonym schreibt am 08.07.2009

    Wenn einer etwas besser kann, sollten das die anderen auch anerkennen. Und die anderen kann man darin stärken, dass sie etwas anderes besser können. Jeder kann irgendetwas besser als andere, weil jedes Kind und jeder Mensch einzigartig ist.
    Den letzten Punkt von Frau Dr. Schmelz finde ich hervorragend, und ganz besonders wichtig: Dass die Kinder durch eigene Fähigkeiten und Leistungen Selbstbewusstsein bekommen, und nicht durch materielle Dinge! Das ist ganz besonders wichtig in der heutigen Zeit des materiellen Überflusses. - Vielen Dank, Frau Dr. Schmelz!
  • Anonym schreibt am 30.06.2009

    Leider sind es meistens die Eltern der anderen Kinder und auch der Freunde meines Sohnes, die sich damit schwer tun, die Prahlerei als etwas durchaus normales zu verstehen. Sie reagieren oft mit Unverständnis und maßregeln meinen Sohn, wenn er mal wieder der Erste sein möchte oder etwas vermeintlich besser kann als der Freund/die Freundin. Schade! Hier wünsche ich mir doch mehr Verständnis.
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