Die hier vorgestellten Teerezepturen haben sich seit Jahren als Hausmittel in der Kinderheilkunde bewährt. Und das Beste daran ist, dass alle Teemischungen, sofern nichts anderes vermerkt ist, bereits für Säuglinge geeignet sind. Denn gerade für Babys gibt es, abgesehen von homöopathischen Präparaten, Fieberzäpfchen und Antibiotika, nur eine kleine Auswahl geeigneter Arzneimittel.
Hausmittel Tee: Die richtige Aufbewahrung ist wichtig
Lagern Sie Heilkräuter und Teemischungen prinzipiell kühl, dunkel und trocken. Als Vorratsbehälter eignen sich dicht schließende Weißblech-Teedosen oder Gefäße aus Braunglas. Der Apotheker vermerkt auf der Packung ein Verfallsdatum, nach dem der Tee nicht mehr verwendet werden sollte, da der Gehalt an wirksamen Bestandteilen (z. B. Schleimstoffe in Hustentees) mit der Zeit auch bei korrekter Lagerung abnimmt. Sofern Sie keinen trockenen Keller haben, ist das Schlafzimmer meist ein guter Aufbewahrungsort für Medikamente und Heiltees. Wenig geeignet ist hingegen ein Küchenschrank in der Nähe des Herdes, da es dort zu warm und zu feucht ist. Bitte beachten Sie, dass die Behandlung mit den hier vorgestellten Teemischungen den Arztbesuch nicht ersetzen kann. Gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt, wenn die Beschwerden trotz Ihrer Behandlung nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern! Auch bei länger als zwei Tage anhaltendem Fieber ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich, bei Säuglingen am besten schon am ersten Tag zum Arzt!
Welche innerlich anzuwendenden Hausmittel-Tees sind für Kinder nicht geeignet?
Nicht geeignet für Kinder unter zwölf Jahren:
Bärentraubenblätter, Faulbaumrinde, Flohsamen (Indischer Flohsamen = Plantago ovata ist möglich), Kreuzdornbeeren, Lebensbaumtriebspitzen (Thuja), Rhabarberwurzel, Schöllkraut, Sennesblätter bzw. -früchte
Nicht geeignet für Kinder unter vier Jahren: Basilikumkraut, Brunnenkressekraut, Kapuzinerkressekraut, Meerrettichwurzel
Nicht geeignet für Säuglinge: Nachtkerzenöl
Hausmittel richtig anwenden: So geben Sie Ihrem Baby den Tee
Wenn Sie Ihr Baby stillen, können Sie selbst mehrmals täglich eine Tasse des betreffenden Tees trinken (dann mit zwei Teelöffeln Teemischung pro Tasse zubereiten!).Akzeptiert Ihr Kind die Flasche, können Sie die bei der jeweiligen Mischung für Säuglinge angegebene Menge auch pur in der Flasche anbieten. Bekommt Ihr Kind die Flasche, können Sie den Tee pur in einem extra Fläschchen geben (vorzugsweise vor der Flaschenmahlzeit!) oder der Milchflasche beigeben.
Hausmittel richtig zubereiten: Standardzubereitung beim Tee
Überbrühen Sie die bei der jeweiligen Teemischung vorgegebene Menge (z. B. ein Teelöffel der Mischung) mit 250 Milliliter (ml) kochendem Wasser, lassen Sie den Tee fünf Minuten ziehen und seihen Sie ihn dann ab. Sofern eine Teemischung anders zubereitet wird als hier angegeben, ist dies vermerkt.
Bei der Teezubereitung beachten: Lassen Sie Heilpflanzen- Tees immer abgedeckt ziehen (z. B. mit einer Untertasse), damit sich die wertvollen ätherischen Öle nicht verflüchtigen! Lassen Sie den Tee auf Trinktemperatur abkühlen und machen Sie die Wangenprobe (Teegefäß für etwa 20 Sekunden an die eigene Wange halten), bevor Sie Ihrem Säugling das Teefläschchen bzw. Ihrem Kleinkind die Teetasse geben. Am besten ist es natürlich, wenn Sie jede Tasse Tee frisch aufbrühen. Wollen Sie jedoch den Tee für den ganzen Tag im Voraus zubereiten, nehmen Sie das Drei- bis Vierfache der benötigten Menge an Tee und Wasser und füllen den fertigen Tee in eine heiß ausgespülte Thermoskanne.









