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Immunsystem, Baby, Abwehrsystem

Immunsystem stärken von Anfang an

Das Abwehrsystem und wie es funktioniert

Krankwerden gehört zur normalen Entwicklung eines Kindes dazu. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Beitrag. Trotzdem können Sie schon bei Ihrem Baby die Weichen so stellen, dass es mit Infekten besser fertig wird, denn Ihr Baby besitzt bereits ein funktionstüchtiges Immunsystem. 

Expertenrat von 

Wenn Babys auf die Welt kommen, besitzen sie bereits ein funktionstüchtiges Immunsystem mit allen dafür nötigen Komponenten. Was ihren Abwehrkräften allerdings noch fehlt, ist die „Erfahrung“. Die erwerben die Kleinen durch stetes „Training“: mit jedem neuen Infekt.

So funktioniert die Krankheitsabwehr

Das Immunsystem kennt zwei verschiedene Formen der Krankheitsabwehr. Es gibt ein unspezifisches und ein spezifisches Abwehrsystem. Das unspezifische Abwehrsystem reagiert ab der Geburt auf körperfremde Stoffe, richtet sich jedoch nicht gegen eine bestimmte Sorte von Eindringlingen.

Zum unspezifischen Abwehrsystem gehören z. B. Fress- und Killerzellen, die Krankheitserreger in sich aufnehmen und zerstören. Unterstützt werden sie von Botenstoffen, die Immunzellen an den Einsatzort locken, und Enzymen, die antibakteriell wirken. Das unspezifische Abwehrsystem wird aktiviert, sobald Erreger in den Körper eindringen, und schützt den Organismus, bis die spezifische Abwehrreaktion einsetzt. Allerdings kann das unspezifische Abwehrsystem die Eindringlinge nicht immer vollständig vernichten, sodass man trotzdem erkranken kann.

Das spezifische Abwehrsystem besteht aus verschiedenen weißen Blutkörperchen und den von ihnen gebildeten Antikörpern (Immunglobuline). Es richtet sich ganz gezielt gegen einen bestimmten Krankheitserreger, der dadurch auch sehr effektiv bekämpft werden kann. Allerdings setzt die spezifische Abwehrreaktion erst nach einigen Tagen ein – so lange muss die unspezifische Abwehr „die Stellung halten“. Das spezifische Abwehrsystem speichert dafür aber die Merkmale der jeweiligen Eindringlinge: Es ist also das Gedächtnis des Immunsystems. Bei einem erneuten Kontakt mit dem gleichen Erreger wird dieser sofort erkannt, und der Keim wird mit einer ganz spezifischen Abwehrreaktion unschädlich gemacht. Man ist gegen den betreffenden Krankheitserreger immun und wird nicht mehr krank.

Mein Tipp:

Das spezifische Abwehrsystem wird auch bei jeder Impfung stimuliert. So kann Ihr Kind einen Schutz aufbauen, ohne selbst krank zu werden

Am Anfang haben Babys Nestschutz von der Mutter

Weil Babys im Mutterleib im Normalfall noch nicht mit Krankheitserregern in Kontakt kommen, funktioniert bei ihrer Geburt nur das unspezifische Abwehrsystem. Das immunologische Gedächtnis entwickelt sich erst mit der Zeit, wenn Babys mit Keimen in Kontakt kommen. Deshalb sind sie anfällig für Infektionen. Damit Babys in den ersten Lebensmonaten trotzdem einen gewissen Krankheitsschutz haben, bekommen sie Nestschutz von der Mutter. Ab der 32. Schwangerschaftswoche werden aktiv mütterliche Antikörper auf das Ungeborene übertragen.

Diese schützen das Baby in den ersten Lebensmonaten vor Krankheiten, die die Mutter selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Frühgeborene sind, weil ihnen der Nestschutz größtenteils fehlt, besonders infektanfällig. Die von der Mutter übertragenen Antikörper werden allerdings nach einigen Monaten im Körper des Kindes abgebaut, und so sind Babys ab einem Alter von vier bis sechs (teilweise bis neun) Monaten wieder für alle Infektionskrankheiten empfänglich. Deshalb sind etwa Impfungen mit abgeschwächten lebenden Erregern (Masern, Mumps, Röteln, Windpocken) gegen Ende des ersten Lebensjahres vorgesehen. 

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