Das Dreitagefieber befällt vorwiegend Kinder in den ersten beiden Lebensjahren. Erreger ist das Humane Herpesvirus Typ 6.
Die Ansteckungsgefahr beim Dreitagefieber
Die Ansteckungsgefahr ist gering und besteht nur vor Ausbruch des Hautausschlags. Kinder mit Ausschlag sind nicht mehr infektiös. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Die Inkubationszeit beträgt drei bis sieben Tage. Sobald Ihr Kind fieberfrei ist, darf es wieder in den Kindergarten. Nach durchgemachter Erkrankung besteht lebenslange Immunität. Eine Impfung existiert nicht.
_anzeige009_
Daran erkennen Sie Dreitagefieber bei Ihrem Kind
Typisch ist ein plötzliches Auftreten von hohem Fieber (teils über 40 °C) bei nur wenig beeinträchtigtem Allgemeinzustand. Es können leichte Beschwerden wie Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen vorkommen, aber auch Durchfall und Erbrechen. Das Fieber hält drei bis vier Tage an (daher der Name Dreitagefieber) und klingt dann ebenso plötzlich wieder ab. Bei oder kurz nach der Entfieberung tritt ein Hautausschlag mit kleinen, blassroten Flecken (ähnlich wie bei Röteln) auf. Dieser zeigt sich zuerst am Rumpf und breitet sich dann auf Arme und Beine aus. Das Gesicht bleibt meist frei. Manchmal ist der Hautausschlag nur für kurze Zeit (wenige Stunden) zu sehen und blasst schnell wieder ab. Im Normalfall ist er nach ein bis zwei Tagen abgeklungen.
Mögliche Komplikationen, die bei Ihrem Kind auftreten können, wenn Ihr Kind an Dreitagefieber erkrankt
Etwa 3 bis 4 Prozent aller Kinder neigen zu Fieberkrämpfen und sind beim Fieberanstieg durch einen Krampfanfall gefährdet. Rufen Sie den Arzt, wenn Ihr Kind krampft. Anzeichen eines Fieberkrampfes: Ihr Kind erstarrt, verdreht die Augen, reagiert nicht mehr, Arme und Beine oder Gesichtsmuskeln beginnen häufig plötzlich rhythmisch zu zucken. Wenn der Krampf vorbei ist, erschlafft Ihr Kind, und sein Bewusstsein kehrt langsam zurück. Manche Kinder sind jedoch längere Zeit verlangsamt und schläfrig.
So helfen Sie Ihrem Kind bei Dreitagefieber
So lange Ihr Kind fiebert, gehört es ins Bett! Bitte nicht zu warm anziehen oder zudecken. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend trinkt. Gut geeignet sind z. B. verdünnter Apfel- oder Himbeersaft, stilles Mineralwasser oder Kräutertees. Bei Neigung zu Fieberkrämpfen sollten Sie die Temperatur ab 38,5 °C senken, ansonsten ist eine Fiebersenkung erst ab 39,5 °C notwendig.Machen Sie Wadenwickel oder geben Sie das passende homöopathische Mittel. Sollte das nicht ausreichen, geben Sie ein Fieber senkendes Mittel (z. B. Paracetamol oder Ibuprofen als Zäpfchen bzw. Saft, Dosierung nach Anweisung des Arztes oder nach Packungsbeilage).








