Kommentare:
Tricks gegen Nervosität
© deniskomarov - Fotolia.com

Angst, Panik, Blackout: „Tricks“ gegen schwache Nerven in der Pubertät

Ruhig in der Prüfung

Je näher eine Klassenarbeit oder eine mündliche Prüfung rückt, umso „zappeliger“ werden viele Schüler. In der Nacht vor der Prüfung raubt ihnen die steigende Nervosität den Schlaf, und am Morgen machen sich vielleicht schon erste kleine Paniksymptome bemerkbar. Steht die Prüfung dann unmittelbar bevor, zittern die Knie, die Hände sind schweißnass und der Kopf rauscht: Ein klarer Gedanke ist kaum noch möglich. So „hochgedreht“ ist es nur logisch, dass in der Prüfungssituation der Blackout kommen muss und alles Gelernte wie weggelöscht ist. Damit Ihrem Kind diese unangenehme Erfahrung möglichst erspart bleibt bzw. nicht allzu oft passiert, kann es sich mit den folgenden „Tricks“ und Hilfen dagegen wappnen. 

Expertenrat von 

Blackouts können ganz plötzlich und unerwartet kommen, beispielsweise wenn Ihr Kind in der Klassenarbeit beim Durchlesen des Aufgabenzettels glaubt, dass es die Aufgaben nicht lösen kann. Je größer seine Angst in einem solchen Moment ist, umso stärker wird das Denken blockiert. Verantwortlich dafür ist das Hormon Adrenalin. In Stresssituationen produziert der Körper dieses Hormon und schickt es ins Gehirn. Dort blockiert es die Verbindungen zwischen den Nervenzellen und verhindert so das Denken. Diese körperliche Reaktion hat durchaus ihren Sinn, denn es gibt bedrohliche Situationen, in denen es wichtig ist, dass das Denken aus- und dafür das spontane Reaktionsvermögen eingeschaltet wird. Rast Ihnen zum Beispiel auf dem Bürgersteig ein Fahrradfahrer entgegen, spannen sich unmittelbar Ihre Muskeln an, und Sie springen schnell zur Seite. Würden Sie stattdessen erst über mögliche Handlungsalternativen nachdenken, lägen Sie vermutlich schon am Boden. Bei Prüfungen ist eine solche „Blackout-Reaktion“ des Körpers jedoch eigentlich völlig fehl am Platz. Denn eine Klassenarbeit ist ja keine lebensbedrohliche Situation, wohl aber eine Situation, in der Ihr Kind einen klaren Kopf braucht! Im Folgenden finden Sie einige „Tipps und Tricks“, mit deren Hilfe Ihr Kind entweder schon im Vorfeld einer Prüfung seine Nerven schonen oder auch in der akuten Blackout-Situation seine Panik wieder unter Kontrolle bringen kann.

Tipp 1: Unangenehme Körperreaktionen in der Pubertät bewusst wahrnehmen

Oft hilft es Schülern schon, wenn sie verstehen, dass ihre Angst eine ganz natürliche und biologisch wichtige Körperfunktion ist. Was die Angst oft allerdings zusätzlich unangenehm macht, sind die körperlichen Reaktionen, die damit verbunden sind. Sie sind jedoch wichtig, denn sie versetzen den Körper in die Lage, zum Beispiel schneller wegzulaufen oder in einer gefährlichen Situation sofort zu reagieren. Bei Gefahr

  • beschleunigt sich die Atmung, sodass die Muskeln mit mehr Sauerstoff versorgt werden, 
  • wird das Blut dickflüssiger, sodass es bei einer Verletzung schneller gerinnen kann, 
  • steigt die Körpertemperatur und man beginnt zu schwitzen, weil mehr Energie zum Flüchten oder Kämpfen freigesetzt wird, 
  • spannen sich die Muskeln an, damit man schneller laufen oder sich wehren kann, 
  • muss man auf die Toilette, um Ballast abzuwerfen und damit anschließend schneller rennen zu können, 
  • wird das Denken vorübergehend ausgeschaltet, damit es sofortige (manchmal lebensrettende) Reaktionen nicht behindert.

Damit sich die Angst Ihres Kindes vor einer Prüfung nicht zu einem Blackout entwickelt, sollte es diese körperlichen Stressreaktionen nicht ignorieren. Besser ist es, wenn es die Bauchschmerzen vor der Englischarbeit akzeptiert und bewusst wahrnimmt. Dabei kann es sich entspannt auf seinem Stuhl zurücklehnen, ruhig ein- und ausatmen und dabei seinen Körper von oben nach unten durchchecken. Wie fühlt sich mein Kopf, mein Nacken, mein Bauch, meine Knie etc. an? Dadurch, dass Ihr Kind die unangenehmen Gefühle nicht verdrängt, werden sie zumindest nicht stärker. Meist verschwinden sie dann auch bald wieder.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Angst, Panik, Blackout: „Tricks“ gegen schwache Nerven in der Pubertät"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Lernschwaechen" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Lernschwaechen" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?