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Mutter und Tochter bei den Schulaufgaben
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Mit diesen Übungen schult Ihr Kind sein mathematisches Basiswissen

Bewegte Mathematik

Haben Sie Ihr Kind schon mal mit den Worten „Wir achteln jetzt einen Kreis“ zum Pizzaessen gerufen? Oder beim Weihnachtsstern-Basteln auf die Anzahl der Dreiecke verwiesen, die sich beim Falten ergeben? Auch die Schrittfolge bei einem Tanz oder das Backen von Plätzchen sind mathematische Basisthemen, die viel zu wenig angesprochen werden. Für ungemütliche Wintertage stellen wir Ihnen hier einige Anregungen vor, mit denen Ihr Kind sich der Mathematik spielerisch annähern kann. Vielleicht ist das der erste Schritt zum Mathe-Genie von morgen? 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Grundlage Addition: verschiedene Materialien nach Gemeinsamkeiten ordnen

Das Ordnen verschiedener Materialien nach Gemeinsamkeiten ist die Grundlage für die Addition. Nur Dinge, die irgendeine Gemeinsamkeit aufweisen, können sinnvoll zusammengefasst, also addiert werden. Spieltipp: Geben Sie Ihrem Kind eine Menge, die es nach mindestens drei verschiedenen Kriterien sortieren soll. Am Beispiel einer Tüte bunter Perlen zeigt sich, welche Sortiermöglichkeiten es gibt: Farbe, Größe, Menge, Form? Je mehr Sortiermöglichkeiten Ihr Kind findet, desto besser. Sie können die Aufgabe auch mit Münzen oder Schrauben praktizieren.

Grundlage Zahlenbegriff: Reihen legen, Muster erkennen

Um sich im Zahlenraum orientieren zu können, um Vorgänger und Nachfolger zu verstehen, einen stabilen Zahlenbegriff zu entwickeln und das dekadische System zu verstehen, ist das Erkennen von Mustern und Reihen wichtig. Spieltipp: Bilden Sie mit den Perlen Reihen, in denen sich die Abfolge der einzelnen Elemente alle drei, vier oder fünf Schritte wiederholt. Erkennt Ihr Kind die Reihe, und kann es sie fortsetzen? Kann Ihr Kind selber Reihen bilden?

Grundlage Mengenverständnis: Mengen erfassen und vergleichen

Erst wenn Ihr Kind eine Menge nicht mehr an der Größe der Dinge (Kokosnuss ist größer als Erdnuss), sondern an deren Anzahl erfasst, hat es den Mengenbegriff verstanden.

Spieltipp: Legen Sie Ihrem Kind zwei gleich große Mengen vor, beispielsweise vier Trauben und vier Nüsse. Erkennt es ohne zu zählen, dass die Mengen gleich groß sind? Kann es auch spontan erkennen, wenn die Mengen gering oder auch stark unterschiedlich sind? Versteht Ihr Kind, dass eine Menge von zehn Reiskörnern größer ist als eine Menge von acht Walnüssen? Erweitern Sie das Spiel, und zeigen Sie Ihrem Kind drei oder sogar vier unterschiedliche Mengen gleicher und unterschiedlicher Dinge.

Grundlage Rechnen: Das Arbeitsgedächtnis

Beim Rechnen müssen Kinder sich Ziffern oder Zahlen merken und damit weitere Operationen durchführen. Wer schnell wieder vergisst, was er bereits ausgerechnet hat, bekommt Probleme. Spieltipp: Legen Sie Ihrem Kind ein Muster von vier bis sechs Gegenständen auf den Tisch. Decken Sie das Muster dann ab und bitten Sie Ihr Kind, es aus dem Gedächtnis nachzulegen. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad langsam.

Grundlage Rechenzeichen und Rechenrichtung: Räumliche Orientierung

So simpel es klingt, doch wenn ein Kind die Raumorientierung nicht sicher beherrscht, kann es auch beim Rechnen massive Probleme bekommen. So ist es beim Stellenwert beispielsweise wichtig, ob eine Ziffer rechts oder links von einer anderen steht. Sind die Bezeichnungen mittig, links, rechts, oben und unten nicht klar, können das Verdrehen von Zahlen oder die Verwechslung der Rechenzeichen und Rechenrichtungen die Folge sein.

Spieltipp: Legen Sie neun Gegenstände im Quadrat, drei oben, drei in der Mitte und drei unten nebeneinander. Nun soll Ihr Kind zeigen, wo die Mitte ist, was rechts davon liegt, was darunter, was oben links, unten rechts usw.

Diese Spiele trainieren das Basiswissen Mathematik ebenfalls

Eine Reihe von Spielen, die vordergründig nichts mit Rechnen zu tun haben, schulen sehr wohl das mathematische Grundwissen Ihres Kindes. Beim Falten eines Sternes entstehen Dreiund Vierecke: Benennen Sie diese Formen konsequent. Lassen Sie Ihr Kind Formen ertasten, beispielsweise indem Sie unterschiedliche Bauklötze in ein Säckchen stecken. Auch Klatschspiele, bei denen in einem Rhythmus bestimmte Bewegungen wie in einer Reihe gleichzeitig gemacht werden müssen, helfen Ihrem Kind beim Aufbau seines Mathematikverständnisses.

Checkliste Basiswissen Mathematik: Was beherrscht Ihr Kind?

 

wird sicher beherrschtwird nicht sicher beherrschtwird nicht beherrscht
Grundlage Addition:
verschiedener Materialien nach
Gemeinsamkeiten ordnen
Grundlage Zahlenbegriff:
Reihen legen, Muster erkennen
Grundlage Mengen:
erfassen und vergleichen
Grundlage Rechnen:
das Arbeitsgedächtnis
Grundlage Rechenzeichen und
Rechenrichtung:
räumliche Orientierung

 

 

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