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Aggressionen
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Was tun, wenn mein Teenager aggressiv ist?

Von Minderwertigkeit und Selbstwertgefühl

Vermutlich gibt es kein Kind, das nicht schon einmal Aggressionen anderer auf unangenehme Weise erfahren hat oder selbst aggressiv geworden ist. Gerade im Pubertätsalter zeigen manchmal Heranwachsende Aggressionen, von denen man ein solches Verhalten zuvor nicht annähernd vermutet hätte. Dabei sind unter Aggressionen nicht nur die offenen, sichtbaren Formen, sondern eben auch die stillen, gegen die eigene Person gerichteten Angriffe zu verstehen. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Befragt man Eltern, Lehrer, Erzieher und andere Erwachsene, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, danach, was sie mit Aggressionen verbinden, so nennen sie zerstörerisches oder störendes Tun wie treten, beißen, kratzen, (um sich) schlagen, hauen, boxen, verletzen, würgen, spucken, anbrüllen, stehlen, lügen, schreien, beleidigen, erniedrigen oder aber Eigenschaften wie gemein, hinterhältig, brutal, rücksichtslos, gewalttätig, dominant, herrschsüchtig, dreist, egozentrisch, asozial, konfliktunfähig, chaotisch, hyperaktiv, unaufmerksamer, unkonzentriert. Man konzentriert sich – wie die gesamte öffentliche Diskussion – auf das Destruktive, mit dem Aggressionen daherkommen, und übersieht dabei die verdeckten und versteckten, die leeren und stillen Formen der Aggression. „Lieber bin ich aggressiv als ein Garnichts!“:

Aggressionen als Ausdruck von Minderwertigkeitsgefühlen in der Pubertät

Es gibt Jugendliche, die gelernt haben und spüren: Nur wenn ich – im wahrsten Sinne des Wortes – um mich schlage, mit Taten und Worten, dann sieht man mich, bemerkt man mich. Hinter vielen (wohlgemerkt: nicht allen!) brutalen, gewalttätigen sowie gemein-bösartigen Grenz- und Regelverletzungen verstecken sich Hinweise, die es zu entschlüsseln gilt, will man Heranwachsenden soziales Miteinander, gegenseitige Achtung und Respekt vermitteln.

Minderwertigkeitsgefühle lassen kein Selbstbewusstsein entstehen. Solche Gefühle brechen sich ihre Bahn in destruktiven Worten und Taten. „Bevor ich untergehe“, so hat sich der 16-jährige Jakob ausgedrückt, „mache ich noch jede Menge Scheiß!“ Aber Minderwertigkeit drückt sich eben nicht allein in nach außen gerichteten, destruktiven Aktivitäten aus. Aggressionen können sich zugleich auch nach innen richten.

Aggressionen sind gewaltige Energien, die sich in Handlungen entladen wollen. Aggressionen haben mit Bewegung und Dynamik zu tun, die sich nicht ins Zerstörerische wenden sollten. Können sich Aggressionen bei Ihrem Kind jedoch nicht ausdrücken, bleiben sie im Körper und schädigen ihn.

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