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Kleine Weltentdecker: Forschen unter freiem Himmel

Kinder sind die geborenen Forscher. Sie wollen genau wissen, wie die Dinge funktionieren oder warum etwas so ist, wie es ist. Wir stellen Ihnen einige Anregungen rund um Tiere und Pflanzen vor, die sich leicht nachmachen lassen. 

Expertenrat von 

Kleine Krabbler ganz groß

In Kombination mit dem obigen „Seiltrick“ lohnt es sich, die entdeckten Insekten einmal mit einer Becherlupe genauer zu betrachten. In diesem Becher mit integrierter Lupe können Nachwuchs-Forscher Käfer, Spinnen, Fliegen oder Würmer durch ein Vergrößerungsglas studieren. Um interessante Insekten aufzuspüren, können Sie außerdem gemeinsam Steine umdrehen, unter altem Holz nachsehen oder  trockenes Laub vorsichtig zur Seite schieben. Bugsieren Sie die Funde vorsichtig in die Becherlupe, aus der sie nicht entwischen können. Wenn Ihr Kind sich das Tierchen genau angesehen hat, etwa wie viele Beine es hat, wird es an der Fundstelle wieder in die Freiheit entlassen.

Die Gänseblümchenuhr

Die Blüten verschiedener Blumen öffnen und schließen sich zu bestimmten Zeiten. Der Kürbis z. B. ist ein richtiger Frühaufsteher, denn seine Blüten öffnen sich schon um 5 Uhr morgens, während der Sauerklee ein „Langschläfer“ ist und erst um 10 Uhr erblüht. Und die Nachtkerze ist ein echter „Nachtschwärmer“, der seine Blüten erst um 18 öffnet. Wenn es regnet, bleiben die Blüten geschlossen. Warum? Auf diese Weise schützen die Blumen ihren empfindlichen Blütenstaub. Dieser wird bei gutem Wetter von Käfern, Bienen und anderen Insekten von Blüte zu Blüte getragen. Im eigenen Garten lassen sich Gänseblümchen gut beobachten. Und falls Sie keinen Garten haben, können Sie ein Gänseblümchen ausgraben und in einem Blumentopf im Zimmer auf die Fensterbank stellen. Das Gänseblümchen hat seine Blüte morgens noch geschlossen und öffnet sie im Laufe des Vormittags. Nachmittags gegen 16 Uhr schließt es sie langsam wieder (abhängig von Lichteinfall und Himmelsrichtung). Das kann Ihr Kind bei mehreren Untersuchungen über den Tag verteilt selbst beobachten.

Woher weiß die Blume, wann es Zeit ist, sich zu öffnen?

Man ist versucht, als Erklärung anzuführen, dass es tagsüber hell und nachts natürlich dunkel ist. Doch diese Erklärung ist falsch. Das lässt sich mit einem Zimmer-Gänseblümchen im Blumentopf beweisen, dem man durch künstliches Licht einen längeren Tag vorgaukeln kann. Doch ganz egal, wie hell oder wie dunkel es ist: Das Gänseblümchen wird sich öffnen und schließen wie die Pflanzen auf der Wiese, weil es offenbar eine innere Uhr hat.

Unterwasserwelt im Einmachglas

Höchst spannend finden Kinder das Leben im Wasser. Vom Ufer oder von einem Steg aus lässt sich das Unterwasserleben mit einem einfachen Einmachglas prima beobachten. Wenn Sie das Glas mit der Öffnung nach oben auf die Wasseroberfläche drücken, hat Ihr Kind freie Sicht nach unten, weil so die Reflexion der Wasseroberfläche durchbrochen wird. Bleiben Sie in jedem Fall ständig dabei, damit Ihr Kind nicht ins Wasser fällt und womöglich ertrinkt! Ist es sehr unruhig, sodass es zu gefährlich ist, es direkt selbst ans Wasser zu lassen, können Sie ihm das Einmachglas mit Bach- oder Seewasser füllen, damit es sicher an Land beobachten kann, was sich so alles im Wasser tummelt

 

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