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Beruf und Familie
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Sorgenfrei schwanger: Mutterschutz und Mutterschaftsgeld

Das Mutterschutzgesetz schützt Mütter vor und nach der Geburt ihres Kindes. Es umfasst ein Arbeitsverbot direkt nach der Geburt des Babys, einen Kündigungsschutz für Schwangere und frisch gebackene Mütter, sowie eine Mutterschaftsversicherung, die eine Lohnfortzahlung während des Arbeitsverbotes und darüber hinaus garantiert. 

Expertenrat von 
Ingrid Neufeld, Erzieherin

Was muss der Arbeitgeber tun?

Sobald ein Arbeitgeber von der bestehenden Schwangerschaft weiß, muss er die zuständigen Aufsichtsbehörden (Arbeitsschutz- oder Gewerbeaufsichtsamt) von der Schwangerschaft informieren. Es ist seine Pflicht, die werdende und später auch die stillende Mutter so zu beschäftigen, dass weder ihr Leben noch das ihres Kindes von Gefahren und Schadstoffen bedroht werden. Bestehen Zweifel, klärt die Aufsichtsbehörde, ob Gefahren bestehen. Mütter haben das Recht, sich bei Unklarheiten an die Aufsichtsbehörde zu wenden. In den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und bis zu acht Wochen danach dürfen Frauen nicht beschäftigt werden. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist auf zwölf Wochen nach der Geburt.

Bei vorzeitigen Entbindungen verlängert sich diese Frist nach der Geburt um die Zeit, die vorher nicht in Anspruch genommen werden konnte.

Unabhängig von diesen Schutzfristen gibt es Berufe, die zum Schutz des ungeborenen Kindes schon sehr viel früher Beschäftigungsverbote vorsehen. Natürlich sollen der jungen Mutter während dieser Zeit keine finanziellen Nachteile entstehen. Deshalb sieht das Mutterschutzgesetz verschiedene Mutterschaftsleistungen vor.

Dazu gehören Mutterschaftsgeld, ein Arbeitgeberzuschuss in der Mutterschutzfrist zum Mutterschaftsgeld und das Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten außerhalb der Mutterschutzfristen. Mütter, die nicht mehr arbeiten dürfen, weil sie sonst einem hohen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind, erhalten während dieser Zeit einen sogenannten Mutterschaftslohn, der zumindest ihrem Durchschnittsverdienst entsprechen muss. Das gilt beispielsweise bei Zahnarzthelferinnen oder bei Erzieherinnen im Krippenbereich, die einem hohen Ansteckungspotenzial ausgesetzt sind und damit ihre ungeborenen Kinder gefährden könnten. Außerdem haben Mütter auch im Mutterschutz Urlaubsansprüche. Wichtig ist zudem, dass der Arbeitgeber der werdenden Mutter nicht kündigen darf. Es besteht ein Kündigungsschutz, und zwar vom Beginn der Schwangerschaft an bis vier Monate nach der Geburt des Kindes.

Weitere Pflichten des Arbeitgebers

Von Anfang an wird die junge Schwangere regelmäßig ihren Gynäkologen aufsuchen. Einerseits weil sie daran interessiert ist, dass es ihrem Baby gut geht, und andererseits weil sie selbst neugierig ist auf die ersten Ultraschallaufnahmen und die Herztöne ihres Babys. Diese Untersuchungen sind sehr wichtig und kosten natürlich Zeit. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, die junge Mutter dafür zu beurlauben. Er darf ihr das ihm entgangene Geld für die aufgewendete Zeit nicht vom Lohn abziehen.

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