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Mächen mit Verbrennungen am Arm

Verbrennungen und Verbrühungen: Die ersten Minuten entscheiden!

Wenn mehr als acht Prozent der Körperoberfläche schwer verbrannt sind, besteht Lebensgefahr für Ihr Kind! Die Handfläche des Kindes dient als Maß, sie entsprichteinem Prozent. Halten Sie durch sofortiges richtiges Handeln die Folgeschäden so gering wie möglich.  

Expertenrat von 

Erste Hilfe bei Verbrennungen für Ihr Kind

1. Brand löschen, Kleiderbrand durch Wälzen auf dem Boden oder unter einer Decke ersticken, gegebenenfalls Kind aus der Gefahrenzone bringen.

2. Überprüfen Sie Bewusstsein und Kreislauffunktion Ihres.

3. Verbrühte bzw. verbrannte Kleidung sofort entfernen. Mit der Haut verklebte Kleidungsstücke jedoch nicht abreißen, sondern auf der Haut belassen, gegebenenfalls nicht verklebten Rest abschneiden.

4. Sind nicht mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche verbrannt bzw. verbrüht, sollten Sie die betroffene Körperstelle sofort mit nicht zu kaltem Wasser (ca. 20 °C) kühlen. Kühlen Sie nicht länger als 5 bis 10 Minuten (bei Kindern unter drei Jahren maximal 2 bis 3 Minuten!), denn der Körper Ihres Kindes darf nicht auskühlen. Beginnt Ihr Kind sichtbar zu frösteln, stoppen Sie die Kühlung sofort, trocknen es ab und decken es zu! Kleinflächige Verbrennungen, etwa an der Hand, dürfen zur Schmerzlinderung 15 bis 20 Minuten lang gekühlt werden. Wenn nötig (siehe Kasten), rufen Sie nach der Kühlung den Rettungsdienst.

5. Sind mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche betroffen, nicht kühlen und sofort den Notruf tätigen! Jetzt steht der Erhalt der Körperwärme im Vordergrund. Decken Sie Ihr Kind zu, z. B. mit der Rettungsdecke (goldene Seite zum Körper).

6. Niemals irgendwelche Hausmittel auf offene Verbrennungswunden geben, Brandblasen nicht aufstechen!

So viel Körperoberfläche ist betroffen
Baby bis 12 MonateKleinkind (2 Jahre)Kind (5 Jahre)
ein Arm je99,59,5
ein Bein je13,51517
Vorder- oder Rückseite des Rumpfes je171616
Kopf und Hals211915

Durchschnittswerte, Angaben in Prozent

Offene Brandwunden mit keimfreiem Verband abdecken (z. B. Verbandpäckchen, notfalls saubere, gebügelte Lein oder Geschirrtücher) oder Kind in die Rettungsdecke (goldene Seite zum Körper) einwickeln.

Mein Tipp bei Verbrennungen:
Ist die Haut nur gerötet (auch bei Sonnenbrand!) oder zeigt sich nur eine kleine Blase (etwa am Finger), hat sich Combudoron® (enthält Brennnessel und Arnika) als Flüssigkeit für Umschläge oder als Gel bewährt. Wenden Sie es laut Packungsbeilage an. Schmerzlindernd wirkt auch ein Umschlag mit Quark, Jogurt oder Buttermilch, den Sie aber nur anwenden dürfen, wenn die Haut nicht offen ist (nicht geeignet bei Milchallergie!). Streichen Sie Quark oder Jogurt am besten kühlschrankkalt und messerrückendick auf die Haut oder legen Sie ein mit Buttermilch getränktes Baumwolltuch auf. Unterstützend können Sie das passende homöopathische Mittel geben.

7. Sie dürfen Ihr Kind wegen der Gefahr eines Verbrennungsschocks nicht allein lassen! In kurzen Abständen Bewusstsein, Atmung und Puls prüfen, wenn nötig: Schocklagerung.

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Kommentare zu "Verbrennungen und Verbrühungen: Die ersten Minuten entscheiden!"
  • Janny74 schreibt am 28.02.2013

    Lieber Elvis,
    Globulis können auch sehr gut gegen kleine Schocks helfen und es ist nicht sträflich . Trotzdem ist es wichtig auch einen Arzt drauf schauen zu lassen. Schönen Gruß von meinem Allgemeinhausarzt, der aber auch eine zusatzausbildung in Homöopathie hat :)
  • Elvis schreibt am 06.01.2013

    Achtung! Bei Verbrühungen und / oder Verbrennungen egal welchen Grades helfen Globuli ÜBERHAUPT NICHT!!! Der Einsatz von homöopathischen Globuli in Akutsituationen ist sträflich. Schöne Grüße vom Allgemeinarzt-Haushalt.
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