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Hausaufgaben Motivation

Motiviert geht es besser: So bekommt Ihr Kind seine Hausaufgaben selbst in den Griff

Spaß machen in der Pubertät oft ganz andere Dinge als die täglichen Hausaufgaben. Zudem haben viele Jugendliche in dieser Zeit zusätzlich mit Unsicherheiten oder Ängsten zu kämpfen, und der Kopf ist dann einfach schwer frei zu bekommen. In diesem Beitrag lernen Sie planerische und methodische Hilfen für Ihr Kind sowie Verhaltenstipps für Sie als Eltern kennen, die Ihr Kind auf dem Weg zum selbstständigen Arbeiten unterstützen. 

Expertenrat von 

Was Sie tun können!

Selbst wenn die Hausaufgaben komplett im Verantwortungsbereich Ihres pubertierenden Kindes liegen, so können Sie durch Ihr Verhalten doch auch dazu beitragen, dass Ihr Kind diese Aufgabe zunehmend mit mehr Sorgfalt und Energie erledigt.

Loben Sie, wann immer es möglich ist!

Ein ehrliches Lob von Ihnen in „Sachen Hausaufgaben“ wird Ihrem Kind vor allem dann gut tun, wenn es bislang dabei nichts oder nur wenig zu loben gab. Natürlich sollen Sie nicht lügen, aber versuchen Sie einmal genau hinzuschauen. Sicher finden Sie doch etwas Lobenswertes auf dem Weg zu den „perfekten“ Hausaufgaben. Und genau das ist wichtig:

  • Warten Sie nicht mit Ihrem Lob, bis das Ergebnis in Ihren Augen gelungen ist. Loben Sie alles, was Ihrem Kind bereits auf dem Weg dorthin gelingt, etwa: „Prima, dass du heute pünktlich mit deinen Hausaufgaben begonnen hast!“ oder „Mir gefällt, dass du heute alle deine Hausaufgaben notiert hast!“.
  • Seien Sie nicht zu pingelig. Ihre Vorstellungen von schöner Schrift und Ordnung provozieren Ihr Kind vielleicht nur zu noch mehr Unordnung.
  • Mischen Sie Lob nicht mit Kritik, das Lob verliert dann seinen Wert. „Super, der Rechenweg ist genau richtig – nur ist das leider kaum zu erkennen bei der grausigen Schrift.“

Achten Sie umgekehrt aber auch darauf, dass sie nicht „inflationär“ (also zu oft) loben, sonst nimmt Ihnen Ihr Kind das Lob bald nicht mehr ab. Und Vorsicht! Loben ist immer auch eine Form von Manipulation („Tue mehr von dem, was mir gefällt!“), die nur innerhalb einer akzeptierten Hierarchie funktioniert. Derjenige, der in der Hierarchie oben steht, darf denjenigen darunter beurteilen, also auch loben. In der Pubertät, wenn sich die  „hierarchische“ Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind verändert, könnte Ihr Kind selbst auf solch gut gemeinte Manipulationen „sensibel“ reagieren.

 

Verabreden Sie sich zu einer Strategiebesprechung mit dem Lehrer!

Eltern sind keine Nachhilfe- oder Ersatzlehrer und auch keine Hausaufgabenbetreuung. Gegen anfängliche Unterstützung in der Grundschule ist nichts einzuwenden und auch nicht später, wenn sich Ihr Aufwand in Grenzen hält. Abgesehen davon, will Ihr pubertierendes Kind diese tägliche Hilfe von Ihnen gar nicht mehr. Das merken Sie schon daran, dass Ihre Beurteilung einer Hausaufgabe nicht halb so viel wert ist wie eine Beurteilung durch den Lehrer. Diese Tatsache sollten Sie nutzen, wenn Sie merken, dass Ihr Nachwuchs jeden Tag „bockiger“ wird, seine Hausaufgaben kaum erledigt und Ihnen so das Familienleben verdirbt. Machen Sie einen Termin mit dem Klassen- oder betreffenden Fachlehrer und schildern Sie das Problem:

  • Überlegen Sie zunächst gemeinsam, welche Gründe hinter der „Verweigerung“ stecken könnten.
  • Vereinbaren Sie mit dem Lehrer, dass er ab nun genau kontrolliert, ob und wie die Hausaufgaben erledigt wurden.
  • Besprechen Sie dann, wie er auf fehlende oder unvollständige Hausaufgaben, aber auch auf positive Arbeitsergebnisse reagieren möchte.
  • Legen Sie einen Termin etwa vier Wochen später fest, an dem Sie sich über den Erfolg Ihrer Strategie austauschen.

Eine solch engmaschige Kontrolle durch den zuständigen Lehrer (und nicht durch die Eltern!) zeigt bei hartnäckigen Problemen mit dem pubertierenden Nachwuchs oft die größere Wirkung.

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Ein Hausaufgabenvertrag kann Ihnen ebenfalls helfen, die Motivation Ihres Kindes für Hausaufgaben zu steigern. Als Leser des "Pubertäts-Überlebensbrief" erfahren Sie hier, wie es geht!

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