Kommentare:
Tricks gegen Nervosität
© deniskomarov - Fotolia.com

Angst, Panik, Blackout: „Tricks“ gegen schwache Nerven in der Pubertät

Je näher eine Klassenarbeit oder eine mündliche Prüfung rückt, umso „zappeliger“ werden viele Schüler. In der Nacht vor der Prüfung raubt ihnen die steigende Nervosität den Schlaf, und am Morgen machen sich vielleicht schon erste kleine Paniksymptome bemerkbar. Steht die Prüfung dann unmittelbar bevor, zittern die Knie, die Hände sind schweißnass und der Kopf rauscht: Ein klarer Gedanke ist kaum noch möglich. So „hochgedreht“ ist es nur logisch, dass in der Prüfungssituation der Blackout kommen muss und alles Gelernte wie weggelöscht ist. Damit Ihrem Kind diese unangenehme Erfahrung möglichst erspart bleibt bzw. nicht allzu oft passiert, kann es sich mit den folgenden „Tricks“ und Hilfen dagegen wappnen. 

Expertenrat von 

Tipp 2: Rituale finden, die Ihrem Teenager Sicherheit geben

Rituale helfen, schwierige Situationen zu meistern. Einschlafrituale, wie zum Beispiel ein Lied singen, vorlesen etc., erleichtern es kleinen Kindern, die nötige Ruhe vor der Nacht zu finden. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem heranwachsenden Kind, welche Rituale ihm Sicherheit für eine bevorstehende Prüfung geben können. So könnte es zum Beispiel am Abend vor der Prüfung jedes Mal eine Runde Joggen gehen oder ein Entspannungsbad nehmen, am Morgen seinen Lieblingspulli anziehen und das immer gleiche Früchtemüsli essen. Auch das Verhalten vor und während einer Prüfung kann Ihr Kind sinnvoll ritualisieren. So wäre es zum Beispiel gut, wenn es unmittelbar vor einer Klassenarbeit mit seinen Mitschülern nicht mehr über die Inhalte der Arbeit redet und sich stattdessen in der Pause an einem geeigneten Ort entspannt. Während der Arbeit sollte Ihr Kind regelmäßig ein oder zwei Pausen einlegen, in denen es vielleicht immer einen Apfel isst oder eine Saftschorle trinkt. Solche oder ähnliche Rituale funktionieren wie Leitplanken links und rechts einer Straße. Sie bieten Ihrem Kind eine verlässliche Orientierung und somit Sicherheit, weil es genau weiß, wie es sich auch in kritischen Momenten verhalten kann.

Tipp 3: Ihr Teenager muss negative durch positive Gedanken ersetzen

Schüler mit schwachen Nerven machen sich oft zusätzlich vor Prüfungen verrückt, indem sie sich ständig die herannahende Katastrophe vor Augen führen. Glaubenssätze wie „Die nächste Englischarbeit werde ich bestimmt wieder ‚vergeigen‘“ oder „In der Mathe-Arbeitet morgen bekomme ich sowieso einen Aussetzer“ werden nicht selten zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Bestätigt sich dann das heraufbeschworene Übel, festigt dieses negative Erlebnis leider nur noch mehr die „Überzeugung“, ihr Leistungsvermögen in solchen Situationen nicht abrufen zu können. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, dass Ihr Kind nicht seine negativen, sondern seine positiven Gedanken stärkt! Das kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

  • So kann sich Ihr Kind bereits längere Zeit vor der Prüfung überlegen, wann und wo es schöne und gute Erfahrungen gemacht hat, an die es sich gerne erinnert, zum Beispiel beim Sport, mit der Musikband und natürlich auch in der Schule. Diese Erfahrungen, aber auch die Erinnerung daran, tragen dazu bei, dass sich Ihr Kind gut fühlt, und stärken so sein Selbstbewusstsein. Gerade weil negative Erfahrungen sich oft fester in das Gedächtnis graben als gute, ist es wichtig, dass Ihr Kind sich möglichst oft an die positiven Erlebnisse erinnert. Damit Ihr Kind diese Gedanken auch in Stresssituationen abrufen kann, sollte es sich zunächst in entspanntem Zustand (z.B. in einem gemütlichen Sessel) möglichst genau an eine solche ausgewählte Situation erinnern. Es sollte versuchen, in seiner Vorstellung alles so echt wie möglich wiederzuerleben, sich also genau in sein Gedächtnis rufen, was es in dieser Situation gehört, was es gesehen und wie es sich gefühlt hat. Ihr Kind kann dieser positiven Erfahrung ein Geheimwort geben. Mit etwas Übung befindet es sich dann auch später wieder mitten in dieser angenehmen Erfahrung, wenn es sich bewusst an das Geheimwort erinnert. Unmittelbar vor oder bei aufkommender Panik können ihm diese positiven Gefühle und Gedanken eine Hilfe sein.
  • Auch ein persönlicher Mutmacher-Satz kann Ihrem Kind helfen, negative Gedanken beiseitezuschieben und durch positive zu ersetzen. Dazu sollte es zunächst einen solchen Mutmacher-Satz selbst formulieren und aufschreiben. Wichtig ist, dass Ihr Kind dabei richtig formuliert, also das aufschreibt, was es möchte, und auf keinen Fall das, was es nicht möchte, zum Beispiel: „Ich bin locker und entspannt und kann mich in der Klassenarbeit gut konzentrieren!“ Vor der Arbeit sollte es sich diesen Satz mehrmals laut oder leise vorsagen – das gibt ihm Ruhe und Kraft, die bevorstehende Herausforderung zu meistern.
Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten
Kommentare zu "Angst, Panik, Blackout: „Tricks“ gegen schwache Nerven in der Pubertät"
Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden. Datenschutz-Hinweis
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Lernschwaechen" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Lernschwaechen" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?