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Tricks gegen Nervosität
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Angst, Panik, Blackout: „Tricks“ gegen schwache Nerven in der Pubertät

Je näher eine Klassenarbeit oder eine mündliche Prüfung rückt, umso „zappeliger“ werden viele Schüler. In der Nacht vor der Prüfung raubt ihnen die steigende Nervosität den Schlaf, und am Morgen machen sich vielleicht schon erste kleine Paniksymptome bemerkbar. Steht die Prüfung dann unmittelbar bevor, zittern die Knie, die Hände sind schweißnass und der Kopf rauscht: Ein klarer Gedanke ist kaum noch möglich. So „hochgedreht“ ist es nur logisch, dass in der Prüfungssituation der Blackout kommen muss und alles Gelernte wie weggelöscht ist. Damit Ihrem Kind diese unangenehme Erfahrung möglichst erspart bleibt bzw. nicht allzu oft passiert, kann es sich mit den folgenden „Tricks“ und Hilfen dagegen wappnen. 

Expertenrat von 

Tipp 4: Spannung aus dem pubertären Körper nehmen

Droht der Blackout, ist schnelle Hilfe gefragt. Bei Stress steigt der Puls, die Atmung wird schneller und flacher, Adrenalin wird ausgeschüttet, und die Muskeln spannen sich an. Mit diesen Reaktionen bereitet sich der Körper auf einen körperlichen Kampf oder schnelles Weglaufen vor, für das entspannte und ruhige Denken sind solche körperlichen Veränderungen jedoch nicht zu gebrauchen. Also muss Ihr Kind durch entsprechende Übungen seinen Körper möglichst bald wieder in den „Normalzustand“ versetzen. Gelingt ihm dies, reduziert sich auch die Adrenalinausschüttung. Bei der progressiven Muskelrelaxation wird durch die Konzentration auf den eigenen Körper sowie durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung einzelner Muskelgruppen eine wohltuende körperliche und geistige Gesamtentspannung erreicht. Die Technik der progressiven Muskelentspannung muss Ihr Kind ein wenig üben, es sollte dabei schrittweise vorgehen. Die Muskelentspannung sollte außerdem durch die beschriebene Atemübung unterstützt werden. Die Übung sollte möglichst im Liegen, unmittelbar vor einer Klassenarbeit aber natürlich auch im Stehen oder Sitzen durchgeführt werden. Die einzelnen Körperpartien können am besten folgendermaßen angespannt werden …

  • Beine und Füße: Beine strecken, Waden in den Boden drücken, Füße anziehen und Zehen spreizen 
  • Bauch, Becken und Gesäß: Bauch anspannen und Gesäß- Beckenboden zusammenkneifen 
  • Arme und Hände: Fäuste vor der Brust ballen und zu den Schultern ziehen 
  • Hals, Nacken und Schultern: Kopf vom Boden abheben und Schultern nach hinten ziehen 
  • Gesicht: Stirn in Falten legen, Nase rümpfen, Kiefer zusammenbeißen und Lippen aufeinanderpressen 
  • Alle Muskelgruppen: Zum Abschluss können alle Muskelgruppen auf einmal angespannt werden.

Bevor Ihr Kind mit der Muskelrelaxation beginnt, sollte es einige Male ruhig atmen. Während der Übung ist es sinnvoll, die Anspannung mit maximaler Kraft einige Sekunden zu halten, dann plötzlich zu lösen und anschließend die Entspannung mit geschlossenen Augen etwas länger zu genießen.

Tipp 5: Mit der Egal-Haltung nimmt Ihr Teenager der Situation die Dramatik

Je mehr sich Ihr Kind in seine Panik hineinsteigert und je mehr es bei einer beginnenden Denkblockade zwanghaft versucht, die Herrschaft über seinen Denkapparat wiederzugewinnen, umso schlimmer wird es meist. Eine weitere Möglichkeit für Ihr Kind, wieder zu sich zu kommen und sich zu entspannen, ist, der Situation die Dramatik zu nehmen und so nach und nach seine Körperfunktionen wieder zu normalisieren.

Manchmal kann es helfen, wenn Ihr Kind die große Last, unbedingt Leistung zeigen zu müssen, bewusst eintauscht gegen eine „Egal-Haltung“. Hierbei können Sie es natürlich auch als Eltern gut unterstützen: Erklären Sie Ihrem Kind, dass von der nächsten Englischarbeit nicht seine gesamte berufliche Zukunft abhängt, dass eine Klassenarbeit anteilig nur wenig zur Gesamtnote am Schuljahresende beiträgt, dass Sie Ihr Kind auch mit einer 5 in Englisch noch genauso lieb haben – und dass es deshalb wirklich egal ist, welche Note es in der bevorstehenden Arbeit schreiben wird!

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