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Probleme mit dem neuen Parnter
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Patchwork-Family: Hilfe, mein Kind akzeptiert meinen neuen Partner nicht!

Probleme in der neuen Familie

Haben Mutter oder Vater einen neuen Partner gefunden, so ist dies für das Kind oft nicht leicht. Besonders wenn neue Geschwister in die Familie kommen, sind viele Kinder verwirrt und reagieren unvorhersehbar. Wie Sie Ihrem Kind durch diese Zeit helfen, dass lesen Sie hier. 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

„Du hast mir nichts zu befehlen – du bist nicht meine Mutter!“

Kommt ein neuer Partner in die Familie, müssen die Erziehungskompetenzen zwischen den Erwachsenen gut aufgeteilt werden. Sprechen Sie mit Ihrem neuen Partner – schon bevor Sie zusammenziehen – darüber, wie Sie sich zukünftig die Erziehung Ihres Kindes, aber auch seiner/ihrer Kinder vorstellen. Tauschen Sie sich aus,

  • was Ihnen jeweils wichtig ist,
  • was Sie auf keinen Fall akzeptieren können,
  • welche Gewohnheiten die Kinder haben und
  • wie der leibliche Elternteil bisher damit umgegangen ist.

Versuchen Sie sich auf gemeinsame Regeln zu einigen, Diese sollten dann für alle Kinder in der Familie gelten.

Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes ernst

Haben Vater oder Mutter einen neuen Partner gefunden, reagieren manche Kinder in dieser Situation mit psychischen Auffälligkeiten. Vielleicht ist Ihr Kind plötzlich besonders aggressiv oder weinerlich, womöglich zieht es sich aber auch zurück und verhält sich übermäßig angepasst und „brav“. Manches Kind kann sich von heute auf morgen nicht mehr von Mama trennen oder macht wieder ins Bett.

Ihr Kind braucht in dieser Phase besonders viel Aufmerksamkeit und Bestätigung von Ihnen. Nehmen Sie es immer wieder in den Arm und kuscheln Sie mit ihm – auch oder vielmehr gerade dann, wenn Ihr neuer Partner dabei ist. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind zum getrennt lebenden Elternteil eine gute Beziehung aufrechterhalten kann. So wird es den Verlust am besten verkraften und den „neuen“ Papa oder die „neue“ Mama leichter annehmen.

Plötzlich große Schwester oder kleiner Bruder

Wenn ein neuer Partner bei Ihnen einzieht, bringt er nicht selten eigene Kinder mit. So bekommt Ihr Kind quasi „über Nacht“ neue Geschwister. Das bisherige Einzelkind ist nun vielleicht zur großen Schwester oder zum großen Bruder geworden. Plötzlich wird von ihm erwartet, dass es mehr Verantwortung übernimmt, klaglos teilt und Vorbild ist. Oder das älteste Kind hat nun noch ein oder zwei größere Geschwister.

In einer Familie sind unter Geschwistern bestimmte Rollen fest verteilt: wer was besser kann, wer wen beschützen muss, wer was schon oder noch nicht darf. Kommen neue Kinder hinzu, gerät erst einmal alles durcheinander und muss wieder neu ausgefochten werden. Deswegen gibt es anfangs meist viel Streit. Häufig steckt die Angst dahinter, bei der Neuverteilung von Zuwendung und Wichtigkeit zu kurz zu kommen.

Versuchen Sie, bei den Auseinandersetzungen der Kinder möglichst nicht einseitig Partei zu ergreifen. Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass Sie es ernst nehmen und – vor allem – dass Sie es genauso lieben wie bisher.

Ihr Kind muss die Erfahrung machen, dass alle Kinder in der Familie gleich wichtig sind und dass keines von einem Elternteil bevorzugt wird. Trotzdem ist es ganz natürlich, dass die Beziehung zu Ihrem eigenen Kind enger ist als zu dem oder den Kind(ern) Ihres Partners.

Eine besondere Herausforderung für alle Kinder ist die Geburt eines gemeinsamen Kindes beider Partner. Ist es doch in „normalen“ Familien schon nicht leicht für ein Kind zu verstehen, dass ein neues Geschwisterchen kommt und es fortan die Aufmerksamkeit seiner Eltern mit dem Baby teilen muss. Besonders schwierig ist diese Situation in einer Patchwork-Familie. Sehr häufig haben Kinder dann das Gefühl, das Jüngste werde von Papa und Mama am meisten geliebt. Hier helfen nur viel Geduld und Zuwendung den größeren Kindern gegenüber.

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