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strukturiert lernen, Schulkinder

Gehirngerecht lernen heißt strukturiert lernen

In der Pubertät werden aus kleinen Chaoten manchmal richtige „Chaos-Typen“: das Zimmer, der Kleiderschrank, die Schulsachen, wichtige Termine – alles versinkt im Chaos. Aber auch Kinder, die eigentlich eher ordentlich sind, vergessen in der Pubertät plötzlich ihre Hausaufgaben und scheinen bereits mit einfachen Planungsaufgaben überfordert. Wie Sie Ihrem Nachwuchs in dieser Zeit mit den richtigen Strukturierungshilfen unter die Arme greifen können, lesen Sie hier. 

Jan-Uwe Rogge Portrait
Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Was bedeutet eigentlich „Struktur“ beim Lernen?

Zunächst einmal heißt „Struktur“ nichts anderes als „Ordnung“ oder „System“. Welche Ordnung oder welches System Ihr Kind beim Lernen wählen sollte, hängt maßgeblich vom jeweiligen Lernstoff ab. So bieten sich zum Beispiel folgende Strukturierungsmöglichkeiten an:

  • Vom Einfachen zum Schweren. Was habe ich bei der neuen Grammatik in Latein schon verstanden, was verstehe ich nur schwer?
  • Vom Allgemeinen zum Besonderen. Was ist sind Reptilien, was sind Amphibien? Was ist das Besondere an einem Molch?
  • Vom Verstehen zum Vertiefen. Was habe ich in Mathe alles verstanden? Was muss ich wiederholen und üben, damit ich schneller und sicherer werde?
  • Vom Überblick zum Detail. Was muss ich alles über den Inhalt, den Autor, die Zeitpolitik etc. wissen, um die Lektüre in Deutsch zu verstehen? Wie genau entwickelt sich die Hauptfigur im Laufe des Stückes?
  • Vom Frühen zum Späten. Wie sieht der chronologische Verlauf der Französischen Revolution genau aus?
  • Vom ersten zum letzten Schritt. Welche Schritte muss ich der Reihenfolge nach beachten, damit der Versuch in Physik gelingt?

Die Methoden, mit denen Ihr Kind seinen Lernstoff strukturiert aufbereiten kann, sind vielfältig. Allerdings kommt nicht jeder Mensch mit allen Methoden gleich gut zurecht. Zudem sind gerade die unstrukturierten Schüler oft der Meinung, dass die systematischen Methoden „einfach zu viel Zeit kosten“. Dieses Argument stimmt aber nur vordergründig: Vielleicht dauert eine systematisch saubere Textarbeit zunächst länger, dafür hat Ihr Kind aber anschließend auch alle wichtigen Textinhalte verstanden und nachhaltig im Gedächtnis gespeichert. Im Übrigen steigert sich auch beim strukturierten Lernen das Tempo mit der Übung.

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