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Jungen zum Lesen motivieren: Hilfreiche Tipps!

Viele Eltern stellen irgendwann frustriert fest, dass ihr pubertierender Nachwuchs freiwillig zu keinem Buch mehr greift. Dabei sind es deutlich mehr Jungen als Mädchen, die kein oder nur ein geringes Interesse am Lesen zeigen. Nicht selten wirkt sich das wenige Lesen leider auch negativ auf die Lesekompetenz der Schüler und damit unmittelbar auf die schulischen Leistungen aus. Was Sie als Eltern tun können, um vor allem Ihren männlichen Nachwuchs zum Lesen zu bewegen, erfahren Sie im folgenden Beitrag. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Der Schlüssel zum Lesen ist die richtige Motivation bei Ihrem Sohn!

Leider motiviert das Wissen um diese zahlreichen Vorteile Ihren Sohn nicht automatisch zum Lesen. Vielmehr gibt es viele Gründe, die dazu beitragen können, ob Ihr Kind zu einem Viel oder Wenigleser wird:

  • Eindeutig ist der Zusammenhang zwischen Lesefähigkeit und Lesemotivation. Wenn Ihr Sohn Schwierigkeiten mit dem flüssigen Lesen hat und es ihm schwerfällt, Textinhalte zu verstehen, dann wird er freiwillig vermutlich kaum lesen. Wem das Lesen hingegen leicht fällt, der greift schon mal eher zu Büchern oder Zeitschriften. Die Lesefähigkeit kann also negativ, aber auch positiv die Motivation zum Lesen beeinflussen.
  • Lesesozialisation – und damit der Grundstein für die „Lust am Lesen“ – beginnt bereits im frühkindlichen Alter. Schon kleine Kinder erleben, welche Rolle und Bedeutung Bücher und Lesen zu Hause sowie in ihrem weiteren Umfeld einnehmen. Empfinden Sie Lesen und Vorlesen als etwas Angenehmes, das die anderen Familienmitglieder regelmäßig, freiwillig und mit Freude praktizieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit der Nachahmung groß.
  • Trotzdem kann es sein, dass Ihr Sohn, obwohl er in einem lesefreundlichen Umfeld groß wird, während der Pubertät die Lust aufs Lesen verliert. Auch dafür kann es verschiedene Gründe geben. Nahe liegt der Gedanke, dass er während der Pubertät zeitweise so intensiv mit anderen Dingen beschäftigt ist, dass in seinem Kopf nicht gleichzeitig noch Platz für Bücher ist. Möglich ist aber auch, dass er eine passende altersgemäße Lektüre noch nicht gefunden hat. Ob Sachthemen oder Belletristik: Lesen setzt Interesse an Inhalten und die Identifikation mit den Figuren einer Lektüre voraus. Die Themen der Pubertät sind aber andere als die der Kindheit. Erwachsene, die zwar als Kind gelesen haben, während und nach der Pubertät jedoch nicht mehr zu Büchern greifen, haben für diesen Übergang ins Erwachsenenalter oft keine befriedigende Lektüre gefunden.

  • Insgesamt drei Lese-Bereiche sind vor allem wichtig für die Entwicklung der Lesemotivation Ihres Sohnes: Neben dem häuslichen Umfeld erlebt er auch in seiner Freizeit, ob z.B. seine Freunde Bücher, Zeitschriften oder Zeitungen lesen, ob sie das Internet auch zur textgebundenen Informationsrecherche nutzen etc. Ihr Sohn kann hier viele wertvolle Anregungen zum Lesen bekommen. Der dritte und leider oft weniger die Leselust fördernde Bereich ist die Schule. Das Problem ist hier aber nicht ein vermeintlich „schlechter“ Unterricht, sondern vielmehr sind die Vorzeichen, unter denen Schüler in und für die Schule lesen, oft ungünstig: Schulisches Lesen ist für viele Schüler mit Zwang verbunden, da sie die Lektüre meist nicht frei wählen können, inhaltliche Vorgaben, die an Noten gebunden sind, erfüllen müssen und ihnen oft die Identifikation mit Inhalt und Figuren der Lektüren schwerfällt. Wer neben einer solchen Schullektüre keine positiven Leseerfahrungen sammelt, verzichtet dann manchmal jahrelang aufs freiwillige Lesen.
  • Entscheidend für die Lesemotivation ist aber auch, dass der geschlechtsbedingte Unterschied im Leseverhalten zwischen Jungen und Mädchen nicht einfach weggeredet oder übersehen wird. Wenn Sie Ihrem Sohn Geschmack aufs Lesen machen möchten, sollten Sie als Eltern (aber auch die Lehrer in der Schule) diesen Unterschied akzeptieren und bei der Wahl der Lektüre berücksichtigen.

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