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Lehrergespräch
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10 wichtige Tipps fürs Lehrergespräch

Viele Eltern scheuen sich nicht, ihrer Meinung im Lehrergespräch deutlich Ausdruck zu verleihen, denn das Vertrauen in Schulen ist angeschlagen. Doch gegenseitige Vorwürfe im Lehrergespräch oder im Elternabend bringen beide Parteien nicht weiter. Lesen Sie hier, wie Sie ein Lehrergespräch konstruktiv führen können. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

2. Falle: Falsche, unhaltbare Versprechen machen

„Die nächste Klassenarbeit wird bestimmt wieder besser.“

„Ab morgen arbeitet mein Kind wieder konzentriert mit.“

„Ab sofort wird mein Kind wieder alle Hausaufgaben haben.“

„Ich verspreche Ihnen, dass mein Kind im Unterricht nicht mehr stören wird.“

„Ich werde jetzt jeden Tag die Hausaufgaben sorgfältig kontrollieren und mit meinem Kind üben, damit es wieder besser wird.“

Solche oft unhaltbaren Versprechungen im Lehrergespräch setzen Sie enorm unter Druck, was die Gesamtsituation überhaupt nicht verbessert. Diesen Druck, dass sich sofort etwas verändern muss, übertragen Eltern nämlich umgehend auf ihr Kind, das sein Verhalten mit Sicherheit nicht von einem Tag auf den andern ändern kann.

Mein Tipp

Vereinbaren Sie realisierbare Kurzziele, die im nächsten Gespräch überprüft werden können. Zum Beispiel: Ab sofort achte ich darauf, dass mein Kind seine Hausaufgaben direkt nach dem Mittagessen macht. So kann ich leicht feststellen, ob es sich besser konzentrieren kann.

3. Falle: Die Lehrerin/Den Lehrer überrumpeln, ohne gemeinsam nach einer Lösung des Problems zu suchen

„Ich weiß schon, was Sie sagen wollen, und habe bereits einen Termin in einem Nachhilfeinstitut ausgemacht.“

„Wir haben uns überlegt, dass unser Kind einen Kurs für Lernmethoden in einer externen Einrichtung besucht. Damit hat sich das Problem ja dann erübrigt.“

„Unser Kind darf in Zukunft in der Woche nicht mehr fernsehen, das haben wir jetzt strengstens verboten. Sie werden sehen, ab morgen kann es sich besser konzentrieren.“

„Wir haben bereits einen Termin mit der Schulleitung ausgemacht, um diese Frage an höherer Stelle zu klären.“

Solche Überrumplungstaktiken schließen die Lehrkraft von der Lösung des Problems aus. Eine Kooperation ist dann nur noch schwer möglich, denn eine Vertrauensbasis existiert oft nicht mehr. Schalten Sie nicht hinter dem Rücken der Lehrkraft die Schulleitung ein. Zuweilen ist ein Problem gewichtig genug, um es vor die Schulleitung zu bringen, vorher sollten Sie jedoch zunächst versucht haben, es mit der Lehrkraft zu lösen, und sie dann gegebenenfalls, wenn Sie nicht zu Ergebnissen kommen, darüber in Kenntnis setzen, dass Sie sich jetzt an die nächsthöhere Instanz wenden werden. Bedenken Sie, wenn Sie einen solchen Schritt erwägen, ob das Problem wichtig genug ist, um es in so großem Rahmen zu klären, ob Sie Ihrem Kind damit hilfreich sind und ob Sie die Kooperation mit der Lehrkraft aufs Spiel setzen wollen. Denn wenn sich die Lehrkraft in Ihrer Kompetenz übergangen fühlt, werden sich die Gesprächsstrukturen verhärten.

Mein Tipp
Fragen Sie die Lehrerin/den Lehrer unbedingt nach ihren/seinen eigenen Vorstellungen, wie das Problem gelöst werden kann. So fühlt sie/er sich nicht ausgeschlossen, sondern bekommt Einfluss auf die weitere Entwicklung.
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Kommentare zu "10 wichtige Tipps fürs Lehrergespräch"
  • Anonym schreibt am 23.05.2011

    Der bezahlte Pädagogikprofi ist doch eigentlich der Lehrer. Leider können allzu viele nicht besonders gut mit ihren Mitmenschen umgehen. Das kann ein Vorteil für all die sein, die es besser können oder bgesser lernen. In der neuen Ich-kann-Schule gilt: \"Wenn ich mit deinen Kräften BESSER umgeje als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir.\" Mit dem Verständnis dieses einfachen Sachverhalts kann schon ein 7jähriges Kind mehr Einfluss auf seine Lehrerin bgekommen als diese selbst. Und das ist nicht gerade uninteressant für Kinder jeden Alters.
    In der neuen Ich-kann-Schule habe ich die üblichen Lehrer-Elterngespräche mal mit einem IKS-Gespräch verglichen. Als IKS-Lehrer würde ich den Mund nicht aufmachen, wenn ich den Eltern nicht einen Erfolg berichten könnte, den ihr Kind mit meiner Pädagogik erzielt hat. Nie käme ich auf die peinliche Idee, Fehler des Kindes aufzuzählen und von den Eltern zu erwarten, dass sie daraufhin auch noch ihr Kind unter Druck setzten.
    Mich interessieren ALLE Talente des Kindes, die schwächten am meisten. Die bekommen von mir stets Interesse, Achtung, Bewunderung - von so etwas wächst man als Talent. Ich quäle das Kind auch nicht mit Aufgaben sondern ich interessiere mich erst einmal für sein GENIE. Dann gebe ich dem GENIE die Aufgabe, damit es zeigen kann, was es kann. Darauf schauen wir uns ebenso wohlwollend wie gtenau an, wieweit es schon gekommen ist. Und wenn es noch nicht die Höchstpunktzahlö erreicht hat, dann freuen wir uns mit ihm darauf, dass wir demnächst ein Stück weiter sind und das Ziel sicher erreichen werden. So, und nun überlege selbst, wie sich das anfühlt, wenn ich die Mama und den Papa an diesem erfreulichen WACHSTUMSPROZESS ihres Kindes Anteil nehmen lasse.
    Und wenn Dir mein Du-musst-Schule-Kollege nur alle Taten Deines Kindes kleinhäckselt und Dir seine gesammelten Misserfolge vor die Füße wirft, um Dich noch kleiner zu bekommen, als er schon ist? Lass es ihm! Behalte Deine eigene Sicht! Bleibe Dir und Deinen Kräften treu! Mache Dich mit ihnen stark und denke ihm und seinen geschwächten Kräften Stärkung zu! Haue ihm nicht jedesmal seine Fehler um die Ohren sondern sprich mit ihm darüber, wie er sich entwickeln wird, was ihm alles Gutes einmfallen wird, wie er die Probleme lösen wird, welche Freude darüber sein wird,..... dann lenkst Du die Entwicklung dahin, wo sie sein soll. Ich freue mich auf Euren Erfolg.
    Franz Josef Neffe
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