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So klappt das Einschlafen bei Ihrem Kind ohne Probleme

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So klappt das Einschlafen bei Ihrem Kind ohne Probleme

» Tipps zum Thema Einschlafen

Zum vierten Mal geht abends die Kinderzimmertür auf, und Ihr Kind kommt heraus, weil es „ganz dringend“ noch irgendetwas braucht. Mit unseren Einschlaf-Tipps für Kinder läuft das Einschlafen auch bei Ihrem Kind sicherlich bald entspannter ab.

Die Ursachen, warum Kinder abends nicht einschlafen, sondern immer wieder auftauchen, sind unterschiedlich, doch in den seltensten Fällen geht es um das, was Ihr Kind als Grund vorgibt. Vielmehr lassen sich drei Hauptprobleme  für das Einschlafen bei Kindern unterscheiden:
1.
Ihr Kind schläft nicht ein, weil es Angst hat, abends etwas zu verpassen, wenn es schon ins Bett soll, Sie aber noch im Wohnzimmer sitzen
2. Ihr Kind schläft nicht ein, weilesunter Trennungsängsten leidet und mag deshalb nicht allein im Zimmer bleiben.
3.
Ihr Kind schläft nicht ein, weil es eine rege Fantasie hat und im Dunklen allerlei „Monster“ im Kinderzimmer sieht. Das ist ab dem so genannten Märchenalter (ab etwa drei Jahren) relativ häufig.

Mein Tipp zum besseren Einschlafen bei Kindern:

Sämtliche „beliebten“ Gründe, wieder aus dem Bett zu kommen, sollten Sie bereits in Ihr Abendritual aufnehmen. Ihr Kind sollte vor dem Schlafengehen auf der Toilette gewesen sein, es sollte ausreichend zu Abend gegessen haben, darf vor dem Zubettgehen noch etwas Wasser trinken, und über die Sorgen und Nöte des Tages sprechen Sie jeden Abend mit ihm, wenn Sie an der Bettkante sitzen.

 

 

Tipp, wie das Einschlafen bei Kindern besser klappt: Sorgen Sie für einen ruhigen Ausklang des Tages

Achten Sie auf ein ruhiges Abendritual, sodass Ihr Kind abends die Möglichkeit hat „herunterzufahren“. Eine Stunde vor der Schlafenszeit keine Aufregungen mehr, kein Fernsehen und kein Toben. Dämpfen Sie das Aktivitätsniveau der ganzen Familie, drehen Sie Fernseher (am besten ganz ausschalten!) oder Musik leiser und dämpfen Sie auch die Lautstärke Ihrer Unterhaltung. Lassen Sie die Kinderzimmertür einen Spalt auf, und vermitteln Sie Ihrem Kind, dass abends gar nichts Spannendes passiert. Verzichten Sie in der Zeit auf lautes Fernsehen, hitzige Gespräche oder längere Telefonate. Kommt Ihr Kind trotzdem immer wieder heraus, bringen Sie es – wie eine kaputte Schallplatte – mit den immer gleichen Worten ruhig und freundlich, aber bestimmt ins Bett zurück, z. B.: „Es ist längst Schlafenszeit. Bitte bleib in deinem Bett. Gute Nacht, (Name des Kindes)“.

Zum besseren Einschlafen sollte Sie am besten in der Nähe Ihres Kindes sein

Eine gedämpfte Geräuschkulisse wirkt beruhigend. Wenn Sie abends das Kinderzimmer verlassen, fühlt sich Ihr Kind sicherer, wenn es Sie hören kann und somit weiß: Aha, meine Eltern sind noch da! Vielleicht führen Sie mit gedämpfter Stimme ein Telefongespräch oder summen leise vor sich hin, wenn Sie abends dasitzen und stricken oder etwas aufräumen. Lassen Sie Ihr Kleines beim abendlichen Kuscheln noch einmal so richtig „Nähe tanken“, z. B. durch viel Körperkontakt beim Vorlesen. Nehmen Sie Ihr Kind dabei auf den Schoß oder in den Arm. Das Lieblingskuscheltier erleichtert Ihrem Kind den Abschied von Mama oder Papa. Als Stellvertreter für die Eltern sind Teddy & Co. zuverlässige Tröster Ihres Kindes. Sie können die Wirkung des Kuscheltiers noch steigern, wenn Sie es z. B. jeden Abend für kurze Zeit an Ihre Brust drücken und Ihrem Kind erklären, dass Sie es jetzt mit Ihrer Liebe „aufgeladen“ haben.

Mein Tipp zum Einschlafen:

Unterstützend können Sie Ihrem Kind die Geschichte von der Schlummermaus vorlesen: „Jetzt wird aber geschlafen! Oder: Wie die Schlummermaus hilft zu schlafen!“ von Bärbel Spathelf und Susanne Szesny (Albarello 2000, 4. Auflage; 32 Seiten; 13,70)

 

 

Fiese Monster vertreiben, damit Ihr Kind einschlafen kann

Auch bei „Monsteralarm“ sind Kuscheltiere prima Beschützer. Vielleicht können ein oder mehrere Plüschtiere in Zukunft als Schutztiere für Sicherheit sorgen und die Monster verjagen. Ein Wachtposten könnte schon an der Tür sitzen und ein weiterer neben dem Bett. Wenn Sie jetzt noch eine Geschichte um die geheimen Kräfte und früheren Heldentaten der Schutztiere ranken lassen, verstärkt das deren Wirksamkeit ganz ungemein. Helfen Sie Ihrem Kind, selbst aktiv gegen seine Angst vorzugehen. Fragen Sie es, was ihm helfen würde, damit es weniger Angst haben muss. Greifen Sie, wenn möglich, seinen Vorschlag auf und setzen Sie ihn um. Gegen Monster unter dem Bett könnte z. B. eine „magische“ Taschenlampe helfen, deren Lichtstrahl Geister vertreibt. Vielleicht könnte es das Monster selbst in eine Schachtel locken, etwa mit einem Bonbon, um es dann aus dem Zimmer zu bringen. Auch Fantasiegestalten oder ein Schutzengel können Ihrem Kind Sicherheit geben. Fragen Sie außerdem immer nach, was Sie tun könnten, damit Ihr Kind keine Angst mehr haben muss.

Wenn Ihr Kind nicht einschlafen kann, hilft die Gutschein-Methode

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es drei Gutscheine bekommt. Immer wenn es nach dem Schlafengehen wieder aus dem Zimmer herauskommt, muss es dafür einen Gutschein bei Ihnen abgeben. Wenn alle abgegeben sind, muss es in seinem Zimmer bleiben. Sollte Ihr Kind danach noch einmal auftauchen, wird es wortlos zurückgeführt – schließlich ist es „offiziell“ im Bett. Der Trick dabei: Die meisten Kinder heben sich einen Gutschein für „Unvorhergesehenes“ auf – die Nacht ist schließlich lang. So beschränkt sich das abendliche Auftauchen in der Regel auf zwei „Zugaben“. Als besonderen Anreiz können Sie Ihrem Kind eine Belohnung versprechen, wenn es am nächsten Morgen noch alle drei Gutscheine hat.

 

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