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Wintersport mit Kindern
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Wintersport mit Kindern: Alternativen zum Alpin-Ski

Was Sie beim Wintersport mit Kindern und Jugendlichen berücksichtigen sollten

Hauptsaison für Wintersport-Fans - Auch Kinder und Jugendliche lieben es, sich im Schnee auszutoben, auf Skiern die Abfahrt zu meistern oder die langen Rodelbahnen in Ski-Gebieten zu erforschen. Lesen Sie hier, welche Wintersportarten Kindern besonders Spaß machen und warum der Sport sogar das Lernen fördert. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Bewegung mit Kindern: Snowboarden (ab ca. 10 Jahren)

Besonders bei Jugendlichen ist das Snowboarden mittlerweile die derzeit „angesagteste“ Wintersportart. Anders als beim Skifahren steht man hier mit beiden Füßen auf einem Brett, und das Bewegungsmuster beim Snowboarden ähnelt eher dem Wellenreiten als dem üblichen Skilaufen. Auch das Snowboarden sollte Ihr Kind am besten unter fachmännischer Anleitung in einem Kurs vor Ort erlernen. Besonders wichtig ist, von Anfang an das Kurvenfahren, Bremsen und Hinfallen zu üben, da erfahrungsgemäß die meisten Unfälle besonders in den ersten Tagen auf dem Snowboard passieren (Kosten für Snowboard ab ca. 120€, für Snowboardschuhe ab ca. 100€).

Plus fürs Lernen durch Bewegung: Snowboarden regt die Kreativität Ihres Kindes an, denn mit dem Brett lassen sich viel mehr Kunststücke umsetzen als auf Skiern. Neben der üblichen Skiausrüstung benötigen junge Snowboarder unbedingt einen Schutz der Handgelenke: Entsprechende Schoner oder so genannte „Tapes“ verringern das Verletzungsrisiko um ein Vielfaches. Da es verschiedene Arten von Snowboards, unterschiedliche Bindungen und auch unterschiedliche Snowboardschuhe gibt (Soft-, Hardboots), lassen Sie sich auch hier am besten in einem Fachgeschäft beraten. Wenn Sie wissen, was Ihr Kind braucht, können Sie immer noch versuchen, die entsprechenden Utensilien in einer Internet-Skibörse (in den Tageszeitungen nachsehen) oder z. B. bei www.ebay.de gebraucht zu bekommen.

Bewegung mit Kindern: Langlauf (ab 8 Jahren)

Auch der Skilanglauf ist für Kinder eine sehr geeignete Wintersportart. Er beansprucht das Herz-Kreislauf-System, fördert die Kondition und die Koordination, stärkt die gesamte Rumpfmuskulatur und ist durch seine gleitenden, sanften Bewegungen auch sehr gelenkschonend. Langlauf beugt Haltungsschäden vor und fördert sowohl die Koordination als auch die Alltagsmotorik und die Reaktionsschnelligkeit. Kinder können noch keine langen Langlaufstrecken bewältigen und brauchen öfter kleinere Pausen, in denen sie sich stärken und ihren Durst löschen können. An vielen Skiorten gibt es mittlerweile spezielle Übungsflächen für Kinder, die mit Hügelbahnen, Hindernisparcours und kleinen Schanzen zum spielerischen Ausprobieren einladen.

Plus fürs Lernen durch Bewegung: Wissenschaftlich belegt ist inzwischen auch, dass vor allem Ausdauersport sich günstig auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt und die Intelligenz steigert.

Langlaufausrüstung für Kinder

Für Einsteiger bietet sich die „klassische“ Langlauf-Technik an, für die man einen so genannten Schuppenski mit integrierter Steighilfe benötigt  (Kosten: ab ca. 100€). Für die Skilänge gilt hier: 20 bis 30 cm plus Körpergröße, für die Stocklänge Körpergröße minus 25 bis 30 cm. Langlaufschuhe sollten über die Knöchel reichen und eine Nummer größer als die übliche Schuhgröße gewählt werden (Kosten: ca. 80€). Wenn es sehr kalt ist, ist spezielle Langlaufunterwäsche zu empfehlen, die Sie in allen Wintersportgeschäften bekommen. Besser mehrere dünne Schichten übereinander tragen als einen dicken Skianzug („Zwiebelsystem“). Wichtig sind auch eine wärmende Mütze mit Schal (Kosten:  20€) sowie eine Langlaufbrille (Kosten: 20€). Darüber hinaus braucht man wasserdichte Handschuhe und gute Laufsocken, da meistens zuerst die Zehen und die Finger kalt werden.

Bewegung mit Kindern: Schneeschuhlaufen

Weniger bekannt ist das Schneeschuhlaufen, das aber immer beliebter wird und auch für Kinder sehr gut geeignet ist. Hierfür schnallt man sich Untersätze aus Aluminium oder Plastik unter die Schuhe, die ein Einsinken im tiefen Schnee verhindern – und schon kann man die schönsten Schneewanderungen unternehmen. Für das Schneeschuhlaufen braucht man zunächst keine besonderen Schuhe: Ein fest sitzender Trekkingstiefel und Skistöcke zum Abstützen reichen für den Anfang.

Bewegung mit Kindern: Rodeln

Ob auf dem Holzschlitten den kleinen Hügel hinuntersausen oder mit einem Profi-Bob lange Abfahrten meistern: Rodeln war schon immer ein winterliches Vergnügen der rasanteren Art. Wer längere Rodelpartien wagen will, braucht einen guten „fahrbaren Untersatz“: Ein Schlitten mit Lenk-Riemen und nach innen gekanteten Schienen ist allemal sicherer als ein billiger Plastik-Bob (Kosten: ab 80€). Ihr Kind sollte natürlich auch hier wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen tragen. Helm, Skibrille und Handschuhe sind ebenfalls ein Muss für junge Rodler. Außerdem sollten Sie sich gut über die jeweils geltenden Regeln und Gefahren an der Rodelbahn informieren. Selbst Rodelbahnen, die als „leicht“ eingestuft sind, können Gefahren bergen, z. B. wenn sich Eis auf der Fläche gebildet hat oder wenn es schneit. Die längsten und beliebtesten deutschen Rodelbahnen finden Sie auf der Internetseite http://www.rodeln.com/.

Plus fürs Lernen durch Bewegung: Beim Rodeln oder Schlittenfahren muss Ihr Kind besonders gut auf seine Umgebung achten, damit keine Unfälle passieren. Das schult seine räumliche Wahrnehmung, die es besonders im mathematisch logischen Lernbereich benötigt.

Bewegung mit Kindern: Schlittschuhlaufen

Immer noch sehr beliebt bei Menschen aller Altersstufen ist das Schlittschuhlaufen, das nicht nur auf zugefrorenen Seen, sondern auch in Eislaufhallen Spaß macht. In allen Eishallen können Sie Schlittschuhe für ein paar Euro leihen.

Plus fürs Lernen durch Bewegung: Um beim Schlittschuh laufen nicht ständig umzufallen, braucht Ihr Kind ein gutes Gleichgewichtgefühl. Eine Vielzahl von Muskeln steuert diese komplizierten Bewegungsabläufe, so dass das Gleichgewichtsgefühl Ihres Kindes verbessert wird.

Mein Tipp: Indoor-Schneepisten – Skifahren für „Daheimgebliebene“
Ob „Snow-Dome“ in  Bispingen, das „Alpincenter“ in Bottrop oder „Snowtropolis“ in der Lausitz: Indoor-Skihallen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch hier werden Einsteiger- und Wochenendkurse für Skifahrer oder Snowboarder angeboten. Mehr Infos über Indoor-Skihallen finden Sie unter www.indoor-ski.de.

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