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Lernstress in der Pubertät
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Lernstress in der Pubertät: Woher kommt er?

Gestresste Teenager

Stress war vor vielen Tausenden von Jahren überlebenswichtig, damit die Menschen zum Beispiel beim Angriff eines Säbelzahntigers sofort flüchten oder kämpfen konnten. Unter Stress verändert sich auch heute noch einiges im Körper: Atmung und Puls werden schneller, das Blut wird dickflüssiger, die Körpertemperatur steigt, die Muskeln spannen sich an, das Gefühl, aufs Klo zu müssen, setzt ein – und leider setzt auch manchmal das Denken aus. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Auch heute gibt es noch Situationen, in denen wir besonders schnell und spontan handeln müssen, um Gefahren abzuwenden. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie stehen auf einer Straßenkreuzung und sehen plötzlich, wie ein Auto auf Sie zurast. Wenn Sie lange überlegen würden, in welche Richtung Sie am besten springen sollten, um sich zu retten, wäre es wahrscheinlich schon zu spät. Deshalb schaltet sich in solchen Momenten das Denken ab: Ihre Muskeln spannen sich an und Sie springen „automatisch“ zur Seite.

Je größer das Stressgefühl in einem solchen Moment ist, desto stärker wird auch das Denken blockiert. Dafür verantwortlich ist unter anderem das Hormon Adrenalin. Bei manchen Extremsportarten versetzen sich die Sportler aufgrund der hohen Adrenalinproduktion des Körpers beinahe in einen Rausch – das Denken wird ausgeschaltet, und sie fühlen sich richtig „high“.

Das ist so zu erklären: In Stresssituationen produziert der Körper das Hormon Adrenalin und schickt es ins Gehirn. Dort sorgt es dafür, dass die Verbindungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn blockiert werden und damit das Denken unmöglich gemacht wird.

Ärgerlich ist natürlich, dass das Denken Ihres pubertierenden Kindes nicht nur blockiert wird, wenn es in körperlicher Gefahr schwebt, sondern auch dann, wenn es zum Beispiel vor einer Klassenarbeit Stress hat. Während einer Klassenarbeit kann das Denken ebenfalls blockiert werden, und Ihr Kind weiß gar nichts mehr. Später, wenn die Stresssituation vorbei ist, fällt ihm dann unter Umständen alles wieder ein – nur ist es jetzt leider zu spät.

Die drei wichtigsten Gründe, warum Pubertierende in die Lernstress-Falle geraten, möchten wir Ihnen vorstellen.

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