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Soziale Kompetenz und Motivation steigern
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Umgang mit Gefühlen: Die eigenen Gefühle verstehen und beherrschen!

Der Schlüssel zur sozialen Intelligenz

Wissenschaftler weltweit sind sich inzwischen einig: Erfolg, Glück und Gesundheit hängen entscheidend von der Fähigkeit ab, mit seinen eigenen Gefühlen kompetent umzugehen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Kind dabei unterstützen können.  

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Gefühle sind in den meisten Situationen im Leben eines Menschen mit von der Partie. Beim Spielen, Lernen, Streiten, Kommunizieren oder Fernsehen: Freude, Lust, Wut, Zorn, Trauer oder Aufregung machen die jeweilige Tätigkeit erst zu einem intensiven Erlebnis. Gefühle sind auch das Fundament, auf dem soziale Intelligenz wachsen kann. Nur wenn Kinder ihre eigenen Gefühle erstens wahrnehmen und zweitens damit umgehen können, gelingt ihnen das auch bei anderen. Sie müssen etwa lernen, sich zu beruhigen, wenn sie aufgeregt sind, oder ihre Wut in angemessene Bahnen zu lenken. Es ist wichtig für Ihr Kind zu verstehen, dass nicht seine Gefühle ein Problem darstellen, sondern der Umgang damit.

Beispiel: Jakob singt seit einiger Zeit im Kinderchor der Gemeinde. Für eine bestimmte Stelle in einem Lied hat er mit seinem Vater einige Tage lang geübt. Beim nächsten Chorsingen klappt jedoch erneut genau diese Passage nicht, und Jakob wird von einem auf den andern Moment total wütend. Er schmeißt sein Notenheft auf den Boden und rennt aus dem Raum. Der ganze Chor stoppt das Vorsingen und schaut Jakob nach.

Was ist passiert?

Jakob ist ein Kind, das durchaus Zugang zu seinen Gefühlen hat und diese auch zulässt, auch die Wut über sein Versagen. Allerdings ist sein Umgang damit noch verbesserungswürdig. Er reagiert impulsiv und unüberlegt, stört den gesamten Chor und bringt sich selbst in eine (weitere) unangenehme Situation. Nicht nur der Chorleiter, sondern auch die anderen Kinder fühlen sich von Jakobs Verhalten gestört. Möglicherweise wird sogar der Verbleib des Jungen im Chor in Frage gestellt. Jakob könnte besser reagieren, seinen Ärger erst später rauslassen und einen Plan fassen, wie er diese schwierige Stelle im Lied doch noch lernen kann. Doch diesen bewussten Umgang mit seinen Gefühlen muss er erst lernen: wie jedes Kind.

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