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Wie viel Förderung braucht Ihr Kind?

Was benötigt ein Kind in den ersten Lebensjahren, damit es fit für die Zukunft wird? Braucht es dazu eine bestimmte Anzahl Förderkurse, oder ist es inzwischen des Guten manchmal schon zu viel? Wie viel Förderung ist wirklich wichtig und sinnvoll, damit sich Ihr Kind gut entwickelt? Dieser Beitrag verrät es Ihnen! 

Expertenrat von 

Förderung: Lassen Sie sich von den Zeitfenstern nicht stressen!

 Eltern wollen für ihr Kind nur das Beste, wenn sie es beizeiten fördern. Schließlich weiß man heute, dass es für verschiedene Fertigkeiten optimale Zeitfenster fürs Lernen gibt, die sich dann wieder schließen. „Torschlusspanik“ und Förderwahn sind in den meisten Fällen aber völlig unnötig. Auch wenn es im Lauf der Entwicklung immer wieder bestimmte Zeitfenster gibt, in denen Kinder eine neue Fähigkeit wie Laufen oder Sprechen erlernen, kann Versäumtes meist nachgeholt werden. So ist inzwischen durch Untersuchungen belegt, dass Babys, die wegen einer Krankheit lange liegen müssen, das Laufen genauso gut erlernen – nur eben etwas später. Beim Spracherwerb hat sich zwar gezeigt, dass nicht alle Versäumnisse aufzuholen sind. Allerdings beziehen sich die Untersuchungen auf diesem Gebiet auf Kinder, die extrem vernachlässigt oder gar misshandelt wurden. Die einzige bekannte Ausnahme stellt das Erlernen einer Zweitsprache dar. Hier gibt es bis zum sechsten Lebensjahr tatsächlich bessere Bedingungen als später, weil die Zweitsprache dann in derselben Hirnregion abgespeichert wird wie die Muttersprache, was danach nicht mehr möglich ist.

Mein Tipp:
Geld für Kinder-Sprachkurse können Sie sich in der Regel trotzdem sparen, weil eine Stunde Kurs pro Woche wenig Effekt hat. Es gibt keine einzige Untersuchung, die zeigt, dass solche gelegentlichen Übungseinheiten etwas bringen. Eine Zweitsprache wird nur dann gut erlernt, wenn in der Umgebung Ihres Kindes auch tatsächlich zwei Sprachen gesprochen werden, z. B. in einem bilingualen Kindergarten. 
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Kommentare zu "Wie viel Förderung braucht Ihr Kind?"
  • Marlene schreibt am 03.02.2014

    Vielen Dank für diesen sehr hilfreichen Beitrag, Frau Dr. Schmelz!
    Erst einmal die Grundlagen lernen - das ist so wichtig. Darauf kann man dann alles weitere aufbauen.
    Besonders hilfreich der Satz: "Das menschliche Gehirn kann nie etwas völlig Neues lernen, sondern nur an bereits vorhandenes Wissen anknüpfen." Das heißt vielleicht z.B., wenn das Kind krabbeln gelernt hat, kann man ihm helfen, darin geschickter zu werden, indem man es über meine gegrätschten Beine krabbeln lässt, oder die Abstände zum lockenden Spielzeug immer ein klein wenig größer macht oder andere altersgemäße Hindernisse einbaut.
    Nochmals vielen Dank!
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