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Den meisten Kindern tut es gut, sich auch während der Ferien ein wenig mit dem Schulstoff zu beschäftigen, um so wenig wie möglich zu vergessen.
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Lernplan Sommerferien: So macht Ihr Kind es richtig

Spielerisches Lernen in den Ferien

Ob Ihr Kind in den Sommerferien für die Schule lernen muss, hängt ganz von seinen vorherigen Leistungen ab. Den meisten Kindern tut es gut, sich auch während der Ferien ein wenig mit dem Schulstoff zu beschäftigen, um so wenig wie möglich zu vergessen. Wie Sie den „Sommerfahrplan“ zum Lernen am besten umsetzen, erfahren Sie hier. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

In den Ferien ist spielerisches Lernen ganz wichtig

Bevor Sie einen Lernplan für die Sommerferien entwickeln, müssen Sie zunächst einmal klären, was Ihr Kind genau braucht und was es leisten kann. Gute Schüler, die motiviert sind und viel Spaß an der Schule haben, brauchen keinen Lernplan. Wenn Ihr Kind aber nicht in allen Fächern mitkommt oder sich mit dem Lernen schwertut, hilft ihm die Ferienunterstützung im nächsten Schuljahr. Um herauszubekommen, was für Ihr Kind das Richtige ist, hilft die Checkliste.

Mit der notwendigen Ruhe, Geduld und viel Humor können auch schwache Schüler in den Ferien Spaß am Lernen entwickeln. Wichtig ist dabei, dass die Kinder immer motiviert werden und ihre Anstrengungen Anerkennung findet. Viel Lob, kleine Belohnungen und Motivationshilfen sind erlaubt, wenn in der kostbaren Ferienzeit für die Schule gelernt wird.

Manchmal klappt das Lernen gar nicht

Wenn Ihr Kind sich strikt weigert, in den Ferien etwas zu lernen, kommen Sie mit Druck nicht weiter. Sind seine Noten sehr schlecht, müssen Sie unbedingt herausfinden, was die Ursache dafür ist. Lustlosigkeit, Demotivation, Frustration und viele Misserfolge können zu einer Lernblockade führen. Da hilft auch der volle Einsatz in den Ferien nicht weiter.

Sprechen Sie nach den Ferien in Ruhe mit den Lehrern und ziehen Sie gegebenenfalls auch Fachkräfte wie Schulpsychologen oder Erziehungsberater hinzu, um Ihrem Kind weiterzuhelfen.

 

Was braucht mein Kind in den Ferien?

Mein Kind Lernverhalten Lernverhalten

Mein Kind ist von dem Schuljahr sehr erschöpft und braucht unbedingt Zeit, um sich zu erholen. Mein Kind lernt meistens ganz spielerisch und hat oft Spaß dabei. Es wirkt nicht erschöpft.
Mein Kind hat ein tolles Zeugnis, wir sind rundum zufrieden. Es reicht, wenn Sie kurz vor Schulbeginn gemeinsam die Hefte durchblättern. Es reicht, wenn Sie irgendwann in den Ferien mal gemeinsam den Schulranzen aufräumen.
Mein Kind hat ein mittelmäßiges Zeugnis, es wäre gerne besser. Gönnen Sie Ihrem Kind vier Wochen Ruhe vom Lernen. Beginnen Sie dann langsam, die Schwerpunkte des letzten Jahres zu wiederholen. 30 Minuten pro Tag reichen. Lassen Sie Ihr Kind selbst einen Plan aufstellen, wann es etwas für die Schule lernen möchte. Achten Sie darauf, dass sein Vorgehen realistisch ist.
Mein Kind hat ein schlechtes Zeugnis, es ist nur knapp versetzt worden.

Vermutlich ist Ihr Kind frustriert und benötigt dringend Ferien. Klären Sie vor dem Lernen ganz genau, was Ihr Kind wiederholen muss. Beginnen Sie damit frühestens nach drei Wochen ungetrübter Ferienerholung.

Beispiel: Einmaleins wiederholen, jeden Tag zehn Minuten.

Spielen Sie in den letzten drei Ferienwochen Schule. Jeder Tag ist einem anderen Thema gewidmet. Orientieren Sie sich an den Klassenarbeiten des vergangenen Jahres und an der Empfehlung des Lehrers.

Beispiel: Jeden Tag zehn Vokabeln diktieren – und diktieren lassen.

Mein Kind hat eine Teilleistungsstörung, es tut sich mit dem Lesen, Rechnen oder Schreiben schwer.

Binden Sie den Problembereich auch in den Ferien in den Alltag ein. Achten Sie darauf nur spielerisch zu üben. Lassen Sie sich vom Lehrer oder Lerntherapeuten Material empfehlen.

Beispiel: Buchstabierwettbewerb bei Legasthenie.

Wählen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind geeignetes Übungsmaterial aus, das Lehrer oder Lerntherapeut empfohlen haben. Ihr Kind darf entscheiden, wie viel es davon bearbeiten möchte.

Beispiel: Sicher richtig schreiben https://bit.ly/2rZ6C3E 

Mein Kind hat ein klares Hass-Fach, mit dem es sich nicht gerne beschäftigt.

Versuchen Sie in den Ferien interessante Angebote zu finden, die das ungeliebte Fach attraktiv machen.

Beispiel: Mit Rechen-Muffeln ins Mathe-Museum gehen.

Finden Sie Argumente, warum das Spaß machen kann.

Beispiel: Mit Lese-Muffeln eine Schnitzeljagd veranstalten.

 

 

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