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Lernmethoden und Lerntechniken sind Werkzeuge, die das Lernen effizienter machen. Lesen Sie hier, wie Ihr Kind diesen Prozess ganz spielerisch beginnen kann.
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Methodentraining für Kinder: So lernt Ihr Kind es spielerisch

Lernstoff bewältigen

Lernmethoden und Lerntechniken sind Werkzeuge, die das Lernen effizienter machen sollen. Wer sie beherrscht, profitiert davon sein Leben lang. Schon in der Grundschule kann Ihr Kind beginnen, sich mit Lernmethoden vertraut zu machen. Lesen Sie hier, wie Ihr Kind diesen Prozess ganz spielerisch beginnen kann. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Den Lernstoff und neue Fertigkeiten wesentlich leichter bewältigen

Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und jedes Schulkind braucht Zeit, um sich mit den Lernmethoden anzufreunden. In den ersten Jahren sollte es immer wieder unterschiedliche Lerntechniken ausprobieren, um sich daran zu gewöhnen. Schnell werden sich bestimmte Strategien herauskristallisieren, die Ihrem Kind persönlich ganz besonders liegen. Diese kann es dann während der gesamten Schulzeit immer wieder nutzen.

Der Pool an Lernmethoden ist randvoll

Neben den bewährten Lerntechniken tauchen in regelmäßigen Abständen neue Vorgehensweisen auf, die interessant sind und dem einen oder anderen Schulkind sicher nutzen. Für die Grundschule reicht es jedoch aus, sich auf drei bis fünf Lernmethoden zu konzentrieren. Anstatt jeden Monat eine neue Strategie auszuprobieren, sollte Ihr Kind lieber die bekannten Lerntechniken wiederholen und einüben. In der weiterführenden Schule ist noch genug Zeit, den Strategiepool zu vergrößern.

1. Lernmethode: Blitzlicht

Beim Blitzlicht (oder Brainstorming) sammelt Ihr Kind zu einem bestimmten Thema alle Informationen, die ihm spontan einfallen. Die Ideen werden unkommentiert aufgeschrieben und gesammelt. Das Blitzlicht funktioniert auch gut in einer Gruppe, wenn jeder sagen darf, was ihm zu dem Thema einfällt.

  • Beispiel: Ihr Kind soll ein Referat über das Thema Erntedankfest halten. Im Stuhlkreis seiner Klasse oder zu Hause mit seiner Familie spricht es darüber, was das Erntedankfest sein könnte und was es für die Menschen bedeutet.

2. Lernmethode: Expertengespräch

Beim Expertengespräch sucht Ihr Kind sich besondere Klassenkameraden oder bestimmte Erwachsene, die Spezialwissen zu dem Thema haben. So sammelt es mehr Informationen und erweitert seinen Wissenspool.

  • Beispiel: Ihr Kind spricht mit einem Klassenkameraden, der auf einem Bauernhof lebt. Außerdem befragt es seinen Onkel, der jedes Jahr ein Erntedankfest organisieren hilft.

 

3. Lernmethode: Clustering

Sind viele Informationen zusammengekommen, müssen sie sortiert und geordnet werden. Beim Clustering werden in einer Gruppe alle Informationen geordnet, die zusammengehören. So ergeben sich Begriffsgruppen (Cluster), und eine Struktur des Themas wird deutlicher.

  • Beispiel: Die unterschiedlichen Informationen zum Erntedankfest notiert Ihr Kind auf einzelnen Kärtchen, die nun zu sinnvollen Gruppen zusammengefasst werden. Aus diesen Gruppen entwickelt Ihr Kind die Gliederung seines Vortrages.
    • Wann beginnt die Ernte und wann endet sie?
    • Was bedeutet die Erntezeit für die Menschen?
    • Was wird überhaupt geerntet?
    • Warum feiern die Menschen das Erntedankfest?
    • Wie wird gefeiert?

4. Lernmethode: 5-Schritte-Lesemethode

Wenn Ihr Kind einen Text lesen muss, hilft diese Methode.

  1. Text überfliegen und Schlüsselwörter oder bekannte Begriffe merken
  2. Fragen an den Text formulieren
  3. Text gründlich lesen und wichtige Informationen unterstreichen
    (unbekannte Begriffe klären)
  4. Sinnabschnitte zusammenfassen
  5. Überschriften formulieren

Beispiel: Um seinen Vortrag mit weiteren Informationen zu füllen, liest Ihr Kind einen Text in seinem Lesebuch. Die 5 Schritte-Lesemethode hilft ihm dabei, alles gut zu verstehen.

5. Lernmethode: Spickzettel

Der Spickzettel hilft, wenn es darum geht, sich wichtige Informationen zu einem Thema zu merken oder einen Vortrag zu halten. Auf Kärtchen notiert Ihr Kind sich stichwortartig das Wichtigste zum Thema. Jede Karte steht für einen Sinnabschnitt des Vortrags und sollte ca. zehn Stichwörter umfassen sowie eventuell durch eine Skizze ergänzt werden.

  • Beispiel: Für seinen Vortrag bereitet Ihr Kind sich fünf nicht zu kleine Kärtchen vor, auf die es die wichtigsten Informationen zum Thema schreibt. Die Stichwörter helfen ihm dabei, das Thema Erntedankfest gut vorzutragen.

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