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Mietkosten zahlen
© Gina Sanders

Miete und Mieterhöhung: Was ist wirklich rechtens?

Sie wohnen zur Miete und Ihr Vermieter will nach kurzer Zeit die Mietkosten erneut erhöhen? Das müssen Sie nicht einfach so hinnehmen! Lesen Sie hier, welche Rechte Sie als Mieter genießen und wie Sie unrechtmäßige Mieterhöhungen erkennen. 

Dr. Dietmar Kowertz: Verbraucherschutz-Experte
Expertenrat von 
Dr. Dietmar Kowertz, Verbraucherschutz-Experte

Was es mit der Mietpreisbremse auf sich hat

Sicherlich haben auch Sie die Debatte um die sogenannte Mietpreisbremse verfolgt. Weil die Mieten in vielen Großstädten innerhalb kurzer Zeit raketenartig in die Höhe geschossen sind, will der Gesetzgeber die Notbremse ziehen. Tatsächlich gibt es diese „Mietpreisbremse“ schon lange. Bisher durften Vermieter die Miete innerhalb von drei Jahren um maximal 20 Prozent erhöhen. Die Mietrechtsreform erlaubt Landesregierungen nun, diese Obergrenze bei Mangel an bezahlbarem Wohnraum auf 15 Prozent zu begrenzen. Bisher haben erst Hamburg, Berlin und Bayern die neuen Regelungen umgesetzt.

Noch weiter gehen die Pläne der großen Koalition, wonach die Kappungsgrenze künftig sogar auf 10 % der ortsüblichen Vergleichsmiete gesenkt werden soll. Zudem soll eine Erhöhung künftig nur noch alle vier Jahre erlaubt sein.

Im Gespräch ist auch eine Kappungsgrenze für Neuvermietungen. Denn zieht ein neuer Mieter ein, kann der Vermieter die ortsübliche Miete gänzlich vernachlässigen und quasi jede Summe verlangen, die der Interessent zu zahlen bereit ist. Damit soll künftig Schluss sein. Vorgesehen ist eine Kappungsgrenze von 10 % über dem Mietspiegelniveau. Die Mietpreisbremse ist vor allem ein Segen für Langzeitmieter, die noch von den günstigen Konditionen alter Mietverträge profitieren.

So profitieren Ihre Kinder von Ihren Mietkonditionen
Wenn auch Sie eine kleine Miete bezahlen, können Sie sie an Ihre Kinder quasi weitervererben. Lassen Sie diese Person, mit der Sie offiziell einen Haushalt führen müssen, als Zweitmieter in Ihren Mietvertrag eintragen. Der Vermieter wird sich dem nur aus wirklich triftigem Grund verweigern. Sollten Sie dann einmal ausziehen (z.B. in eine kleinere Wohnung) kann Ihr Nachfolger die Wohnung zu den günstigen Konditionen übernehmen!
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