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Neurodermitis bei Babys erkennen – Symptome und Vorbeugung

Symptome von Neurodermitis und Tipps zur Vorbeugung

Viele kennen Neurodermitis als eine mit quälendem Juckreiz einhergehende Hauterkrankung, die Jugendliche und Erwachsene treffen kann. Dass Neurodermitis bereits im Säuglingsalter auftreten kann, wissen die wenigsten Eltern. Weil Babys uns nicht sagen können, was ihnen fehlt, ist es umso wichtiger, auf erste Anzeichen zu achten. Woran Sie erkennen, ob Ihr Baby Neurodermitis hat und wie Sie der Krankheit vorbeugen können – darüber informieren wir Sie hier. 

Warum ist wichtig, Neurodermitis bei Babys schnell zu erkennen?

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische Hautkrankheit, die sich vor allem durch starken Juckreiz bemerkbar macht. Sie tritt in Schüben auf, wobei Stärke und Häufigkeit der Beschwerden variieren können. Aufgrund des hohen Leidensdrucks ist es wichtig, die Krankheit so wie früh wie möglich zu erkennen.

Mit einem versierten Facharzt an der Seite lässt sich ein individuelles Behandlungskonzept erstellen. Dank diesem können Beschwerden gelindert und eventuell auslösende Faktoren ausfindig gemacht werden. Eltern haben dann die Möglichkeit, Schüben vorzubeugen.

Symptome bei Babys: So erkennen Sie die Neurodermitis 

Bei Babys und Säuglingen tritt Neurodermitis relativ häufig auf. Noch sind die Ursachen nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass die Haut von Säuglingen weniger widerstandsfähig ist als die von Erwachsenen. Auch die Tatsache, dass das Immunsystem noch nicht so stark ausgeprägt ist, könnte das Entstehen einer Neurodermitis begünstigen.

Wie können Eltern erkennen, ob ihr Baby Neurodermitis hat? Die auch als atopische Dermatitis bezeichnete Krankheit kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bei Ihrem Baby feststellen, sollten Sie zur Abklärung einen Kinderarzt aufsuchen:

Milchschorf

Neurodermitis bei Baby und Kind macht sich häufig durch Bläschen auf der Kopfhaut bemerkbar. Diese sind zunächst noch mit Flüssigkeit gefüllt, entwickeln sich aber im weiteren Verlauf zu weißen Verkrustungen. Weil diese dem Aussehen verbrannter Milch ähneln, wird dieses Symptom oftmals als Milchschorf bezeichnet.

Mit der Zeit kann sich der Milchschorf auch auf andere Körperregionen ausbreiten. Tritt Milchschorf ohne weitere Symptome auf, kann dieser auch eine harmlose Ursache haben.

Juckreiz

Babys, die ungewöhnlich oft schreien und sich ständig kratzen, könnten an Juckreiz leiden. Dieser ist typisch für Neurodermitis. In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Kinderarzt oder Hautarzt aufsuchen.

Gerötete Hautstellen und Ekzeme

Rötungen können auch in den Arm- und Kniebeugen sowie an den Streckseiten von Armen und Beinen auftreten. Ebenso erhöhen großflächige Rötungen auf Nacken, Hals, Dekolleté und Schultern die Wahrscheinlichkeit für eine Neurodermitis.

Doppelte Lidfalte

Eine doppelte Lidfalte unterhalb der Augen kann, muss aber nicht ein Anzeichen für Neurodermitis sein. Kommen weitere Symptome hinzu, kann die doppelte Lidfalte beim Stellen einer eindeutigen Diagnose helfen.

Familiäre Vorbelastung

Die Wahrscheinlichkeit, an Neurodermitis zu erkranken, ist höher, wenn es eine familiäre Vorbelastung gibt. Fragen Sie also in Ihrer Familie nach, ob es dort Fälle von Neurodermitis gab bzw. gibt.

Schubartiger Verlauf

Weil Neurodermitis in Schüben verläuft, sind die Symptome in der Regel nicht dauerhaft vorhanden. Sie können mal stärker und mal schwächer sein. Achten Sie also aufmerksam auf erste Anzeichen eines neuen Schubs. So können Sie entsprechend vorbeugen und wissen beim nächsten Mal, welche Faktoren am besten vermieden werden sollten.

Mit diesen Tipps können Sie Neurodermitis bei Ihrem Baby vorbeugen

Auch wenn sich eine Neurodermitis nicht immer verhindern lässt, können Eltern einiges tun, um die Wahrscheinlichkeit zu senken. Kinderärzte empfehlen zum Beispiel konsequentes Stillen bis zum einschließlich sechsten Monat. Doch warum ist Stillen für Babys so gesund? Muttermilch enthält Immunglobuline, die das Immunsystem anregen und das Baby gegen verschiedene Krankheiten schützen.

Außerdem kann es helfen, Rauchen zu vermeiden – sowohl während der Schwangerschaft als auch danach. Denn heute weiß man: Rauchen fördert Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Studien zeigen, dass bei Kindern rauchender Eltern die Gefahr, im Laufe des Lebens eine Allergie oder Neurodermitis zu entwickeln, höher ist als bei Kindern aus Nichtraucher-Haushalten.

Stress kommt als weitere Ursache für Neurodermitis infrage. Eltern sollten also darauf achten, ihr Baby in einer ruhigen Umgebung aufwachsen zu lassen.

Wie Sie weitere Neurodermitis-Schübe bei Ihrem Baby vermeiden

Und wie können Eltern ihrem Baby helfen, wenn es bereits an Neurodermitis erkrankt ist? Neben der Begleitung durch einen Kinder- oder Hautarzt gilt es, schubauslösende Reize zu vermeiden. Da es sich um eine „atopische“ Erkrankung handelt, kann der Kontakt mit eigentlich harmlosen Stoffen einen Neurodermitis-Schub auslösen.

Zur Vorbeugung empfiehlt es sich zum Beispiel, kratzende Textilien zu vermeiden und auf reizarme Kleidung zu setzen. Diese besteht aus weichen, natürlichen Materialien wie Baumwolle. Daneben können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

  • Vermeiden Sie, dass Ihr Kind stark schwitzt
  • Waschen Sie neue Kleidung grundsätzlich vor dem ersten Tragen
  • Achten Sie auf die Hautpflege, vor allem in der Sonne und bei Kälte und verwenden Sie eine Hautcreme, die für Neurodermitis-Patienten geeignet ist
  • Legen Sie nach dem Abstillen Wert auf eine gesunde Ernährung mit frischem Obst und Gemüse
  • Führen Sie Ihr Kind langsam an bestimmte Nahrungsmittel wie Nüsse, Kuhmilch, Eier, Weizenprodukte und säurehaltige Zitrusfrüchte heran und beobachten Sie, ob die Haut reagiert
  • Extreme Hitze oder Kälte sollten so weit wie möglich vermieden werden
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