Kommentare:
Vielen ist Englisch schon ein wenig vertraut, denn die meisten Grundschüler können beim Englischlernen auf einen gewissen Wortschatz in Englisch zurückgreifen, den sie aus ihrem Alltag kennen.
© fotolia

Englisch 3. Klasse: Tipps und Tricks zum Englischlernen

Englisch 3. Klasse: Lerntipps zur Förderung

Englischlernen gelingt am leichtesten durch Nachahmung. Deshalb wird in den meisten Grundschulen in Englisch auch ausschließlich Englisch gesprochen. So empfindet Ihr Kind das Englischlernen als selbstverständlich. Dies können Sie mit unseren Lerntipps für Englisch zu Hause nutzen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Grundschulkinder haben keine Berührungsängste bei einer neuen Sprache

Wie schön, dass die meisten Kinder in der Grundschule noch keine Berührungsängste mit einer neuen Sprache haben. Sie machen sich keine Gedanken über eine falsche Grammatik und freuen sich über jedes neue Wort, das sie oft auch gleich anzuwenden versuchen, egal ob es gerade passt oder nicht. Vielen ist Englisch schon ein wenig vertraut, denn die meisten Grundschüler können beim Englischlernen auf einen gewissen Wortschatz in Englisch zurückgreifen, den sie aus ihrem Alltag kennen. Das ist gut für den Lernprozess, denn je mehr Verknüpfungspunkte es zu dem neuen Wissen gibt, desto leichter kann Ihr Kind das abspeichern und besser Englischlernen.

Lerntipps Englisch: Gameboy und Burger – das kennst du schon

Unterstützen Sie das Interesse für Englisch zum Beispiel damit, dass Sie mit Ihrem Kind auf die Suche nach englischen Alltagsausdrücken gehen. Ganz bestimmt werden Sie schon nach kurzer Zeit fündig. Sammeln Sie die Wörter und schreiben Sie sie auf ein großes Plakat. Ihr Kind darf nun zum Englischlernen den deutschen Ausdruck daneben schreiben oder, noch besser, malen. Wetten, dass es diese Wörter in Englisch mit diesen Lerntipps nicht so schnell vergisst?

Eine Reihe von bekannten englischen Wörtern sind zum Beispiel:
family, fantasy, Baby, walkman, shop, fan, event, ticket, partner look, party, cool.

Es ist bekannt, dass schon kleinstes fremdsprachliches Wissen den Einstieg in eine neue Sprache enorm erleichtert. Das ist verständlich, denn wenn Ihr Kind ersteinmal realisiert, dass es bereits eine ganze Reihe Wörter in Englisch kennt und benutzt, steigt nicht nur seine Motivation, sondern auch sein Selbstbewusstsein („Ich kann ja schon Englisch!“) beim Englischlernen. Wenn Ihr Kind diese Erkenntnis gewinnt, ist der erste große Schritt bereits gemacht.

 

Tabelle: Wie Sie Ihr Kind zuhause unterstützen können

Das soll im
Englischunterricht
erreicht werden

So können Sie Ihr Kind zu Hause unterstützen

Die Kinder sollen Freude und Interesse an Sprachen generell entwickeln.

Nicht immer müssen Eltern die Lehrer und Kinder die Lernenden sein. Es ist ein toller Kick fürs Selbstbewusstsein, wenn Ihr Kind Ihnen jeden Tag etwas Neues in Englisch beibringen darf. Natürlich ist es auch erlaubt, Hausaufgaben aufzugeben und diese zu überprüfen. Vielleicht bekommen Sie von Ihrem Kind ja eine gute Note.

Anhand von alltäglichen Situationen soll Ihr Kind neue Lebenswelten erkunden, die es mittels Englisch bewältigen kann.

Planen Sie eine fiktive Reise ins aufregende London, wo für jeden Geschmack etwas Interessantes zu finden ist. Grundschüler können sich beispielsweise stark für das Wachsfigurenkabinett begeistern. Dort finden sie berühmte Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Zeitperioden. Simulieren Sie zum Englischlernen einen Besuch und lassen Sie sich von Ihrem Kind etwas über eine berühmte Persönlichkeit erzählen.

Die Grundschüler sollen grundlegende sprachliche Mittel erwerben und diese experimentell erproben.

Beim Vorlesen und Selberlesen aus/in Büchern, Zeitschriften oder Comics kann Ihr Kind Wörter in Englisch finden oder erste deutsche Wörter selbstständig in Englisch übersetzen. Der König wird zum king, die Prinzessin zur princess – vielleicht erkennt es so beim Englischlernen erste Ähnlichkeiten und beginnt, selber nach Übersetzungen in Englisch zu suchen.

Die Kinder sollen Englisch als Schlüsselsprache der modernen Medienwelt entdecken und nutzen können.

Die Medien sind stark geprägt von Englisch, das wird besonders im Internet deutlich. Sprechen Sie mit Ihrem Kind zum Englischlernen über die Bedeutung des Englischen im World Wide Web, indem Sie der Herkunft von Ausdrücken wie E-Mail, browser, flatscreen, mouse, pc, news, homepage, etc. auf den Grund gehen.

Schülerinnen und Schüler sollen herausfinden, wie sie selber Englisch lernen und mit welchen individuellen Techniken und Methoden das persönliche Englischlernen besonders erfolgreich ist.

Aktivieren Sie beim Englischlernen alle Sinne Ihres Kindes, um es mit der Sprache vertraut zu machen. Schon bald werden Sie merken, dass manche Lernkanäle stärker ausgeprägt sind als andere.

Mama, wie heißt denn das?

Natürlich ist es hilfreich, wenn Eltern ein gutes Englisch sprechen und dies mit ihrem Kind ab und zu trainieren. Doch notwendig ist das nicht, damit Schülerinnen und Schüler einen Zugang zur Sprache bekommen und sie nach und nach immer besser beherrschen. Auf dem Bildungsmarkt gibt es eine Fülle von gutem Material, das sich an den aktuellen Lehrplänen orientiert. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von guten Kinderbüchern auf Englisch, die im Wechsel mit deutschen Geschichten Lust aufs Vorlesen und Selberlesen machen. Vielleicht kennt Ihr Kind die kleine Raupe Nimmersatt schon auf Deutsch und ist gespannt, wie der Text wohl auf Englisch klingt: Carle, Eric: The very hungry caterpillar, Westermann Verlag, ca. 15 €.

Was will die Schule mit dem frühen Englischunterricht erreichen?

Fremdsprachen zu beherrschen wird im Europa der offenen Grenzen immer wichtiger, denn längst beschränkt sich der Markt für deutsche Arbeitnehmer nicht mehr auf das eigene Land. Um die sprachliche und kulturelle Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler über die muttersprachlich geprägte Welt hinaus zu erweitern, verfolgt schon die Grundschule ganz bestimmte Ziele (siehe Tabelle). 

So motivieren Sie Ihr Kind richtig

Kinder lernen gerne und brennen dann darauf, das neue Wissen auch anzuwenden. Gut so, denn je öfter sich Ihr Kind mit der englischen Sprache beschäftigt, desto vertrauter wird sie und desto mutiger wird Ihr Kind, sie weiter auszuprobieren. Egal ob Sie selber viel und gut Englisch sprechen oder ob Sie überhaupt keine Erfahrungen mit dieser Sprache haben: Ihre Unterstützung bedeutet Ihrem Kind viel. Testen Sie hier, wie es mit Ihrer Motivationshilfe bestellt ist.

Checkliste: Wie gut motivieren Sie Ihr Kind zum Englischlernen? (ja/nein)

  1. Zeigen Sie Ihrem Kind deutlich Ihr Interesse an seinen Fortschritten beim Englischlernen, in dem Sie häufig detailliert nachfragen, was es in der Schule gemacht hat?  
  2. Verfolgen Sie den Lernfortschritt Ihres Kindes, indem Sie sich regelmäßig mit seinen Englischmaterialien und seinen Hausaufgaben auseinandersetzen?                      
  3. Ermutigen Sie Ihr Kind immer wieder, die gelernten englischen Wörter auch im Alltag anzuwenden?          
  4. Singen Sie gemeinsam englische Lieder oder tragen Sie englische Gedichte vor?                    
  5. Fordern Sie Ihr Kind ab und zu auf, Ihnen etwas auf Englisch beizubringen?                
  6. Loben Sie Ihr Kind für seine Bemühungen, sich englische Wörter zu merken und sich ab und zu in Englisch auszudrücken?                      
  7. Lesen Sie mit Ihrem Kind ein englisches Buch?  
  8. Sehen Sie mit Ihrem Kind ab und zu einen Film in englischer Originalsprache?                      

Auswertung: Es gibt viele Möglichkeiten, ein Kind beim Erlernen einer Fremdsprache zu unterstützen. Lob und Anerkennung, aber auch ehrliches Interesse für geleistete Fortschritte zeigen Ihrem Kind am deutlichsten, wie wertvoll seine Bemühungen sind. Am wichtigsten ist es daher, dass sie die Fragen Nummer 1, 2, 5 und 6 mit ja beantworten. Darüber hinaus ist es natürlich für Ihr Kind auch sehr hilfreich, wenn Sie seine Bemühungen, Englisch zu sprechen und zu verstehen, aktiv unterstützen. 

So fördern Sie die einzelnen Lerntypen richtig

  • Der auditive Typ:
    Er behält am besten, was er hört. Sprechen Sie Vokabeln auf Kassette und lassen Sie Ihr Kind diese vor dem Schlafengehen anhören. Lesen Sie Englisch vor und schauen Sie Kinderfilme in englischer Muttersprache. 
  • Der visuelle Typ: 
    Er behält am besten, was er sieht. Bilderbücher mit englischen Bezeichnungen oder Texten (je nach Alter und Schwierigkeitsgrad), handgeschriebene Botschaften oder Plakate mit wichtigen Vokabeln bleiben Ihrem Kind gut im Gedächtnis. 
  • Der kommunikative Typ: 
    Kommunikation mit anderen Kindern oder Erwachsenen hilft diesem Lerntyp enorm, sich Dinge zu merken. Führen Sie Unterhaltungen, so oft es geht, auf Englisch. Laden Sie andere Kinder ein und lassen Sie sich beim Nachmittagskakao auf Englisch unterhalten. 
  • Der motorische Typ: 
    Bewegung hilft diesem Typ, sich verschiedene Inhalte zu merken. Lassen Sie ihn einen Sketch auf Englisch spielen, fragen Sie Vokabeln beim Spazierengehen oder Radfahren ab und tanzen Sie laut englisch singend zu entsprechender Musik. 

Seien Sie auch in der stillen Periode geduldig

Seien Sie bitte nicht erstaunt, wenn Ihr Kind zwar schon nach kurzer Zeit viel Englisch zu verstehen scheint, dies aber nicht aktiv anwendet. Das ist ein ganz normales Stadium des Sprachenlernens, welches man die silent period (stille Periode) nennt und das auch beim Erlernen der Muttersprache zu beobachten ist. Nach einer gewissen Zeit, in der sich ein erstaunlicher Wortschatz ansammelt, wird auch Ihr Kind den Mut finden, die neue Sprache auszuprobieren. Wichtig ist dann nur, dass Sie möglichst wenig korrigieren, sondern Ihr Kind vorbehaltlos motivieren. 

Mein Tipp:

Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck, sein neues Wissen aktiv anzuwenden. Auch wenn der Freund oder die Freundin bereits erste eigene Sätze spricht und Ihr Kind sich damit jedoch noch zurückhält, besteht kein Grund zur Sorge. Akzeptieren Sie, dass jedes Kind in seinem eigenen Tempo lernt.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Englisch 3. Klasse: Tipps und Tricks zum Englischlernen"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden. Datenschutz-Hinweis
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Lernmethoden und Lerntechniken" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Lernmethoden und Lerntechniken" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?

Elternwissen.Lerntipps: