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Teenager mit Ehrgeiz
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Ehrgeiz wecken: So setzt sich Ihr Teenager eigene Ziele

Pubertierende Jugendliche müssen nicht zwingend auch lernunwillige und motivationslose Schüler sein. Sicher gehört das Lernen für die Schule in diesem Alter nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen. Entscheidend für die Leistungsbereitschaft von Kindern und Jugendlichen sind jedoch die Bedingungen und Voraussetzungen, unter denen das Lernen stattfindet. Was Sie als Eltern dazu beitragen können, um den Ehrgeiz Ihres Kindes zu wecken, lesen Sie im Folgenden. 

Expertenrat von 

Leistungsbremse für Teenager 2: Die Schwächenfixierung

Für Schüler ist es normal, dass in ihren Klassenarbeiten Fehler rot markiert und nicht die guten Ideen oder richtigen Aussagen z.B. grün hervorgehoben werden. Sicher ist es richtig, auch an Schwächen zu arbeiten, doch der extreme Blick darauf scheint leider eine besondere „Spezialität“ unter deutschen Lehrern und Eltern zu sein – übrigens nicht nur im schulischen Umfeld: Selbst bei einem Fußballspiel zwischen amerikanischen und deutschen Jugendlichen fiel das „spezielle“ Verhalten der deutschen Eltern auf: Während die amerikanischen Väter ihre Kinder mit Zurufen wie „Gut gemacht!“ oder „Toller Schuss!“ motivierten, ergingen sich die deutschen Väter vorwiegend in negativen Kommentaren wie „Pass doch besser auf!“, „Du musst früher abspielen!“ oder Kritik am Schiedsrichter.

So stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes
Stärken Sie das Vertrauen Ihres Kindes in sein eigenes Können. Vermeiden Sie daher eine zu große Konzentration auf die Schwächen, sondern betonen Sie die Stärken Ihres Kindes. Kein Mensch kann motiviert zur Sache gehen, wenn er nur weiß, was er nicht kann. Schauen Sie daher genau auf Ihr Kind, und schenken Sie immer wieder den Fä- higkeiten, Charaktereigenschaften und Leistungen Beachtung, die ihr Kind positiv auszeichnen.

Leistungsbremse für Teenager 3: Ein beschämender Umgangston

„Niemand soll beschämt werden!“ lautet ein Grundsatz finnischer Schulen. Dass in Deutschland Schüler hingegen viel zu oft beschämt werden, zeigt eine Untersuchung des Bildungsforschers Prof. Jürgen Baumert. Dieser hatte seinen schweizerischen Studenten Videoaufnahmen aus dem deutschen Mathematikunterricht gezeigt. Die Studenten waren entsetzt von dem respektlosen, abwertenden, kränkenden Umgangston. Baumert resü- miert, dass Bemerkungen wie „Schon wieder dieser Fehler!“ oder „Habe ich das nicht schon viermal gesagt?“ vermutlich noch harmlos sind gegenüber dem, was sonst in deutschen Klassenzimmern manchmal zu hören sei. Dass Kinder und Jugendliche auf solche abwertende Bemerkungen nicht mit verstärktem Leistungswillen, sondern im Gegenteil mit Rückzug oder aggressivem Verhalten reagieren, ist völlig verständlich.

Achten Sie auf den Umgang
Achten Sie auch zu Hause auf einen wertschätzenden Umgang miteinander, und gehen Sie hier mit gutem Vorbild voran. Besonders beim Umgang mit Fehlern, Misserfolgen etc. ist es wichtig, dass Sie sensibel bleiben. Trennen Sie Lob und Kritik deutlich voneinander, trösten und ermutigen Sie Ihr Kind, statt es mit Vorwürfen oder gar Drohungen zum Arbeiten zu bewegen.
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