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Feedback in der Pubertät
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Soll ich mein Kind für schulische Leistungen loben, belohnen, kritisieren oder bestrafen?

Wenn Ihr pubertierender Nachwuchs mit einer guten oder schlechten Note nach Hause kommt, dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie effektiv die verschiedenen Feedback-Varianten sind und worauf Sie beim Loben und Kritisieren achten sollten. 

Expertenrat von 

Drei wichtige Grundregeln der Kommunikation

Unabhängig von den hierarchischen Strukturen gilt aber: Je positiver die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind ist und je besonnener Sie Ihr Feedback kommunizieren, umso besser wird es von Ihrem Kind angenommen. Die folgenden drei Kommunikationsregeln können Ihnen dabei helfen.

1. Regel: Achten Sie auf Ihre Körpersprache

„Der Ton macht die Musik.“ Sicher kennen Sie dieses Sprichwort. Es meint, dass mehr als das, was Sie inhaltlich sagen, der Unterton, in dem Sie es sagen, von Ihrem Kind wahrgenommen wird. Der Satz „Da hast du ja wirklich gut gelernt!“ kann je nachdem, wie Sie ihn sagen, von Ihrem Kind als positives Lob oder auch als indirekte Kritik aufgefasst werden. Neben der Stimme ist auch entscheidend, welche Körperhaltung, Gestik und Mimik Sie Ihrem Kind gegenüber zeigen. Eine dominantaggressive oder arrogante Körpersprache provoziert Ihr Kind und macht es für keinerlei Feedback empfänglich.

Unser Rat
Versuchen Sie eine neutrale oder, wenn Ihnen das trotz Ärger möglich ist, eine offene und freundliche Körpersprache beizubehalten.

2. Regel: Die Beziehung bestimmt den inhaltlichen Erfolg der Kommunikation

Eine bekannte Grundregel der Kommunikation besagt, dass zwei Menschen nur dann sachlich miteinander reden können, wenn die Beziehung zwischen ihnen positiv bzw. neutral ist. Für die Kommunikation mit Ihrem Kind bedeutet das, dass Ihre Rückmeldungen nur dann bei ihm ankommen, wenn Ihre Beziehung zueinander gut ist. Ist Ihr Verhältnis hingegen belastet, wird Ihr Kind dazu neigen (und umgekehrt auch Sie), sachlich gemeinte Aussagen vorwiegend mit dem „Beziehungsohr“ zu hören und negativ zu interpretieren. Ihre sachlich-neutral gemeinte Aufforderung „Zeig mir doch mal deinen Mathe-Test“ wird von Ihrem Kind dann möglicherweise nur als Einleitung für eine anschließende negative Beurteilung wahrgenommen.

Unser Rat
Für ein erfolgreiches Kritikgespräch oder ein glaubwürdiges Lob müssen Sie zuvor mögliche Streitereien aus dem Weg räumen.

 

3. Regel: Übernehmen Sie Verantwortung für den Verlauf des Gesprächs

Sicher können Sie sich an Gespräche erinnern, die völlig anders verlaufen sind, als Sie es sich vorgestellt haben. Vielleicht haben Sie sich dabei falsch oder gar nicht verstanden gefühlt und den Grund dafür bei Ihrem Kommunikationspartner gesucht. Ob Ihre Nachricht bzw. Ihr Feedback richtig bei Ihrem Kind ankommt, dafür sind im Wesentlichen aber Sie selbst verantwortlich!

Unser Rat
Überprüfen Sie, ob Ihre Signale eindeutig (ohne Widersprüche zwischen verbalen und körpersprachlichen Signalen), genau und verständlich (laut, deutlich, präzise formuliert) und als direkte Botschaft (ohne missverständliche Ironie) bei Ihrem Kind ankommen. Ist das nicht der Fall, liegt es an Ihnen, das Missverständnis aufzuklären und Ihr Anliegen genauer darzulegen.
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