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Hilfe, mein Kind sitzt zu viel vor dem Computer!

Der PC gehört mittlerweile selbstverständlich zu unserem Leben dazu. Deshalb müssen Jugendliche den selbstständigen und verantwortungsvollen Umgang mit ihm unbedingt erlernen. Das geht natürlich am besten durch learning by doing. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind dabei sinnvoll unterstützen können und was Sie tun sollten, wenn es bei seinen PC-Aktivitäten über die Stränge zu schlagen scheint. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

„Ego-Shooter“ & Co.: Wie gefährlich sind Ballerspiele?

Ego-Shooter sind eine besonders umstrittene Kategorie der Computerspiele, bei der der Spieler aus der eigenen Perspektive heraus mit Schusswaffen computergesteuerte Gegner bekämpft. Deshalb haben sie auch den Namen „Killerspiele“ bekommen. Die psychologische Wirkung solcher Spiele ist wissenschaftlich sehr umstritten. Während manche Studien zu dem Schluss kamen, dass Ballerspiele keinerlei Auswirkungen auf die Gewaltbereitschaft der Spieler haben, beschwören andere genau das Gegenteil. Gegner kritisieren, dass der Spieler geradezu darauf programmiert werde, zur Kampfmaschine zu werden. Viele der bekannt gewordenen Amokläufer hatten viel Zeit mit „Killerspielen“ verbracht, bevor sie auch in Wirklichkeit zu Waffen gegriffen haben.

So umstritten die wissenschaftliche Beweislage auch ist, so kann man doch mit gewisser Sicherheit sagen, dass

  • ein Jugendlicher, der nur gelegentlich Ego-Shooter-Spiele spielt, deshalb noch lange nicht zwangsläufig gewaltbereit oder gar zum Amokläufer wird;
  • dass ein Amokläufer bereits lange vor seiner Tat massive psychische Beeinträchtigungen, unterdrückte Aggressionen, Traumatisierungen oder ausgeprägte soziale Ängste mit sich herumgetragen hat.

So mag das exzessive Spielen von Ego-Shooter-Spielen vielleicht das Fass zum Überlaufen gebracht haben, als alleinige Ursache kann es aber nicht angesehen werden. Auch wenn ein kritischer Umgang mit Baller-Spielen sicher angebracht ist, so gilt doch: Wenn Ihr Kind (meistens handelt es sich um Jungen) nur gelegentlich solche Baller-Spiele spielt, ansonsten aber gut in einen Freundeskreis eingebettet ist sowie auch andere Hobbys und Interessen hat, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Erst wenn Baller-Spiele mit extremer Leidenschaft gespielt werden und Ihr Kind keinen Kontakt zu anderen Jugendlichen hat, sollten Sie tätig werden. In diesem Fall sollten Sie eine entsprechende Beratungsstelle in Ihrer Nähe kontaktieren.

Mein Tipp:
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur PC-Spiele spielt, die altersgemäß sind.  Doch Vorsicht: Nur weil ein Spiel ab zwölf Jahren freigegeben ist, heißt das noch lange nicht, dass es pädagogisch empfehlenswert ist. Hilfreiche Bewertungen von PC- oder Konsolen Spielen finden Sie auf folgenden Internet-seiten: www.spieleratgeber-nrw.de und www.spielbar.de
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