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Streitschlichter helfen
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Schulprobleme: Wie Streitschlichter helfen können

An vielen Schulen nehmen Streitereien zu und es wird immer häufiger über Schulprobleme zwischen Schülern berichtet. Ein Modell gegen Schulprobleme und verbale Gewalt an der Schule vertreten die Streitschlichter. Lesen Sie hier, ob dieses Modell Schulprobleme lösen kann und sich für Ihre Schule lohnen könnte. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin


Wer wird Streitschlichter?

Streitschlichter sind in der Regel ältere Schüler ab der 7. Klasse, die eine 20- bis 80-stündige Ausbildung durchlaufen, in der sie mit den wesentlichen Grundzügen der Mediation vertraut gemacht werden. Ihnen zur Seite steht ein Team aus Lehrerinnen und Lehrern, die das Konzept pädagogisch unterstützen. Streitschlichter versuchen, die verfeindeten Parteien nach einem Streit an einen Tisch zu bekommen, und moderieren den Gesprächsverlauf. Dafür gibt es vorgegebene Regeln, nach denen sich alle teilnehmenden Parteien richten müssen. Die verschiedenen Phasen solch eines Mediationsgespräches können wie folgt aussehen:

  1. Die Streitschlichter stellen sich vor und informieren die Konfliktparteien über die Gesprächsregeln.
  2. Die streitenden Parteien schildern ihre Positionen ausführlich.
  3. Die Streitenden werden nach der ganz persönlichen Bedeutung dieses Konflikts gefragt.
  4. Alle Beteiligten sammeln Ideen zur Lösung.
  5. Es wird gemeinsam nach einem Kompromiss gesucht.
  6. Der Lösungsansatz wird schriftlich in einem so genannten Friedensvertrag niedergelegt.
Streitschlichter tragen eine große Verantwortung

Streitschlichtung eignet sich vor allen Dingen für mittelschwere Konflikte, denn körperliche Gewalt und Straftaten gehören nach wie vor in die Verantwortung von Erwachsenen. Die Ausbildung als Streitschlichter vermittelt wichtige soziale Kompetenzen, von denen Schüler ihr ganzes Leben lang profitieren werden. Vielleicht eine Aufgabe für Ihr Kind?

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Kommentare zu "Schulprobleme: Wie Streitschlichter helfen können "
  • Christian schreibt am 24.03.2016

    Wie in der Schulmedizin auch wird in der Problematik Gewalt-an-der-Schule Symptombehandlung betrieben. Gewalt entsteht durch Gewalt! Gewalt wird durch Lehrer aber auch Schüler, die selbst Gewalt erfahren haben ausgeübt. Nach den neuesten Ergebnissen der Gehirnforschung (Gerald Hüther z.B.) ist die Schule im herkömmlichen Sinn ein Auslaufmodell und müsste so, wie sie fast überall noch funktioniert sofort abgeschafft bzw radikal umgestellt werden, damit Kinder wieder SEIN und mit Freude lernen können!

    Gerald Hüther: Wieso die Schulen versagen
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