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Angst vor der Rolle als Vater
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Die Angst vor dem Vaterwerden

Wenn Männer Vater werden haben sie berechtigte Ängste. Die Angst vor dem Vater werden ist zwar normal, aber unnötig. Lesen Sie hier, wie Sie mit väterlichen Ängsten umgehen können! 

Expertenrat von 
Ingrid Neufeld, Erzieherin

Die Angst vor dem Versagen

Natürlich wollen Sie Ihrer Familie etwas bieten. Obwohl der Vater als klassischer Versorger ein Auslaufmodell ist, sehen sich viele Väter trotzdem noch immer in der Rolle, dass sie sich ums Geld kümmern müssen. Darum haben viele Väter davor Angst, zu wenig zu verdienen, sich ein Kind eigentlich gar nicht leisten zu können. Sie haben auch Angst davor, dass das Geld nicht mehr reicht, wenn das Einkommen der Frau zeitweise wegfällt. Wie wird es künftig mit Urlauben aussehen? Oder mit anderen Extras? Wie wird sich die Betreuung des Kindes auf die eigene Leistungsfähigkeit auswirken? Wenn die Partnerin erwartet, dass man nachts auch mal aufsteht und das Baby versorgt, könnte das nicht immer leicht werden. Doch vielleicht kann man sich hier so abwechseln, dass der Vater nachts während der Woche durchschlafen kann und dafür am Wochenende auch mal eine Nachtschicht übernimmt.

Die Angst vor der eigenen Rolle

Junge Menschen wissen heute mehr als noch ihre eigenen Eltern über die Bedeutung der Psychologie. Darum ist den Vätern auch klar, dass sich ihr Kind mit ihm identifizieren wird. Insbesondere wenn das Baby ein Junge wird. Überall kann der junge Vater nachlesen, dass Buben männliche Vorbilder brauchen. Darum haben manche Väter Angst davor, dass sie diese Rolle nicht ausüben können, dass sie den Erwartungen nicht gerecht werden. Letztlich mündet die Angst davor in der Vorstellung, als Vater Schuld daran zu sein, wenn ein Kind auf Grund einer falschen Rollenvermittlung auf die schiefe Bahn gerät oder anders als "normal" wird.

Ängste besiegen

Doch egal wie viele Ängste ein werdender Vater auch haben mag: Es ist durchaus normal, Angst zu haben. Nur Menschen, die sich keine Gedanken machen, sind völlig furchtlos. Wer Angst oder ein mulmiges Gefühl hat, denkt über seine Rolle als werdender Vater nach und ist auch offen für mögliche Lösungsideen.

So kann es schon helfen, wenn der werdende Vater die junge Mutter zum Frauenarzt begleitet. Wenn er selbst die Herztöne hören kann und mit den Händen auf dem Bauch der Partnerin spürt, dass das kleine Wesen zu strampeln beginnt, kann das ein wärmendes Gefühl erzeugen, das Ängste schmelzen lässt. Nehmen Sie als Vater Anteil an den Gedanken Ihrer Partnerin. Planen Sie mit Ihr zusammen die Zukunft Ihrer kleinen Familie. Richten Sie das Kinderzimmer ein und gehen Sie mit zu Geburtsvorbereitungskursen. Reden Sie mit Ihrer Partnerin über Ihre mulmigen Gefühle. Sie hat selber möglicherweise auch einige Ängste.

 

Mein Tipp für werdende Väter
Reden Sie mit anderen werdenden Vätern über Ihre Ängste, oder fragen Sie Ihren eigenen Vater, wie er sich auf die Geburt seiner Kinder vorbereitet hat und welche Gefühle er dabei hatte. Auch solche Gespräche können helfen.  
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