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Mathe lernen
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Mathe lernen: So helfen Sie Ihrem Kind beim Lernen

So sind Sie eine wahre Unterstützung für Ihr Kind!

Pubertierende Kinder in Mathematik zu unterstützen, stellt Eltern nicht selten vor eine große Herausforderung. Nicht nur, weil viele den Lernstoff nicht (mehr) beherrschen, auch trifft häufig die elterliche Ungeduld auf fehlendes mathematisches Verständnis und mangelnde Begeisterung für das Fach Mathematik. Was Eltern bei ihrer Unterstützung beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 

Folgende Tipps geben wir Eltern, die Ihre Pubertierenden beim Lernen im Fach Mathematik helfen möchten:

  • Üben Sie erst, wenn Ihr Kind die Rechenvorgänge verstanden hat! Auf gar keinen Fall sollten Sie Ihr Kind mit Übungsaufgaben stressen, bevor es die Aufgabentypen und Rechenoperationen vom Prinzip her beherrscht. Fühlen Sie sich dabei überfordert oder kommen Ihre Erklärungsversuche bei Ihrem Kind nicht an, sollten Sie es dabei unterstützen, die richtigen Fragen in der kommenden Unterrichtsstunde zu stellen, um dort das Verständnisproblem zu lösen. Sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind üben, empfehlen wir die Internetseiten www.mathepower.de und www.matheaufgaben.m.net sowie die Duden-Lernhilfen „Einfach klasse in Mathematik“.
  • Weniger ist meist mehr! Lieber 15 Minuten konzentriert und ohne Murren gezielt für das Fach Mathe trainieren, als lange Kämpfe auszutragen. Gerade beim Rechnen ist weniger oft mehr. Mehrere kleine Lernportionen von je etwa zehn Minuten mit Lernpausen sind hierbei meist sinnvoller.
  • Verabreden Sie Lernzeiten! Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden, wann und wie lange sie lernen. Stellen Sie zum Beispiel einen Wochenplan zum Lernen auf. Vermeiden Sie, bei Pubertierenden diese Lernzeiten in die späten Abendstunden zu verlegen, denn Ihr Kind sollte möglichst fit sein.
Unser Tipp: Lassen Sie Ihrem Kind eine Wahl, dann ist es beim Mathe lernen motivierter!

Bieten Sie zwei alternative Termine an, beispielsweise „Wollen wir morgen nach 15 Uhr oder am kommenden Samstag Morgen lernen?“. Bei dieser Entscheidung zwischen „Ja“ und „Ja“ können Sie Ihr Kind am ehesten zum gemeinsamen Lernen motivieren.

  • Haben Sie Geduld! Bei mathematischen Lernprozessen dauert es nicht selten länger, bis ein Verständnis da ist und im Gehirn ein Licht aufgeht. Wenn für Sie etwas selbstverständlich erscheint, ist es das für Ihr Kind noch lange nicht. Geben Sie Zeit zum Nachdenken, und bleiben Sie dabei nicht ungeduldig neben Ihrem Kind stehen oder sitzen. Gehen Sie lieber weg und lassen Ihr Kind alleine denken. Das unmittelbare Warten von Mutter oder Vater setzt Ihr Kind unter Umständen stark unter Druck. Und: Loben Sie auf alle Fälle auch kleine Fortschritte!
  • Lassen Sie Ihr Kind Aufgaben und Lösungswege mit eigenen Worten erklären! Eine der besten Lernmethoden ist es, einem anderen die Dinge zu erklären und Gelerntes mit eigenen Worten wiederzugeben. Untersuchungen bestätigen das: Etwa 70 Prozent des Lernstoffs ist damit im aktiven Gedächtnis gespeichert und sofort in einer Klassenarbeit abrufbar. Lassen Sie auch Aufgabenstellungen von Ihrem Kind noch einmal ohne Ablesen wiederholen. Dabei merken Sie auch, ob Ihr Kind die mathematischen Zusammenhänge verstanden hat.
  • Nutzen Sie mathematische Herausforderungen im Alltag! Der Alltag bietet viele Möglichkeiten, sein mathematisches Geschick unter Beweis zu stellen. Beim Einkauf, während einer Autofahrt oder Flugreise, beim Hausbau, Werken, Basteln, Backen etc. Überall gibt es interessante Rechenaufgaben.

  • Erarbeiten Sie Textaufgaben anschaulich mit Skizzen! Die meisten Schüler haben ihre Stärke in der visuellen Wahrnehmung. Das sollten nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch Eltern nutzen. Zu den meisten Aufgaben und Themen bietet es sich gerade an, sich Zeit zu nehmen, um den Sachverhalt in einem Bild oder in einer Skizze zu verdeutlichen. Insbesondere Textaufgaben werden für viele so leichter und schneller lösbar. Auch bei YouTube gibt es mittlerweile eine Menge toller Lehr- und Lernvideos zu verschiedensten mathematischen Themen. Viele Erlebnismuseen, wie beispielsweise das Mathematikum in Gießen, bieten ebenfalls anschauliche Beispiele aus dem Reich der Mathematik und Zahlen. So kann auch ein sonst ungeliebtes Fach wie Mathematik für die Schülerinnen und Schüler spannend und anwendungsbezogen werden.
  • Stärken Sie die Stärken! Häufig wird nur das geübt und trainiert, was noch nicht sitzt. Das ist natürlich für jeden Lernenden frustrierend. Wichtig ist zur Erhaltung der Lernmotivation, dass Ihr Kind merkt, dass es schon eine Menge gut kann. Deshalb geben Sie Ihrem Kind gerade bei der Vorbereitung auf anstehende Klassenarbeiten auch Aufgaben, die es bereits beherrscht. Denn das stetige Training in Mathematik fördert die Sicherheit in diesem Fach.

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