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logisches Denken fördern
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Wie Sie logisches Denken bei Ihrem Kind fördern!

Logisches Denken fördern

Schon früh können Sie als Eltern etwas dafür tun, damit Ihr Kind, ganz gleich ob Junge oder Mädchen, mit der Mathematik später mal nicht auf dem Kriegsfuß steht. Ganz spielerisch lassen sich Mengen, Zahlen, Farben und Formen entdecken und logisches Denken bei Ihrem Kind fördern. 

Expertenrat von 

Es stimmt tatsächlich: Mädchen sind meist sprachlich gewandter, während Jungen ihnen in der räumlichen Orientierung überlegen sind. Deshalb macht es Sinn, Ihrer Tochter schon im ersten Lebensjahr eine Motorikschleife zu kaufen, während Sie Ihrem Sohn möglichst viel vorlesen sollten. Was logisches Denken angeht, stehen Mädchen den Jungen hingegen in nichts nach.

Logisches Denken bei Kindern fördern: Integrieren Sie Mengenlehre in den Alltag!

Zwischen drei und fünf Jahren sind Kinder von Zahlen oft regelrecht begeistert und zählen alles, was man nur eben zählen kann. Fördern Sie diese Begeisterung und ganz nebenbei logisches Denken! So können Sie beim Kochen und Backen Ihr Kind bitten, Ihnen eine bestimmte Anzahl von Eiern, Äpfeln oder Kartoffeln abzuzählen und bereitzulegen. Wenn davon zwei oder drei in den Kochtopf oder in die Rührschüssel wandern, wie viele bleiben dann übrig?

Gibt es gerade nichts zu zählen, können Sie Ihr Kind mit einer Zahlengeschichte unterhalten. Denken Sie sich eine Geschichte aus, in der möglichst viele Zahlen vorkommen. Beispiel: „Auf dem Bauernhof grasen vier Kühe auf der Weide. Zwei Hennen scharren auf dem Hof und finden dabei drei Würmer usw.“ Immer, wenn eine Zahl vorkommt, soll Ihr Kind die entsprechende Anzahl Finger zeigen. Verwenden Sie nur diejenigen Zahlen, die Ihr Kind bereits kennt.

Mit dem Mehr-oder-Weniger-Spiel können Sie logisches Denken schon bei Kindern ab zwei Jahren spielerisch fördern. Geben Sie Ihrem Kind entweder eine Schüssel mit Bauklötzen oder aber „essbares“ Lernmaterial wie Rosinen oder Gummibärchen – damit macht es noch mehr Spaß! Legen Sie Ihrem Kind eine Reihe von Klötzchen bzw. Rosinen oder Gummibären auf den Tisch (je jünger Ihr Kind ist, um so weniger!). Dann bitten Sie Ihr Kind, darunter eine Reihe zu legen, in der mehr bzw. weniger Teile als in der oberen Reihe liegen.

Logisches Denken bei Kindern durch bunte Farben und Formen fördern

Wenn Ihr Kind sich mit etwa drei Jahren für Farben und Formen zu interessieren beginnt, sollten Sie zunächst einmal bei einer Farbe oder Form bleiben. Das hilft ihm, nicht bald alle neuen Formen und Farben durcheinander zu bringen. Wenn Ihr Kind Schwierigkeiten hat, die Begriffe für Farben und Formen richtig zuzuordnen, können Sie ihm helfen, indem Sie sie mit etwas ganz Konkretem verbinden: Etwas ist „gelb wie die Sonne“, „rot wie die Feuerwehr“ oder „rund wie ein Ball“ oder Formen: Was ist alles gelb oder blau bzw. rund oder viereckig?

 

Mein Tipp: Logisches Denken durch "Farben- und Formentage"
Sie können regelrechte Farben- oder Formentage veranstalten. An einem Farbentag mit der Farbe Rot kann Ihr Kind z. B. ein rotes T-Shirt anziehen, es gibt mittags Nudeln mit roter Tomatensoße, nachmittags spielt es mit den roten Bauklötzen und abends suchen Sie sich zum Vorlesen ein Bilderbuch aus, bei dem etwas Rotes auf dem Einband zu sehen ist. 

Logisches Denken bei Kindern fördern: Nutzen Sie die Küche als Sortierkasten

Um das Erkennen von Farbe, Größe und Form zu fördern, brauchen Sie nicht unbedingt einen Sortierkasten (z.B. einen Karton, der in kleine Fächer unterteilt ist). Ihre Küche ist dazu genauso gut geeignet. Ab dem dritten Lebensjahr kann Ihr Kind beispielsweise helfen, das gespülte Besteck in die richtigen Fächer der Besteckschublade einzusortieren (scharfe Messer in jedem Fall vorher selbst wegräumen!). Lassen Sie Ihr Kind das Deckelspiel spielen. Ist es drei Jahre oder älter, können Sie ihm ein Sortiment aus Töpfen, Plastikschüsseln und anderen Vorratsbehältern (am besten auch quadratische und rechteckige) auf den Tisch legen sowie die jeweils passenden Deckel dazu. Nun kann Ihr Kind die zusammenpassenden Teile heraussuchen und die Deckel auf den richtigen Topf oder Behälter setzen, was gleichzeitig eine gute Übung für die Handgeschicklichkeit ist. Spannender wird das Spiel, wenn mehrere Kinder gegeneinander antreten oder Ihr Kind für seine Aufgabe nur eine bestimmte Zeit (nicht zu knapp bemessen, Eierwecker stellen!) zur Verfügung hat.

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Kommentare zu "Wie Sie logisches Denken bei Ihrem Kind fördern!"

  • Gabriele schreibt am 01.02.2014

    Sehr geehrte Frau Dr. Schmelz,

    mein Sohn Fabian ist 9 Jahre alt und geht in die 3. Klasse einer Grundschule. Fabian hat eine Innenohrschwerhörigkeit und trägt deshalb ein Hörgerät, mit dem er gut zurecht kommt es gibt deswegen auch keine Probleme in der Klasse mit Mitschülern. Seine Leistungen sind in Deutsch gut und in Mathematik befriedigend.
    Seine Lehrerin hat mich gefragt, ob bei Ihm alles o.k. ist, weil er manchmal (ich kann Ihnen nicht sagen wie oft) die Aufträge, die zu erledigen sind nicht gleich mitbekommt. Ich war bei einem Kinderpsychologen, der Fabian getestet hat und es kam dabei ein IQ Wert von 103 (durchschnittlich intelligent), Sprachverständnis 115, Wahrnehmungsgebundenes logisches Denken 81, Arbeitsgedächtnis 71, Verarbeitungsgeschwindigkeit 94 raus.
    Meine Frage an Sie ist, wie kann ich bei Fabian das Arbeitsgedächtnis und das wahrnehmungsgebundene logische Denken spielerisch fördern?
    Gibt es Spiele, die Sie mir empfehlen können?

    Ich würde michfFreuen von Ihnen zu hören.

    Herzliche Grüße

    Gabriele Schlieper
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