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Verantwortung übernehmen
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So übernimmt Ihr Teenager Verantwortung für sein Handeln

Fehler durch Wiedergutmachung aus der Welt schaffen

Manchmal schlagen Teenager mit ihrem Tun etwas über die Strenge. Am liebsten würden sich einige nicht zu Verantwortung ziehen lassen und falls doch, dann den einfachsten Weg gehen. Lesen Sie, wie Ihr Teenager Verantwortung übernimmt. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Wiedergutmachung zeigt Verantwortung

Haben Jugendliche Mist gebaut, würden Sie am Liebsten den einfachsten Weg gehen, um dies wieder gut zu machen. Oft ziehen Sie sich mit Kleinigkeiten aus der Affäre. Sie entschuldigen sich knapp oder begleichen etwaige Schäden finanziell, wenn beispielsweise (versehentlich) eine Sachbeschädigung aus dem Fehlverhalten entstanden ist. Eine Entschuldigung ist schon eine Menge wert, oft wird sie jedoch nur genutzt, um sich schnell auf der Affäre zu ziehen und keine Konsequenzen fürchten zu müssen. Daraus lernen Pubertierende in der Regel aber nicht, Verantwortung für Ihr Verhalten zu übernehmen. Nur wer Verantwortung für sein Handeln übernimmt, erkennt auch, was verkehrt daran war, und kann sich ändern.

Produktive Wiedergutmachung lehrt Verantwortung zu zeigen

Diese drei Dinge helfen Ihrem Kind in der Pubertät, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und selbstbewusst Erwachsen zu werden:

  1. Wenn man Schäden nur mit Geld begleicht, ist das oft keine aktive Schadensbeseitigung. Durch eine konkrete Handlung wie die Reparatur oder Reinigung wird Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, ihre Grenzverletzungen zu begreifen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dadurch gibt man ihnen auch die Chance, Verantwortung für ihr zerstörerisches Tun zu übernehmen. Sie können Schuldgefühle bearbeiten, die möglicherweise mit dem Handeln einhergehen.
  2. Die Wiedergutmachung muss man durch Gespräche begleiten und Jugendlichen zeigen: „Ich nehme dich an – aber nicht dein Verhalten!“ Die Art der Wiedergutmachung ist gemeinsam zu entwickeln.
  3. Die Wiedergutmachung muss zumutbar sein, sie muss die gefühlsmäßigen und intellektuellen Fähigkeiten berücksichtigen. Die Jugendlichen sollten die Gelegenheit erhalten, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen und entstandenen Schaden zu beheben. Die Wiedergutmachung stellt eine Variante der Konsequenz dar und bietet Ihnen als Eltern damit eine weitere Alternative zur Strafe.

Verantwortung übernehmen: Die Vorteile der Wiedergutmachung

Wenn Teenager Ihre Fehler wieder gut machen, hat dies viele Vorteile für ihren weiteren Lebensweg. Muss der Heranwachsende aktiv etwas für die Wiedergutmachung tun, stärkt dies die Selbstverantwortung. Nur sein Handeln, dass dem Fehlerhaften von zuvor entgegen steht, gesteht ihm zu, entschuldigt zu werden. Außerdem ist die Wiedergutmachung auf Lösung orientiert. Es geht nicht darum, nachtragend zu sein, Macht auszuspielen oder den Teenager zu bestrafen. Das Problem soll für alle Parteien gelöst werden, sodass, und dies ist der dritte Vorteil, alle positiv in die Zukunft blicken und miteinander auskommen können, denn die Wiedergutmachung nimmt Opfer bzw. Geschädigte und den Täter ernst. Auch ohne den Aspekt der Bestrafung setzt die Wiedergutmachung Grenzen und bietet damit Orientierung für den Heranwachsenden, wie er sich in zukünftig richtig zu verhalten hat.

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